Impfung gegen Coronavirus

Fataler Corona-Irrtum: Stadt Dortmund befürchtet Gefahr und schlägt Alarm

Dortmund befindet sich aktuell in einer fatalen Corona-Situation. Jetzt schlägt die Stadt Alarm – und räumt mit gefährlichen Vorstellungen mancher Bürger auf.

Dortmund – Die Corona-Lage in Dortmund* lässt sich derzeit am besten mit dem aktuellen Wetter vergleichen: Noch ist sie unbeschwert und entspannt, doch am Horizont ziehen bereits dunkle Wolken auf – erwartet uns schon in Kürze ein echtes Corona-Donnerwetter? Die Stadt warnt die Bürger jetzt jedenfalls vor der trügerischen Lage und räumt mit fatalem Irrglauben auf. RUHR24* fasst die wichtigsten Aussagen der Stadt zusammen.

Corona-Inzidenz in Dortmund18,2 (Stand: 28. Juli)
Aktuell infizierte Personen160
Bislang genesene Personen28.000

Corona in Dortmund: Inzidenz steigt, Sorglosigkeit nimmt zu

Da wäre zum Beispiel der Irrglaube, die AHA-Regeln seien aktuell nicht mehr so wichtig. Abstand halten oder Maske tragen? Es ist doch Sommer und es ist sowieso fast jeder in Dortmund geimpft! Falsch gedacht.

Am Dienstag (27. Juli) waren in Dortmund erst 307.498 Menschen vollständig geimpft. Also etwas mehr als die Hälfte. Heißt auch: Da draußen ist jeder Zweite eine potenzielle Corona-Gefahr. Zumal die Impfung, auch bei vollständig geimpften, nicht zu 100 Prozent vor einer Ansteckung schützt. Der Schutz wird umso größer, wenn sich zwei vollständig Geimpfte begegnen.

Kein Wunder, dass die Corona-Zahlen aktuell steigen und steigen und seit Montag (26. Juli) wieder strengere Maßnahmen gelten*. Am Mittwoch (28. Juli) lag die Inzidenz bei 18,2 – eine Woche zuvor war sie noch bei 9,2.

Delta-Variante in Dortmund: Coronavirus wieder auf dem Vormarsch

Gleichzeitig stellt Frank Renken, Chef des Gesundheitsamts Dortmund, derzeit irritierenderweise eine „zunehmende Sorglosigkeit in Bezug auf das Coronavirus* in allen Lebensbereichen“ fest. Dabei grassiert derzeit in Europa die Delta-Variante, die sich schneller ausbreitet als die Ur-Form und als gefährlicher gilt – siehe die steigende Inzidenz.

Renken verweist deshalb abermals auf die Bedeutung, bei Treffen in Innenräumen zu lüften, Maske zu tragen und Abstand zu halten. An der frischen Luft dagegen könne man laut Renken „relativ sicher sein, dass die Aerosole dort durch den Wind schnell verteilt und damit als Ansteckungsquelle unwirksam werden.“ Heißt: Treffen mit ungeimpften Freunden und Verwandten nach wie vor nach draußen verlegen (hier weitere Corona-News aus Dortmund* bei RUHR24 lesen).

Dortmund: Impfquote muss auf 80 Prozent steigen, ist aber erst bei etwa 50

Diese Regeln sollten so lange beachtet werden, bis Dortmund eine Impfquote von 80 Prozent habe. Doch davon ist die Stadt noch lange entfernt. Denn die sommerlich-sorglose Lage veranlasst Dortmunder immer häufiger dazu, auf die Zweitimpfung zu verzichten. Doch nur diese schützt gut vor einer Covid-19-Infektion. Zu viele Menschen glauben, schon die erste Impfung würde ausreichend vor einer Infektion schützen.

Die Maske ist in der City von Dortmund nicht mehr nötig – jedenfalls noch nicht. Denn die Corona-Zahlen steigen wieder.

Doch lediglich, wer sich mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson impfen lasse, so Renken, brauche eine einzige Impfung. Gleiches gelte für Menschen, die von Corona genesen seien. Für diese Dortmunder reiche es auch aus, sich sechs Monate nach Ende der Erkrankung mit einem Impfstoff der Wahl impfen zu lassen. Alle anderen bräuchten zwei Impfungen mit den Impfstoffen von Astrazeneca, Moderna oder Biontech.

Dortmund: Erwachsene sollten sich gegen Corona impfen lassen, um auch Kinder zu schützen

Dass sich jeder Erwachsene impfen lasse, sei nicht nur ein Schutz für sich selbst, sondern auch für die vielen Dortmunder Kinder bis 12 Jahren, für die eine Corona-Impfung noch nicht zugelassen ist. Und: Schon jetzt wird darüber debattiert, ob Ungeimpften künftig etwa ein Besuch im Stadion oder im Restaurant verwehrt bleiben könne*, um alle anderen zu schützen. Gut möglich, dass für Ungeimpfte in Zukunft ein Großteil des Freizeitlebens in sich zusammenfallen könnte. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi, Florian Forth/RUHR24; Collage: RUHR24

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