Schoss einer oder mehrere Beamte?

Zwangsräumung in Köln eskaliert: Polizei erschießt bewaffneten Mieter - Sowjet-Flagge am Balkon

Getöteter Mieter: Nach einem Polizeieinsatz in Köln transportieren Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens vor einem Hochhaus einen Leichnam ab.
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Getöteter Mieter: Nach einem Polizeieinsatz in Köln transportieren Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens vor einem Hochhaus einen Leichnam ab.

Bei einer Zwangsräumung in Köln kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall. Die Polizei erschießt im Stadtteil Ostheim einen Mieter, der angeblich mit einem Messer bewaffnet war. Einzelheiten zum Tathergang sind noch unklar.

München/Köln - Tödlicher Einsatz in Köln: Bei der Zwangsräumung einer Wohnung im Stadtteil Ostheim hat die Polizei an diesem Mittwoch (3. August) einen Mann erschossen. Bei dem Toten handelte es sich um den 48 Jahre alten Mieter der Räumlichkeiten, wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft mitteilten.

Blutige Zwangsräumung in Köln: Polizei erschießt in Ostheim offenbar gewaltbereiten Mieter

Zuvor soll der Erschossene nach bisherigem Ermittlungsstand Polizisten mit einem Messer angegriffen, heißt es von den Behörden. Zuerst hätten die Beamten „erfolglos“ Pfefferspray angewandt und mit dem Gebrauch der Schusswaffe gedroht, schließlich hätten sie den Angaben zufolge auf den Mieter geschossen. Der Mann sei dabei tödlich verletzt worden.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte der Getötete zuvor Drohungen ausgesprochen, sollte es zu einer Räumung kommen. Die mit der Räumung beauftragte Gerichtsvollzieherin habe daraufhin bei der Polizei um Unterstützung gebeten. Wie viele Polizistinnen und Polizisten an dem Einsatz beteiligt waren, war zunächst unklar.

„Es wird auch geprüft, ob ein oder mehrere Beamte auf den Geschädigten geschossen haben“, erklärte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Staatsanwaltschaft habe ein Todesermittlungsverfahren zur Klärung der Todesumstände aufgenommen. Eine Obduktion des Leichnams wurde angeordnet.

Im Video: Großeinsatz der Polizei ausgelöst - Betrunkener schießt auf Balkon um sich

Der Tote war nach Angaben der Staatsanwaltschaft polizei- und gerichtsbekannt. Zuletzt sei er im Juni 2022 beim Amtsgericht Köln angeklagt worden. „Der Anklage lag der Vorwurf zugrunde, Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet zu haben, nachdem der Beschuldigte seinen Suizid angekündigt und sich gegen die ihm zu Hilfe eilenden Polizeibeamten mit Tritten zur Wehr gesetzt hatte“, erklärte Oberstaatsanwalt Bremer. Wie die Bild berichtet, hing am Balkon gut sichtbar eine Flagge der Sowjetunion.

Getöteter Mieter in Köln-Ostheim: Polizei Bonn ermittelt zur Klärung der Todesumstände

In der Straße der Wohnung, die in einem östlichen Kölner Stadtteil mit mehreren Hochhausbauten liegt, waren am Mittwochmittag Polizeiautos und ein Leichenwagen zu sehen. Die Ermittlungen zu dem Fall übernahm aus Neutralitätsgründen die Polizei aus dem benachbarten Bonn, nicht Kollegen der betroffenen Kölner Polizei. (pm/dpa)

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