Diverse Pläne

Dortmund: E-Autos boomen in der Stadt – aber Ladesäulen sorgen für Problem

In Dortmund wächst der Trend hin zu den E-Autos. Jetzt will die Stadt auch bei den Ladestationen nachbessern.

Dortmund – Inflation und Ukraine-Krieg: Zurzeit wird gefühlt alles teurer. Besonders bemerkbar für Verbraucher wurde das bei den Spritpreisen. Hat ein Liter Diesel vor einem Jahr zum Teil noch unter einen Euro gekostet, liegt er jetzt bei über zwei Euro. Das dürfte allerdings weniger Dortmunder tangieren als noch vor wenigen Jahren, denn: Immer mehr E-Autos sind in der Stadt unterwegs. Deren Autofahrer stehen vor jedoch vor einem ganz anderen Problem, weiß RUHR24*.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: E-Autos boomen – aber an Ladesäulen mangelt es

Die Stadt rechnet damit, dass zum Jahresende „über 8.000 Elektro-Pkw plus 139 Elektro-Nutzfahrzeuge auf Dortmunds Straßen fahren“ werden. In den vergangenen 18 Monaten sei ein starker Anstieg der Zulassungen von E-Autos zu beobachten gewesen.

Weniger CO2-Ausstöße, reduzierte Stickstoff-Emissionen, mehr Klimaschutz: Die nachhaltige Automobil-Entwicklung der NRW-Stadt macht auf dem Papier einen guten Eindruck. Jedoch gibt es einen eklatanten Mangel. Es fehlt an Ladestationen für E-Autos*.

Dortmund: Mehr Ladestationen für E-Autos geplant – Stadt berät über unterschiedliche Möglichkeiten

Angesichts der steigenden E-Autos auf den Straßen, rückt auch die Frage nach den Ladestationen und Parkmöglichkeiten in den Fokus. Hier sieht es nämlich noch recht mau. Nicht umsonst verschärfte die Stadt Dortmund bereits die Parkregeln für E-Autofahrer*. Demnach dürfen sie das Auto nicht mehr länger als drei Stunden an einem für sie beschilderten Parkplatz abstellen.

Doch das war nur der erste Schritt. Die Stadt will aufrüsten – auch um die Bürger weiter zu ermutigen, auf E-Autos umzusteigen: „Ein Hemmnis für viele Bürger*innen und Unternehmen, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen, ist die nicht hinreichend verfügbare und barrierefrei zugängliche öffentliche und halböffentliche Ladeinfrastruktur“, heißt es in einer Vorlage zur Stärkung der Elektromobilität in Dortmund.

In Dortmund nehmen die E-Autos zu, doch an Ladestationen mangelt es. Jetzt will die Stadt reagieren (Symbolbild).

Dortmund: Ladestationen an Laternen und ausgewiesenen Parkplätzen

Aktuell gebe es 310 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte. „Die vorhandene Beschwerdelage zeigt aber deutlich, dass die vorhandene Anzahl an Ladepunkten und deren Kennzeichnung zu verbessern ist“, so die Stadt.

Neben einer begrenzten Parkdauer auf ausgewiesenen Parkplätzen, wird über zwei weitere Vorschläge diskutiert, um die E-Mobilität zu stärken. So sollen 20 Prozent der Laternenladepunkte – das wären 64 von den 320 in Dortmund existierenden – als E-Stellplatz auszuweisen. Das Vorhaben ist Teil des Projekts NOX Block. Sollte der Rat diesen Ansatz beschließen, werde die Auswahl der Standorte ermittelt.

Dortmund: Strom statt Sprit tanken – E-Autos derzeit günstiger als Diesel und Benzin

Eine weitere Maßnahme soll E-Autofahrer das Leben und Laden erleichtern: An den bislang 18 ausgeschriebenen Parkplätzen, die bislang ohne Ladestation sind, sollen auf Ratsbeschluss jetzt der „Aufbau und Betrieb einer ergänzenden öffentlichen Ladeinfrastruktur ausgeschrieben werden.“ Das hätte einen weiteren Vorteil: „Somit müssen auch keine neuen Flächen für eine entsprechende Parkbevorrechtigung ausgeschrieben werden“, schreibt die Stadt Dortmund.

Am 31. März fällt der Rat einen Beschluss über die Vorhaben. Es ist offensichtlich einiges in Planung, was die E-Mobilität in Dortmund angeht. Mehr Ladestationen sollen E-Autofahrern das Leben erleichtern. Und die dürfen sich gleich doppelt freuen: Denn wie wa.de berichtet, ist Strom tanken derzeit deutlich günstiger, als Sprit*. *RUHR24 und wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Reichwein/Imago

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