Faustball

Wintermärchen der OTV-Frauen geht weiter

So jubelt ein DM-Endrunden-Teilnehmer: Die OTV-Faustballerinnen hatten allen Grund zur Freude.
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So jubelt ein DM-Endrunden-Teilnehmer: Die OTV-Faustballerinnen hatten allen Grund zur Freude.

Faustball-Erstligist sichert sich erstmals in der Vereinsgeschichte die Teilnahme an der DM-Endrunde.

Von Fabian Herzog

Die Faustballerinnen des Ohligser TV haben es geschafft! Am Sonntagvormittag qualifizierte sich der Aufsteiger endgültig für die Endrunde um die diesjährige Deutsche Meisterschaft, schrieb damit ein weiteres Kapitel seines Wintermärchens und ganz nebenbei Vereinsgeschichte. Denn: Noch nie war einer OTV-Mannschaft der Sprung unter die besten sechs Teams in Deutschland gelungen, was für große Emotionen am Schützenplatz sorgte. „Ich hatte Gänsehaut“, gab Kaja Hutz zu.

Dabei beschrieb die Kapitänin aber nicht den Moment nach dem entscheidenden 3:1 (11:8, 7:11, 11:9, 11:5)-Sieg direkt in der ersten Partie des Doppelspieltags gegen den Ahlhorner SV, sondern den nach dem verwandelten Punkt zum 10:5 im vierten Satz. „Da konnte dann ja nichts mehr schiefgehen.“ Wenig später war es vollbracht, was bis zu 100 Zuschauer bejubelten. „Die Stimmung war wieder super“, schwärmte Hutz, für deren Team ein Traum in Erfüllung ging. Klar, dass da auch das eine oder andere Freudentränchen kullerte.

Völlig entspannt konnte der Spitzenreiter die zweite Partie des Tages angehen. Gegen Schlusslicht TSV Essel ließen Hutz, Jessica Marks, Lina Hasenjäger, Kati Hofmann, Jana Hasenjäger, Verena Heidelberg und Jacqueline Börste aber auch überhaupt nichts anbrennen, stellten ihre Klasse ein weiteres Mal unter Beweis und gewannen locker mit 3:0 (11:7, 11:2, 11:5).

Das nächste Saisonziel war also erreicht. Lautete dieses vor dem Start erst einmal Klassenerhalt und nach famosen Siegen irgendwann Endrunden-Teilnahme, könnte der OTV bei nur noch einem ausstehenden Doppel-Spieltag in zwei Wochen in Hannover den DM-Showdown – die ersten Drei qualifizieren sich – als Nord-Meister angehen. Wobei das möglicherweise eine schwierigere Gruppe bedeuten könnte. „Das ist uns relativ egal. Wir wollen weiter einfach jedes Spiel gewinnen“, sagte Hutz. Könnte es also sogar zum ganz großen Wurf reichen? „Alles, was jetzt noch kommt, ist die Kür. Aber nichts ist unmöglich“, so die Kapitänin lächelnd. Was sie und ihre Teamkolleginnen in den bisherigen Spielen eindrucksvoll gezeigt haben.

Die Planungen für das erste März-Wochenende nehmen nun jedenfalls Fahrt auf. Für die Tour zur Öläckersporthalle ins beschauliche Ötisheim, nordöstlich von Pforzheim gelegen, soll es einen Fan-Bus geben. T-Shirts für die Mitreisenden sind ebenfalls in Planung. Und auch die Unterbringung kann nun endlich konkret gesucht werden, nachdem damit in den vergangenen Wochen trotz hoher Erfolgswahrscheinlichkeit vorsichtshalber noch gewartet wurde. „Karma und so“, sagte Kaja Hutz.

Einen kuriosen Doppelspieltag erlebte die zweite Frauen-Mannschaft des OTV in der 2. Bundesliga. Beim Schlusslicht und damit Abstiegskonkurrenten TV Brettorf III fand die junge Mannschaft von Benjamin Otto überhaupt nicht in die Spur und zog überraschend klar mit 0:3 (6:11, 4:11, 3:11) den Kürzeren. Der stärker eingeschätzte MTV Diepenau wurde dagegen 3:0 (13:11, 15:14, 11:7) bezwungen. „Da konnten wir eben befreit aufspielen und hatten nichts zu verlieren“, analysierte der Coach.

Die Ohligser Verbandsliga-Männer feierten zum Abschluss der regulären Saison Siege gegen Gastgeber SSV Overath (11:4, 11:7, 11:5) und den TuS Oberbruch (9:11, 10:12, 11:5, 11:6, 11:9). Als Meister geht es nun in die Aufstiegsrunde, die Ende Februar wohl in Hannover gespielt wird.

Gegner

Aus dem Süden sind bei der DM-Endrunde neben Gastgeber Ötisheim der TSV Calw und als Meister der TSV Dennach qualifiziert. Dieser ist noch ungeschlagen und hat zuletzt wieder den Champions Cup, also die europäische Königsklasse, gewonnen.

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