Steigende Zahlen

NRW droht Corona-Kontrollverlust – Militär muss erneut eingreifen

In NRW muss die Bundeswehr wieder angesichts der Corona-Lage eingreifen. Es droht sonst ein Kontrollverlust.

NRW – Es sind Bilder, die man in NRW* schon gesehen hat – und die man längst hinter sich glaubte. Doch angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen müssen viele Städte und Kreise inzwischen wieder auf die Hilfe der Bundeswehr zurückgreifen. RUHR24* erklärt, wo das Militär hilft.

7-Tage-Inzidenz285,9 (Stand: 30. November)
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz4,14
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten13.23

NRW: Corona-Hilfe von der Bundeswehr wegen zu hoher Zahlen

35 sogenannte Hilfeleistungsanträge aus NRW sind bereits bei der Bundeswehr eingegangen, sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos NRW der Deutschen Presse-Agentur (DPA). 500 Soldaten sind aktuell (Stand 30. November) in Nordrhein-Westfalen im Kampf gegen das Coronavirus* im Einsatz. Das war in Städten wie Dortmund bereits im vergangenen Oktober der Fall*.

Wie damals sollen die Soldaten der Bundeswehr auch dieses Mal bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten helfen. Zudem würden Einsatzkräfte in kommunalen Impfzentren eingesetzt, heißt es von der Bundeswehr. Doch bei den 500 Soldaten soll es in NRW nicht bleiben. Es seien bereits weitere Anträge bei der Bundeswehr eingegangen, 100 zusätzliche Soldaten stehen schon bereit.

Corona-Alarm in NRW: Bundeswehr will Kontrollverlust bei der Nachverfolgung verhindern

Soldaten der Bundeswehr kommen in Sachen Corona in diesen Städten und Kreisen in NRW zum Einsatz:

  • Kleve
  • Düsseldorf
  • Duisburg
  • Rhein Kreis Neuss
  • Viersen
  • Wesel
  • Oberhausen
  • Essen
  • Mühlheim
  • Wuppertal
  • Solingen

Im Februar dieses Jahres waren in NRW die meisten Soldaten gleichzeitig im Corona-Einsatz: 2000 Frauen und Männer halfen den Behörden damals. Dass diese Zahl an Einsatzkräften wieder erreicht wird, ist nicht ausgeschlossen: „Wir gehen davon aus, dass die Einsatzzahlen auch jetzt wieder steigen“, sagte ein Sprecher der Bundeswehr zur DPA.

Bundeswehr bringt Corona-Intensivpatienten nach NRW

Nicht nur bei der Kontaktnachverfolgung und in den Impfzentren hilft die Bundeswehr derzeit dabei, dem Kontrollverlust entgegenzuwirken, sondern auch bei der Verlegung von Corona-Intensivpatienten. So kam am vergangenen Freitag (26. November) ein Spezialflugzeug der Luftwaffe zum Einsatz. Es transportierte Intensivpatienten aus dem Flugplatz im bayrischen Memmingen zum Flughafen Münster-Osnabrück im Norden von Nordrhein-Westfalen (hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Ein solcher Airbus A-310 MedEvac hilft derzeit dabei, Corona-Intensivpatienten nach NRW zu bringen.

Zum Hintergrund: In NRW ist die Inzidenz zwar mit 285,9 (Stand: 30. November) so hoch wie nie in der Corona-Pandemie*, doch im Vergleich zu Bundesländern wie Baden-Württemberg (511,5), Bayern (618), Sachsen (1268), Sachsen-Anhalt (717) und Thüringen (936) ist die Zahl noch vergleichsweise niedrig. Zudem ist der Anteil der Covid-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten mit 13 Prozent noch relativ gering. Zum Vergleich: In Sachsen belegen Covid-Patienten 40 Prozent der Intensivbetten, in Bayern 33 Prozent. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jonas Walzberg, Marijan Murat/dpa; Collage: RUHR24

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