Vorschlag von OB-Kandidat

Idee für Flughafen Dortmund: Flughafenverbund mit Münster und Paderborn soll aus der Krise helfen

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Die Regionalflughäfen Dortmund, Münster und Paderborn bangen um ihre Existenz.

Wegen der Corona-Krise bangt der Flughafen Dortmund um seine Existenz. Bei den Airports in Münster und Paderborn ist die Lage ähnlich. Eine Lösung muss her.

  • Seit Ende März steht der Flugverkehr am Flughafen Dortmund nahezu still.
  • Während das Jahr 2019 für den Airport sehr gut lief, muss nun um die Existenz gebangt werden.
  • Andere NRW-Flughäfen haben ähnliche Sorgen - nun steht ein Lösungsvorschlag im Raum.

Dortmund/NRW - Wie schwer die Coronavirus-Pandemie* dem Flughafen Dortmund schaden würde, war von ein paar Monaten noch nicht abzusehen. Jetzt wird allerdings deutlich, dass der Airport in Holzwickede (Kreis Unna) finanziell kaum mehr um die Runden kommt. Die Existenz des Flughafens ist derzeit bedroht, berichtet RUHR24.de.*

Flughafen Dortmund

Flughafencode

DTM

Höhe 

130 Meter

Terminals

1 Hauptterminal

Kapazität pro Jahr

circa 3,5 Millionen

Flugbewegungen

26.948 (2019)

Passagiere

2.719.566 (2019)

Flughafen Dortmund: Corona-Krise zwingt hunderte Mitarbeiter zur Kurzarbeit

Am Dortmunder Flughafen arbeiten 440 Mitarbeiter. Zwei Drittel von ihnen sind laut Angaben des Unternehmens jedoch seit mehreren Wochen in Kurzarbeit. Der Flugverkehr in Dortmund ist bis auf ein Minimum heruntergeschraubt. Kaum zu glauben: Im vergangenen Jahr fuhr der Airport Dortmund mit 2,7 Millionen Passagieren noch ein Rekordergebnis ein.* Davon ist man jetzt Welten entfernt.

Wird der Flughafen Dortmund die Auswirkungen der Corona-Krise verkraften können? Langsam aber sicher macht sich Sorge breit. Auch bei Dortmunds Wirtschaftsförderer und SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Thomas Westphal (53).

Flughafen Dortmund: Westphal schlägt westfälischen Flughafenverbund mit Münster und Paderborn vor

Auf einer Podiumsdiskussion der Gewerkschaft Verdi hat der 53-Jährige anderen Dortmunder Oberbürgermeister-Kandidaten am Montag (18. Mai) einen Lösungsvorschlag gemacht. Das berichtet der WDR. Da sich die Regionalflughäfen Münster und Paderborn ebenfalls in einer misslichen Lage befinden würden, soll sich der Dortmunder Airport in einem westfälischen Flughafenverbund mit ihnen zusammentun.

Der Zusammenschluss zu einem Flughafenverbund könne jedem einzelnen helfen, so Westphal. Dabei denke er an Betriebe aus dem Sauerland und Westfalen. Viele davon seien Weltmarktführer und für sie seien kurze Wege zum Flughafen wirtschaftlich betrachtet sehr wichtig.

Die Coronavirus-Krise hat den Flughafen Dortmund hart getroffen.

Flughafen Dortmund unter Druck: Finanzielle Unterstützung nur noch bis 2024

Für den Flughafen Dortmund könne es andernfalls sehr eng werden.* Das Problem: Ab 2024 muss der Airport finanziell auf eigenen Beinen stehen. Bereits 2014 hat die EU-Kommission beschlossen, nach einer Frist von zehn Jahren keine weiteren Subventionen an regionale Flughäfen zu zahlen. 

Da könnte die Zeit knapp werden. In 2019 lag das Minus des Flughafens noch bei 10,4 Millionen Euro. Den Eigentümern - die Stadt Dortmund und die Stadtwerke DSW21 - fehlt jedoch das Geld. Laut Westphal sei ein westfälischer Flughafenverbund aber nur der zweite Schritt. Der erste wäre Hilfe aus dem Rettungsfonds des Bundes.*

Westfälischer Flughafenverbund: Chancen für den Flughafen Dortmund stehen eher schlecht

Für den Vorschlag erhielt der SPDler von den anderen Dortmunder Oberbürgermeister-Kandidaten* Zuspruch. CDU-Kandidat Andreas Hollstein, Utz Kowalewski (die Linke) sowie Michael Kauch von der FDP verlangen zusätzliches Geld und Kreditbürgschaften des Landes. Selbst Flughafen-Gegnerin Daniela Schneckenburger von den Grünen fordert Unterstützung für die Angestellten, die ebenfalls um ihre Existenz bangen, heißt es beim WDR.

Video: Wegen Corona-Krise: Berliner Flughafen Tegel vor dem Aus

Ob die Idee von den drei Flughäfen Dortmund, Münster und Paderborn unter einem Dach tatsächlich zur Realität werden könnte, bleibt jedoch abzuwarten. Dazu müssten die Gesellschafter überzeugt werden. Der Dortmunder Flughafen gehört zu 74 Prozent den Stadtwerken. Und die haben bereits mitgeteilt, dass eine Neuausrichtung oder eine Fusion überhaupt kein Thema sei. likri

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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