Experten geben Empfehlungen

Corona in Kitas: Tipps für Erzieher und Eltern – Ärzte aus Dortmund geben Empfehlung

Experten aus Dortmund geben Tipps zum Regelbetrieb in den Kitas während der Corona-Pandemie.
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Experten aus Dortmund geben Tipps zum Regelbetrieb in den Kitas während der Corona-Pandemie.

In NRW hat in den Kitas wieder der Regelbetrieb begonnen. Doch die Sorge vor dem Coronavirus ist groß. Ein Experte aus Dortmund klärt auf und gibt Tipps.

  • Wegen des Coronavirus bleibt die Rückkehr zum Regelbetrieb in den Kitas in NRW für viele mit einem mulmigen Gefühl verbunden.
  • Experten aus Dortmund haben einen Leitfaden erarbeitet.
  • Prof. Schneider vom Klinikum Dortmund warnt vor voreiligen Handlungen und gibt weitere Empfehlungen.

Dortmund – In den Kitas in NRW herrscht wieder Regelbetrieb*. Eltern und Erzieher sind angesichts des noch immer grassierenden Coronavirus verunsichert. Prof Dr. Dominik Schneider, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dortmund, hat an einem Leitfaden mitgearbeitet, berichtet RUHR24.de*.

Größtes Krankenhaus in NRW

Klinikum Dortmund

Betten

1.422

Mitarbeiter

4.155

Patienten

jährlich mehr als 250.000

Coronavirus in der Kita: Experte vom Klinikum Dortmund mit klaren Empfehlungen

Bevor der Notstand ausgerufen werde, müssen man zunächst die Symptome von kranken Kindern vernünftig einschätzen. "Nicht jedes Kind mit laufender Nase braucht einen Corona-Abstrich", sagt Prof. Schneider vom Klinikum Dortmund.

Solange kein Fieber, Husten oder andere Symptome dazukommen, sei auch ein Arztbesuch nicht zwingend erforderlich. Wenn das Kind nach 24 Stunden wieder fit sei und keine weiteren Symptome auftreten, könne der Nachwuchs auch ohne weitere ärztliche Abklärung wieder in die Kita geschickt werden (alle Artikel aus Dortmund auf RUHR24*).

Sorge vor dem Coronavirus in der Kita: Experte aus Dortmund warnt vor übereifrigen Schritten

Falls doch Fieber auftritt, sollen sich Eltern zunächst telefonisch mit dem Kinderarzt in Verbindung setzen und nicht direkt die Praxis aufsuchen. Am Telefon werde dann besprochen, ob und wann das Kind in die Praxis kommen sollte. Dort erhalte man dann auch Informationen darüber, ob ein Abstrich sinnvoll sein, so der Experte vom Klinikum Dortmund.

"Wird ein Kind tatsächlich positiv getestet, ist das Gesundheitsamt zuständig für weitere Schritte wie etwa Testungen innerhalb der Familie sowie von Kontaktpersonen oder Quarantänemaßnahmen."

In Kitas sollten möglichst viele Angebote nach draußen verlegt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt, dass Kita-Kinder keinen Mund-Nasen-Schutz tragen sollten. Die Erwachsenen sollten beim Umgang miteinander hingegen eine Maske aufsetzen.

Coronavirus in der Kita: "Kinder nie am Anfang der Infektionskette und keine Superspreader"

Interessant sei laut Prof. Schneider vom Klinikum Dortmund, "dass Kinder nie am Anfang von Infektionsketten stehen". Das seien eher die Erwachsenen. Kinder, insbesondere Kleinkinder, seien auch keine sogenannten Superspreader.

Daher würden beispielsweise bei internen Besprechungen der Erzieher oder für Eltern bei Betreten der Tagesstätte weiterhin die Abstandsregelung und Mundschutz-Pflicht gelten. Im direkten Umgang mit den Kindern müsse das erzieherische Personal allerdings keine Masken tragen.

"Die Kinder brauchen Nähe zu ihren Bezugs- und Betreuungspersonen, und zwar ohne Maske. Maske und pädagogische Förderung in dem jungen Alter gehen nicht zusammen", so Prof. Schneider.

Coronavirus in der Kita: Experte aus Dortmund empfiehlt viele Aktivitäten an der frischen Luft

Zusätzlich zu den Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dortmund, Angebote nach Möglichkeit nach draußen zu verlagern. Dort sind Aerosole bekanntermaßen eine weitaus geringere Gefahr und das Ansteckungsrisiko ist dort am geringsten.

Der Leitfaden steht allerdings unter Vorbehalt. "Falls sich die Infektionslage in Dortmund ändert, kann es natürlich sein, dass auch unser Konzept angepasst werden muss." Dann müssten in der Kita wieder strengere Gruppenbildungen geplant werden. Jetzt und in Zukunft werde aber vor allem die Kommunikation zwischen Eltern, Erziehern und Ärzten entscheidend sein. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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