Prognose für den Sommer

Stau zum Start der Sommerferien in NRW: Diese Autobahnen werden besonders voll

Sommerferien in NRW: Auf den Autobahnen drohen zur Urlaubszeit Stau und Verkehrschaos. Insbesondere auf diesen Strecken wird es voll.

Hamm - Von Schüler und Lehrern ersehnt, von Autofahrern gefürchtet: der Start der Sommerferien. Am Freitag (23. Juni) gibt es in Nordrhein-Westfalen Zeugnisse, direkt danach oder am sich anschließenden Wochenende starten viele Familien in den Urlaub. Das heißt: lange Staus und Verkehrschaos auf den Autobahnen in NRW.

„Heimat- und Campingurlaub sind seit Jahren beliebt. Das macht sich auf den Fernstraßen deutlich bemerkbar“, sagt ADAC-Verkehrsexperte Roman Suthold. Auch Autoreisen ins benachbarte EU-Ausland sind dank lockerer Corona-Beschränkungen wieder problemlos möglich. Das alles führt zu einem stark erhöhten Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen am Wochenende vom 24. bis 26. Juni - und darüber hinaus.

Sommerferien in NRW: Auf diesen Autobahnen ist die Staugefahr am größten

Nicht auf allen Strecken in NRW ist die Mehrbelastung gleich groß. Das höchste Potenzial für Stau sieht der ADAC auf den Verbindungen in Richtung Nord- und Ostseeküste, in die Niederlande und auf dem Weg in den Süden. Mit Verzögerungen müssten Urlauber besonders im Großraum Köln (unter anderem mit A1, A3 und A4) und im gesamten Ruhrgebiet von Essen bis Dortmund rechnen.

Der ADAC hat eine Liste mit Autobahnen in Nordrhein-Westfalen erstellt, auf denen während der Sommerferien mit erhöhter Staugefahr zu rechnen ist:

  • A1 Köln – Dortmund – Osnabrück – Bremen
  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
  • A3 Emmerich – Oberhausen – Köln – Frankfurt
  • A4 Köln – Aachen
  • A31 Bottrop – Ochtrup – Emden
  • A40 Dortmund – Essen – Duisburg – Straelen
  • A42 Dortmund - Oberhausen
  • A43 Wuppertal – Bochum – Herne – Recklinghausen

    A44 Bochum – Dortmund – Kassel

    A45 Dortmund – Hagen – Lüdenscheid

    A46 Düsseldorf – Wuppertal

    A52 Essen – Düsseldorf – Mönchengladbach

    A57 Köln – Krefeld – Kleve
  • A61 Nettetal – Mönchengladbach – Koblenz
  • A1/A3/A4/A57/A59 Großraum Köln

Besonders zu beachten ist die Sauerlandlinie A45, einer der wichtigsten Verbindungen nach Frankfurt und weiterführend in den Süden der Republik. Dort ist seit 2. Dezember 2021 die marode Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid gesperrt. Der Verkehr wird durch die Innenstadt geleitet - was für teils extremen Rückstau auf der A45 selbst und für erhebliche Verzögerungen auf der Umleitungsstrecke sorgt. Die Sperrung sollte bei der Reiseplanung berücksichtigt werden.

Die Sorge vor einer weiteren Brückensperrung an der A45 in Südwestfalen wächst. Insgesamt mehr als 60 Brücken der Sauerlandlinie müssen erneuert werden.

Sommerferien in NRW: Verkehr richtet sich auch nach anderen Bundesländern

Für Urlauber aus NRW gibt es zum Start der Sommerferien einen kleinen Trost. So unangenehm die Lage im Westen der Republik zu werden droht; außerhalb der Grenzen des Bundeslandes dürften Autoreisende noch auf weniger Staus auf den bekannten Reiserouten hoffen. Nordrhein-Westfalen startet in diesem Jahr als einziges Bundesland bereits Ende Juni in die Sommerferien. Alle anderen folgen später:

Start der SommerferienBundesland
27. JuniNordrhein-Westfalen
4. JuliMecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
7. JuliBerlin, Brandenburg, Hamburg
14. JuliBremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt
18. JuliSachsen, Thüringen
25. JuliHessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
28. JuliBaden-Württemberg
1. AugustBayern

Die meisten Staus auf den Autobahnen prognostiziert der ADAC in NRW während der Sommerferien immer freitags von 14 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr. Mitte Juli könnte es noch einmal heikel werden, wenn zum Ende der ersten Ferienhälfte viele NRW-Urlauber zurückkehren und gleichzeitig das Nachbarbundesland Niedersachsen (14. Juli) Ferienstart hat. Das erste Ferienwochenende in Hessen und Rheinland-Pfalz beginnt am 22. Juli.

Sommerferien in NRW: Fahren am besten unter der Woche

Elektroautos-Ranking: Das sind die Top Ten der Stromer in Europa

Hyundai Ioniq5
Platz 10: Hyundai Ioniq 5. Gleich nach dem Start im vergangenen Jahr entwickelte sich das südkoreanische SUV zu einem der beliebtesten Stromer seiner Klasse. Dank 800 Volt lädt es schnell und bietet dann bis 507 Kilometer Reichweite. In Europa brachte er es in den ersten vier Monaten dieses Jahres auf 11.917 Verkäufe. Preis in Deutschland: ab 41.900 Euro. © Hyundai
Peugeot e-208
Platz 9: Peugeot e-208. Französische Kleinwagen hatten Europa, vor allem natürlich auf ihrem Heimatmarkt, schon immer eine Menge Fans. Das ändert sich auch im Elektro-Zeitalter nicht. Der Peugeot e-208 von 2019 (Reichweite bis zu 450 Kilometer) ist einer der Stars im Stellantis-Konzern und brachte es bis April europaweit auf 12.148 Einheiten. Preis in Deutschland: ab 35.350 Euro. © Pontus Lundahl/Imago
Audi q4 e-tron
Platz 8: Audi Q4 e-tron. Das noch relativ kompakte SUV kam 2021 auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des VW-Konzerns auf den Markt, und überzeugte vom Start weg viele Kunden. 12.461 kauften ihn im ersten Tertial des Jahres. Die maximale Reichweite beträgt 534 Kilometer. Preis in Deutschland: ab 41.900 Euro.  © Audi
Renault Zoe
Platz 7: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 12.963 Verkäufen im erfassten Zeitraum war er in Europa sehr beliebt. 395 Kilometern maximale Reichweite sind in dieser kleinen Klasse ein achtbarer Wert. Preis in Deutschland: ab 33.140 Euro. © Renault
Hyundi Ioniq 5
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es bis April in Europa auf 13.354 Verkäufe. Die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis in Deutschland: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
VW ID.4
Platz 5: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit fand in den ersten vier Monaten europaweit 13.870 Kunden. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis in Deutschland: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Kia e-Niro
Platz 4: Kia e-Niro. Die Elektroversion des seit 2016 angebotenen Kompakt-SUV ist in dieser Form mittlerweile nicht mehr bestellbar, schaffte es bis April aber noch zu 16.032 Kunden in Europa. Der Nachfolger heißt Kia Niro EV, schafft bis zu 460 Kilometer und kostet in Deutschland ab 39.990 Euro. © Anders Wiklund/Imago
Fiat 500e
Platz 3: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. Im ersten Tertial dieses Jahres war er mit 18.537 Kunden der erfolgreichste Stromer aus dem Stellantis-Konzern. Je nach Akku-Größe schafft der Cityflitzer 190 bis über 300 Kilometer. Preis in Deutschland: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
Tesla Model Y
Platz 2: Tesla Model Y. Die Schrägheck-Limousine, die mittlerweise auch im deutschen Werk Grünheide gebaut wird, hat sich zu einem der beliebtesten Stromer weltweit entwickelt. In Europa fand sie von Januar bis April 26.616 Käufer. Die maximale Reichweite gibt Tesla mit 533 Kilometern an. Preis in Deutschland: ab 59.965. © Tesla
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers macht den Triumph perfekt: Platz 1 und 2 für die Texaner, auch wenn ihnen der kleine Fiat 500 auf den Fersen ist. Das Model 3 sicherte sich mit 32.697 Verkäufen klar die Pole-Position. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis in Deutschland: ab 52.965 Euro. © Tesla

„Grundsätzlich gilt: Wer flexibel ist, sollte sich zwischen Montag und Donnerstag außerhalb der Berufsverkehrszeiten auf den Weg machen oder auf den Sonntag als Anreisetag ausweichen. Muss es der Freitag oder Samstag sein, dann lohnt es sich, in den frühen Morgenstunden oder erst am Abend loszufahren“, sagt ADAC-Experte Suthold.

Im vergangenen Jahr gab es laut ADAC während der Sommerferien in NRW insgesamt 30.357 Staumeldungen mit einer Gesamtlänge von 35.494 Kilometern und einer Dauer von 16.472 Stunden.

Rubriklistenbild: © Thomas Banneyer/dpa/Archivbild

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