Handball

HSV wird drei Sekunden vor dem Abpfiff kalt erwischt

Bei der eingewechselten Luca Tesche lief es im Angriff leichter als insgesamt im Team. Sie sammelte viel Selbstvertrauen. Foto: Moritz Alex
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Bei der eingewechselten Luca Tesche lief es im Angriff leichter als insgesamt im Team. Sie sammelte viel Selbstvertrauen.

24:25-Niederlage für Solingens Frauen in der 2. Handball-Bundesliga.

Von Jürgen König

Als Vanessa Brandt nach 59 Minuten und 35 Sekunden den 24:24-Ausgleich für ihren HSV Solingen-Gräfrath erzielte, war die Hoffnung auf eine weitere Aufbesserung des ohnehin stolzen Punktekontos groß. Aber Prudence Kinlend drückte drei Sekunden vor Ende mit ihrem neunten Treffer endgültig den Stempel auf eine Partie, die der gastgebende Tus Lintfort glücklich mit 25:24 (11:10) für sich entschied. „So ein spätes Ding ist sehr ärgerlich, wir hätten gerne zumindest den einen Punkt mitgenommen“, sagte Kerstin Reckenthäler. Die allerdings auch einräumte, dass man die ganze Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen sei – nur beim 1:0 gab es die Führung.

Die HSV-Trainerin ist nicht gerade dafür bekannt, frühzeitig zur Auszeit zu greifen, am Samstagabend tat sie es. Beim Stande von 3:6 in der 14. Minute forderte sie von ihrem Team mehr Mut und Selbstvertrauen im stockenden Angriff ein. Nach Durststrecke und mit Verzögerung (3:8, 16.) kam die Botschaft an, inklusive des 100. Saisontreffers von Brandt zum 7:9 (19.) befand man sich auf Kurs und zur Pause auf Augenhöhe. Was insbesondere ein Verdienst der ordentlichen Abwehr inklusive Torhüterin Natascha Krückemeier war.

An ihr lag es nicht, dass den Gästen die zweite Führung der Partie verwehrt blieb. Krückemeier streute stets Paraden ein, Lintfort scheiterte gleich drei Mal vom Siebenmeterpunkt an ihr oder den eigenen Nerven. Und so war die Hoffnung auf den nächsten Auswärtscoup allgegenwärtig, trumpfte doch eine Spielerin im HSV-Trikot auf: Luca Tesche, die im zweiten Durchgang nicht nur mit vier Toren glänzte. „Sie hat ein richtig gutes Spiel gemacht, andere haben dafür diesmal keinen guten Tag erwischte“, resümierte Kerstin Reckenthäler, die betonte, dass man der guten Saison zum Trotz eben keine Spitzenmannschaft der 2. Liga sei.

So stimmten in Kamp-Lintfort Kampfgeist und Moral, dem gegenüber standen fehlende Entschlossenheit und zu große Anspannung. Reckenthäler: „Wir können besser spielen, haben aber keinen Grund, an uns zu zweifeln.“

HSV Solingen-Gräfrath: Krückemeier, Fahnenbruck (nicht eingesetzt); Brandt (7, 1), Tesche (4), Fabisch (3), Müller (2), Penz (2), Senel (2), Nanfack (2, 1), Karathanassis (1), Reinarz (1), Bongartz (n. e.)

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