Markus Söder greift durch

Corona in NRW: Bayern als Vorbild für Coronavirus-Regeln an den Feiertagen?

Das Bundesland Bayern verschärft aktuell massiv die geltenden Corona-Regeln. Auch zu den Feiertagen. In NRW werden die Rufe nach Verschärfungen in der Coronavirus-Pandemie ebenfalls lauter.

Update, Dienstag (8. Dezember), 10 Uhr: Düsseldorf/München – Aktuell gibt es im Bundesland Nordrhein-Westfalen sieben Kreise und Städte mit einem Corona-Inzidenzwert von über 200. Dazu gehören der Landkreis Lippe und die Städte Hagen, Wuppertal, Duisburg, Bielefeld, Mülheim an der Ruhr und Solingen.

Corona in NRW: Karl-Josef Laumann (CDU) deutet strengere Regeln an

„Da das Infektionsgeschehen zum Teil sehr unterschiedlich ist, müssen für die Lage vor Ort auch passgenaue Maßnahmen getroffen werden“, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gegenüber der dpa. Man müsse sich auch über ein bundesweit restriktives Vorgehen Gedanken machen, um die Neuinfektionen zu reduzieren. Was er meint: Eventuell müssen strengere Corona-Regeln her.

Auch SPD-Politiker Thomas Kutschaty äußerte sich über die aktuellen Corona-Regeln zu den Feiertagen. Man müsse über einen restriktiveren Kurs zu Silvester nachdenken. Feiern mit bis zu zehn Personen seien in der aktuellen Lage nicht mehr vertretbar.

Erstmeldung, Montag (7. Dezember): Markus Söder (CSU) greift durch, wie RUHR24.de* berichtet. Ab dem 9. Dezember gilt im Bundesland Bayern der sogenannte Katastrophenfall. Zudem kommen härtere Regeln wie Ausgangssperren in der Coronavirus-Pandemie*.

BundeslandNRW
HauptstadtDüsseldorf
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Vorbild Bayern: Verschärfungen der Corona-Regeln zu Weihnachten und Silvester auch in NRW möglich

Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 greift eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr. Das Haus darf nur noch aus einem triftigen Grund verlassen werden. Kurios aber: Auch Weihnachtseinkauf und Besuch eines Gottesdienstes zählen dazu. Alkohol unter freiem Himmel wird verboten.

Was in NRW für große Diskussionen gesorgt hat, ist in Bayern ab dem 9. Dezember möglich. An Berufsschulen gilt Distanz-Unterricht. In Corona-Hotspots ist der Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 200 möglich. Letztendlich dürfen sich vom 23. bis zum 26. Dezember Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. Aber: Die geplanten Lockerungen zu Silvester werden aufgehoben.

Corona-Situation in Bayern dramatisch: Doch auch in NRW steigen die Coronavirus-Infektionen

Neben Baden-Württemberg ist nun Bayern auch ein Bundesland, in dem Ausgangsbeschränkungen verhängt worden sind. Das berichtet auch merkur.de*. Zieht das Bundesland NRW nach?

Bayern (176,3), Baden-Würrtemberg (150,0) und NRW (142,0) gehören zusammen mit Thüringen (167) Sachsen (301) und Berlin (182) zu den am heftigsten vom Coronavirus getroffenen Bundesländern, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet (Stand: 6. Dezember).

Coronavirus in NRW: Die Grünen wollen Corona-Regeln zu Weihnachten und Silvester überdenken

Auch in NRW würden sich einige Akteure verschärfte Regeln wünschen (alle News zu Corona in NRW* auf RUHR24.de). Felix Banaszak (Die Grünen) meint, dass man über die Lockerungen zu Silvester und vielleicht sogar zu Weihnachten noch einmal diskutieren sollte. Bislang sei es nicht gelungen, die Coronavirus-Zahlen zu stabilisieren.

Bayern verschärft die Corona-Regeln. Auch in NRW werden de Rufe nach Verschärfungen lauter

Das Gesundheitssystem würde sich in NRW an den Punkt der sogenannten Überforderung annähern, so der Politiker der Grünen gegenüber der WAZ. Nach Informationen der Deutschen Vereinigung für Intensivmedizin (DIVI), die das sogenannte Intensivregister für Intensivbetten führt, sind in NRW aktuell von 6.482 Intensivbetten nur noch 1.156 frei (Stand 7. Dezember). Allerdings gibt es eine Notfallreserve von 2.570 Betten, die innerhalb der nächsten sieben Tage aufgestellt werden kann.

Corona in Deutschland: Markus Söder handelt in Bayern - Warten auf Reaktion von Armin Laschet

In Bayern (631) und Baden-Württemberg (735) sind aktuell weniger Intensivbetten frei. Das erklärt den drastischen Kurswechsel von Ministerpräsident Markus Söder und die verschärften Corona-Regeln in Bayern. Zieht NRW-Amtskollege Armin Laschet (CDU) jetzt nach?

Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung gibt es in NRW zu Weihnachten und Silvester* gelockerte Regeln. Größere Treffen sind möglich. Vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 dürfen sich zu privaten Feiern bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Kinder bis zu 14 Jahren sind ausgeschlossen.

Corona in Deutschland: Helge Braun (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) sprechen sich für härtere Regeln aus

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat gegenüber der Bild einen weiteren Corona-Krisengipfel von Bund und Ländern angekündigt. Allgemeine Verschärfungen seien nicht ausgeschlossen. Wie auch wa.de berichtet, spricht SPD-Politiker Karl Lauterbach von 25.000 Toten bis Ende Januar für den Fall von ausbleibenden Verschärfungen zu Silvester (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker* von RUHR24.de).

Es ist also nicht ausgeschlossen, dass es auch im Bundesland NRW zu weitere Verschärfungen bei den Corona-Regeln kommen wird. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Dennis Liedschulte/RUHR24.de/Arne Dedert/dpa / Collage: RUHR24.de

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