Corona-Sommerwelle

Dortmunder wehrt sich gegen Corona-Verordnung: Tests bleiben kostenlos

Seit dem heutigen Donnerstag (30. Juni) sind Corona-Bürgertests nicht mehr kostenlos. Einige Anbieter wehren sich dagegen und bieten weiterhin Gratis-Tests an.

Dortmund – Es war die Corona-Nachricht zum Ende des Monats Juni: Die kostenfreien Corona-Bürgertests in den diversen Testzentren im Land werden künftig Geld kosten. Ab 30. Juni müssen Testwillige zum Portmonee greifen. Das finden allerdings einige Betreiber von Testzentren nicht richtig und rebellieren gegen die Regel. RUHR24 weiß, dass auch ein Dortmunder Testzentrum darunter ist.

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Coronatests kosten künftig 3 Euro – Dortmunder wehrt sich gegen Maßnahmen

Die aktuell geltenden Corona-Regeln wurden verlängert. Die Maskenpflicht gilt weiterhin im öffentlichen Nahverkehr als auch in Pflegeeinrichtungen. Was aber nicht mehr gilt, sind kostenlose Coronatests – sogenannte Bürgertests – in den Testzentren. Bürger, die nicht zu der Personengruppe gehören, die weiterhin Gratis-Coronatests bekommen können, beteiligen sich ab Donnerstag (30. Juni) mit 3 Euro an dem Bürgertest.

Wer sich ohne Grund testen lassen will, muss komplett selbst bezahlen. Die Preise muss das Testzentrum draußen anschlagen. Das wiederum finden einige Betreiber von Testzentren nicht richtig und wollen weiterhin gratis Coronatests anbieten.

Einer von ihnen ist der Dortmunder Yves Oecking. Er betreibt eine Teststation in Dortmund-Huckarde sowie am Hauptbahnhof – und will auf seinen Eigenanteil verzichten.

Corona: Dortmunder wehrt sich – kostenlose Tests bei roter Corona-Warn-App

„Die endenden kostenlosen Bürgertests für alle, mitten zum Start der Reisesaison und während ansteigenden Inzidenzen, sorgen bei uns für Irritationen. Ebenso, dass zum Beispiel Enkel, die ihre Großeltern im privaten Rahmen besuchen möchten, von kostenlosen Tests ausgeschlossen sind, beziehungsweise, wenn die Großeltern über 60 sind, einen Eigenanteil von 3 Euro zu zahlen hätten“, teilt Oecking gegenüber RUHR24 mit.

Er und sein Team haben beschlossen, die Tests weiterhin kostenlos in Dortmund anzubieten. Dies gelte auch für Besucher von Indoor-Veranstaltungen oder bei einer roten Corona-Warn-App. „Darüber hinaus haben wir die Kosten für die Testung ohne Anlass von 15 Euro auf 9,50 Euro reduziert, um hier ein möglichst niederschwelliges Testangebot zu schaffen.“

Dortmund: Corona-Verordnung „ist ein Bürokratie-Monster“ – kostenfreie Tests in Wuppertal

Seiner Meinung nach sei die Abschaffung der kostenfreien Coronatests ein „Bürokratie-Monster“ und führe zu einer Testmüdigkeit unter der Bevölkerung. Infektionsketten würden somit unentdeckt bleiben.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Deutsche Rote Kreuz in Wuppertal. Laut der Westdeutschen Zeitung werde das Coronatest-Zentrum in der Hünefeldstraße in Wuppertal weiterhin kostenfreie Tests anbieten. „Der Schutz vor dem Coronavirus darf keine Frage des Geldbeutels sein“, heißt es in dem Bericht der Regionalzeitung.

Corona-Tests sind ab dem 30. Juni nicht mehr kostenlos. (Symbolfoto)

In der Stadt Münster geht es sogar noch weiter. Ganze acht Teststationen bleiben kostenlos. „Wir verzichten im Juli auf den Eigenanteil von drei Euro, um allen Bürgern während der aktuellen Sommerwelle weiterhin die Möglichkeit zu geben, sich so verantwortungsvoll wie möglich verhalten zu können“, teilte eine Sprecherin der Betreiber am Mittwoch (29. Juni) mit.

Corona-Sommerwelle rollt über NRW: Aktuelle Inzidenz und die neue Variante BA.5

Die aktuelle Sommerwelle rollt derweil über NRW. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infizierten in Nordrhein-Westfalen liegt konstant deutlich über dem Bundesstand. Am Donnerstag (30. Juni) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in NRW laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 782,4. Am Vortag betrug der Wert 774,0.

In Dortmund habe man bereits einen Schuldigen für die Coronawelle ausgemacht: Es ist die neue Virusvariante BA.5. Die Variante, gegen die die bisherigen Impfungen offenbar nicht so gut wirken, wie erhofft, sorgt seit Tagen für steigende Zahlen.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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