Eishockey

Zoe Wintgen sammelt erste Länderspielerfahrung – und trifft

Zoe Wintgen genoss die Zeit im Nationaltrikot – und hätte nichts gegen eine Wiederholung.
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Zoe Wintgen genoss die Zeit im Nationaltrikot – und hätte nichts gegen eine Wiederholung.

Eishockey: Beim Debüt für Deutschlands U18-Frauen erzielt die Solingerin nach wenigen Minuten gleich ihr erstes Tor.

Von Fabian Herzog

Mit einer riesigen Portion Stolz, aber dennoch relativ gelassen verfolgten Marvin und Melanie Wintgen am Samstag das Länderspiel der deutschen U18-Frauen in Füssen gegen Österreich. „Wir waren ja quasi nur Zuschauer“, erklärt Erstgenannter, der langjährige Stürmer des EC Bergisch Land. Nach wenigen Minuten sollte sich der Gemütszustand aber schlagartig ändern, als Tochter Zoe plötzlich in ihrer allerersten Partie im Nationaltrikot das 1:0 erzielte. „Da musste meine Frau erst einmal kurz vor die Tür“, erzählt der Solinger schmunzelnd.

Erstmals durfte die erst 14-Jährige in der DEB-Auswahl ihr Können unter Beweis stellen – und das direkt in der U18. „Natürlich war ich total nervös“, gibt Zoe Wintgen zu, „aber das war schnell wieder weg, weil ich mich einfach auf das Spiel konzentriert habe. Als es losging, wollte ich natürlich alles richtig machen, und da hat man dann keine Zeit mehr, drüber nachzudenken.“ Schon zuvor hatte sie die erste Herausforderung gemeistert: das Singen der Nationalhymne. „Das war schon komisch, als die gesamte Halle still wurde“, erzählt die textsichere Solingerin: „Den habe ich mir vorher sicherheitshalber noch mal genau angeguckt, damit mir da kein Fehler passiert.“

Das gelang, wie auch der traumhafte Einstand mit dem 1:0 in der achten Minute. „Ich habe gesehen, dass die Scheibe zum Tor geht, also bin ich nachgegangen, um den Rebound zu nehmen.“ Als der Puck einschlug, war die Freude verständlicherweise „extrem groß“. Wobei im Spiel selbst gegen starke Österreicherinnen, die am Ende mit 6:1 und am nächsten Tag noch einmal mit 3:1 die Oberhand behielten, gar keine Zeit geblieben sei, den Moment auszukosten. „Erst später habe ich realisiert, was wirklich passiert ist.“

Dazu bot die Rückfahrt aus dem Allgäu die perfekte Gelegenheit. Eine Strecke, die ihr Vater mittlerweile fast schon mit geschlossenen Augen fährt. Schließlich hat Marvin Wintgen seine eishockeybegeisterte Tochter zuletzt öfter zum Bundesleistungsstützpunkt nach Füssen gebracht, wo die Neuntklässlerin des Gymnasiums Vogelsang, deren Schulleiter sie gerne für solche Anlässe vom Unterricht freistellt, einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Dahinter steckt jedoch eine Menge Trainingsfleiß. Viermal pro Woche steht Zoe Wintgen für drei Stunden auf dem Eis, dazu kommen meist zwei Spiele am Wochenende. Denn sie gehört nicht nur den Zweitliga-Frauen ihres Heimatvereins EC Bergisch Land an, sondern spielt auch in der männlichen U15 der Düsseldorfer EG in der Regionalliga.

Ein immenser Aufwand, den die Solingerin aber gerne auf sich nimmt. Erst recht, wenn er zu solchen Erlebnissen wie am Wochenende führt. „Ich habe jede Menge neue Erfahrungen gemacht und gezeigt, was ich kann“, blickt sie zurück und scheint Gefallen am DEB-Trikot gefunden zu haben: „Ich möchte gerne so viele Spiele wie möglich für die Nationalmannschaft bestreiten.“ Ihre Eltern würde das sicherlich freuen. Auch wenn es weiter so großen Einfluss auf den Gemütszustand haben könnte.

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