Fehldiagnose

Allergie statt Krebs: Patient droht Ärzten mit Tod

Linz - Ein Linzer bekam die Schockdiagnose Krebs. Nur wenige Wochen sollte er noch leben. Da suchte der Mann einen anderen Arzt auf - und der stellte fest: es ist kein Krebs. Da drehte der Patient durch.

Die Polizei in Oberösterreich hat einen Linzer festgenommen, der nach einer Fehldiagnose den Ärzten und deren Familien mit dem Tod drohte. Das gab die Landespolizeidirektion am Mittwoch bekannt. Laut Kronen Zeitunghatte ein Arzt dem 53-Jährigen mitgeteilt, er habe Krebs und nur noch ein paar Monate zu leben. Der Patient machte daraufhin sein Testament und suchte einen weiteren Arzt auf. Dieser stellte aber nach mehreren Untersuchungen keine Krebserkrankung fest, sondern eine Allergie, die die Beschwerden ausgelöst hatte.

Deswegen kündigte der Mann am Dienstag seiner Schwester telefonisch an, er werde ins Krankenhaus fahren und die Ärzte und deren Familien erschießen. Weil auf ihn eine Schusswaffe angemeldet war, rückte die Polizei aus: Sie sicherte das Krankenhaus, fuhr zur Wohnung des 53-Jährigen und nahm ihn dort fest. Seine Faustfeuerwaffe mit Magazin und Munition wurde sichergestellt. Nach der ärztlichen Versorgung ordnete die Staatsanwaltschaft die Einlieferung des Mannes in die Justizanstalt Linz an.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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