Beschränkungen bleiben

Corona-Lockerungen ab dem 20. März: Für Hotspots sind strengere Regeln geplant

Die meisten Corona-Regeln in Deutschland werden am 20. März wegfallen. In sogenannten Hotspots bleiben ein paar von ihnen aber noch bestehen.

Deutschland/NRW – Trotz steigender Corona-Infektionszahlen* sieht sich die Bundesregierung auf sicherem Kurs und will viele Corona-Maßnahmen am Sonntag (20. März) aufheben. In besonders belasteten Hotspots sollen aber weiterhin Maßnahmen wie 3G oder Kontaktbeschränkungen greifen können, so Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Aber wie genau wird diese Hotspot-Regelung aussehen? RUHR24* hat die Antworten.

VirusCoronavirus
Derzeit vorherrschende VarianteOmikron
Aktuelle Inzidenz in NRW1.349,8 (Stand 14. März)

Corona-Regeln in Deutschland sollen am 20. März fallen: Lauterbach hat trotzdem Hoffnung

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag (14. März) bei 1.543,0 – in Nordrhein-Westfalen bei 1.349,8. Die Corona-Zahlen sind hoch und dennoch sollen bereits ab dem kommenden Sonntag (20. März) etliche Maßnahmen wie etwa die Maskenpflicht in Innenräumen* fallen gelassen werden.

„Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir den Anstieg beherrschen können“, sagte Lauterbach in der vergangenen Woche in Berlin. Auch Justizminister Marco Buschmann (FDP) glaubt, dass man mit dem Plan zum 20. März „die Lage gut beherrschen“ könnte. Immerhin ließe man sich mit der Hotspot-Regelung mehrere Optionen offen, das Infektionsgeschehen in besonders mit Corona belasteten Regionen zu kontrollieren.

Strengere Corona-Regeln auch nach dem 20. März: So will es die Regierung möglich machen

Heißt: Wenn in bestimmten Gebieten in Deutschland oder NRW* die Corona-Zahlen stark ansteigen, soll die Einführung von erneuten Maßnahmen regional oder sogar im ganzen Bundesland möglich sein. Dann würden Öffnungsschritte, die zum 20. März greifen, wieder zurückgenommen werden.

Im „ZDF-Morgenmagazin“ erklärte Lauterbach, der sich mit Buschmann bereits über eine entsprechende Rechtsgrundlage verständigt habe: „Alles öffnen, das ist natürlich nicht vorgesehen.“ Die Hotspot-Regel sei ein Instrumentarium, „mit dem die Länder sofort auf neue Ausbrüche oder auf hohe Fallzahlen reagieren können.“ So könnte man trotz umfassender Öffnungsschritte mögliche Corona-Wellen im Herbst und Winter in den Griff bekommen (mehr zum Coronavirus in NRW* auf RUHR24).

Ab dem 20. März fallen viele Corona-Regeln weg. Eine Maskenpflicht im Freien besteht schon länger nicht mehr.

Corona-Regeln ab 20. März: Welche Maßnahmen für Hotspots gelten sollen

Für eine gesetzliche Verankerung der Hotspot-Regel fehlt aktuell noch die Zustimmung der Parlamente der Bundesländer. Stimmen diese zu, könnten bei einer „sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage“ über den 20. März hinaus folgende Corona-Maßnahmen in Hotspots verhängt werden:

  • Maskenpflicht, Abstandsregeln und verschiedene Hygienekonzepte (zum Beispiel in Restaurants oder Freizeiteinrichtungen)
  • Eine Wiedereinführung von 2G oder 3G bei Veranstaltungen oder dem Besuch von Freizeit- und Kultureinrichtungen
  • Testpflicht in Schulen und Pflegeheimen

Nach Omikron: Hotspot-Regelung könnte auch bei neuer Corona-Virusvariante greifen

Dem ZDF sagte Justizminister Marco Buschmann (FDP) in Bezug auf die neuen Regeln ab dem 20. März: „Das ist der ideale Kompromiss, um einerseits so viel Normalität wie möglich für die Bürgerinnen und Bürger zu bekommen und andererseits handlungsfähig zu sein, wenn es tatsächlich eine konkrete Gefahrensituation gibt.“

Um eine Gefahrenlage festzustellen, die eine Hotspot-Regelung notwendig macht, müssen entweder die Infektionszahlen besonders hoch sein oder sich eine neue, gefährlichere Corona-Virusvariante ausbreiten.

Neue Corona-Regeln ab 20. März: Hotspot-Regelung soll bis zum 23. September bestehen bleiben

Die neuen Regeln sind bis zum 23. September 2022 befristet. Dieses benannte „Ablaufdatum“ sei besonders wichtig, denn so könnten sich die Menschen sicher sein, „dass alle Corona-Maßnahmen im Herbst auslaufen, sollte die Lage nicht eine Neubewertung erfordern“, so Stephan Thomae, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag gegenüber der WAZ. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Imago/Michael Gstettenbauer

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