Pandemie-Lage

Lockerungen in NRW: Diese Corona-Regeln gelten für Geimpfte und Genesene

  • Lea Sarah Wolfram
    vonLea Sarah Wolfram
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In NRW entfällt ab Montag die Testpflicht für vollständig Geimpfte und diejenigen, die eine Corona-Infektion bereits hinter sich haben.

NRW – Für einen überraschenden Schritt entschied sich die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen: Bevor eine bundeseinheitliche Regelung bei der Rückgabe von Grundrechten an Geimpfte getroffen wurde, gilt eine solche bereits ab Montag (3. Mai) im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Die Entscheidung darüber machte das Land am ersten Mai-Wochenende bekannt. Somit erhalten ab sofort vollständig Geimpfte und Genesene wieder mehr Freiheiten, wie msl24.de* berichtet.

Bundesland:Nordrhein-Westfalen (NRW)
Landeshauptstadt:Düsseldorf
Einwohner:17,93 Millionen

NRW/Corona: Textpflicht für Geimpfte und Genesene entfällt – welche Nachweise sind nötig?

Generell gilt: Überall dort, wo ein negativer Test vorgezeigt werden muss, reicht nun auch der Nachweis über eine Immunisierung. Diese wird entweder über eine vollständige Impfung oder eine durchgestandene Infektion mit dem Coronavirus* nachgewiesen. Bei Letzterem muss allerdings ein PCR-Test durchgeführt worden sein, ein Antikörper-Test reicht als Nachweis nicht aus. Somit entfällt ab Montag in NRW für folgende Fälle die Testpflicht:

  • Erst- und Zweitimfpung verabreicht (liegt mindestens 14 Tage zurück)
  • Erstimpfung + positiver PCR-Test (nicht älter als sechs Monate)
  • positiver PCR-Test (Testung liegt mindestens 28 Tage zurück und ist nicht älter als sechs Monate)

NRW/Corona: Welche Lockerungen erhalten Geimpfte und Genesene?

Für Geimpfte und Genesene gilt ab Montag, dass sie für den Besuch im Einzelhandel, bei Dienstleistungen oder auch beim Friseur keinen negativen Schnelltest vorweisen müssen, zum Beispiel bei „Click and Meet“. Alternativ kann der Impfpass vorgezeigt werden. Eine klare Regelung für die Handhabe bei PCR-Tests gibt es bisher nicht. Wie der WDR berichtet, müsse ein „nachweisbares Dokument“ vorgelegt werden, wie die NRW-Regierung auf Nachfrage mitteilte. Der Nachweis solle vorzugsweise auf Papier ausgedruckt vorgezeigt werden.

Auch Schüler mit entsprechendem Nachweis müssen keine Schnelltests in Schulen mehr mitmachen. Zudem soll für diese Gruppen auch die Quarantäne für Reisende, die aus Corona-Risikogebieten nach NRW kommen, entfallen. Eine Ausnahme gibt es jedoch: In Alten- und Pflegeheimen soll die Testpflicht weiterhin bestehen bleiben, da die Bewohner im Falle einer Infektion besonders gefährdet sind: „Angesichts der Restrisiken bei Geimpften und den wenigen nicht geimpften Bewohnern ist ein Test immer der geringere Eingriff gegenüber den im Fall einer Infektion oft schweren und tödlichen Krankheitsverläufen.“

Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in NRW gelten weiterhin auf für Geimpfte und Genesene

Durch die Einführung der Bundes-Notbremse gelten in den meisten Landkreisen und kreisfreien Städten in NRW momentan ohnehin strengere Regeln. Statt „Click and Meet“ kann vielerorts nur „Click and Collect“ angeboten werden. Auch bei der verhängten Ausgangssperre ändert sich für Geimpfte und Genesene nichts, die Regelung bleibt unverändert, wie eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums auf Nachfrage des WDR berichtete. Ebenso bleiben die Kontaktbeschränkungen bestehen – hier dürfen Geimpfte und Genesene ebenfalls noch keine Rückgabe von Grundrechten erwarten.

In NRW gilt ab heute in vielen Bereichen keine Testpflicht mehr für vollständig immunisierte Menschen. (Symbolbild)

Mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene – Karl Lauterbach kritisiert Alleingang von NRW

An dem Vorpreschen in NRW gab es auch Kritik. So urteilt der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD), dass die Regierung um Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) versuchen wolle, sich „im Alleingang zu profilieren“. „Das ist zermürbend – die Menschen wollen einheitliche Regeln“, sagte der Mediziner dem WDR. Laut Lauterbach hätte die NRW-Regierung besser auf einheitliche Regelungen warten sollen. Die Entscheidung stieß bei ihm auf Unverständnis. „Ich verstehe nicht, warum so knapp, bevor wir das tun, erneut eine Einzellösung probiert wird.“

Eine Entscheidung im Bundesrat über die bundeseinheitliche Rückgabe von Grundrechten an Geimpfte und Genesene steht derweil noch aus. Laut Jens Spahn (CDU)* sei der späteste Termin für eine Entscheidung der 28. Mai. Auch die Einführung eines digitalen Impfpasses steht noch aus. Bei msl24.de* lesen Sie alles Weitere zu den aktuellen Coronavirus-Regeln* in NRW. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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