Joachim Stamp (FDP)

NRW-Minister stellt Notwendigkeit von Corona-Maßnahmen auf den Prüfstand

Der NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Maßnahmen ständig zu überprüfen – und auf Basis aktueller Erkenntnisse zu hinterfragen.

NRW – Auf dem digitalen Landesparteitag der FDP hat Joachim Stamp sich am Samstag (22. Januar) für mehr Augenmaß bei den Grundrechtseingriffen ausgesprochen. Der NRW-Landesvorsitzende der FDP hatte bereits im Vorfeld für Aufsehen gesorgt, da er eine Alternative zur Impfpflicht angesprochen hatte, weiß RUHR24*.

Joachim StampMinister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
Politische ParteiFreie Demokratische Partei (FDP)
Alter51 Jahre (geb. 21. Juni 1970)

Joachim Stamp (FDP): NRW-Familienminister mahnt zur Überprüfung von Maßnahmen

Laut Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) habe Joachim Stamp (FDP) am Samstagmorgen gegenüber seinen Parteikollegen erklärt, jede neue wissenschaftliche Erkenntnis müsse stets dazu führen, dass die jeweils geltenden Maßnahmen zügig überprüft werden.

Sobald verantwortbar, müssten sie dann auf Basis solcher neuen Erkenntnisse auch schnell wieder außer Kraft gesetzt werden (weitere News zum Coronavirus in NRW* auf RUHR24).

NRW-Familienminister: Beratungspflicht könnte Impfpflicht ersetzen

Auch bei der allgemeinen Impfpflicht müssten Grundrechtseingriffe sorgfältig gegeneinander abgewogen werden, habe der NRW-Familienminister angemahnt. Joachim Stamp (FDP) hatte bereits vor dem Landesparteitag seiner Partei eine mögliche Alternative zur Impfpflicht ins Gespräch gebracht*.

Es reiche „möglicherweise“ aus, allen über 18-Jährigen einen verpflichtenden Beratungstermin anzubieten, so der Vorschlag des NRW-Ministers, den er gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger äußerte. Eine solche „Beratungspflicht“ könne dann die Impfpflicht ersetzen – auch so könne eine höhere Immunisierungsquote der Bevölkerung erreicht werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW stieg am Samstag (22. Januar) laut Robert Koch-Institut auf 733,6 an. In insgesamt zehn Städten und Kreisen liegt die Inzidenz mittlerweile bei über 1000 – dazu zählen beispielsweise Wuppertal, Herne oder der Märkische Kreis. (mit dpa-Material) *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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