Fußball

Wie Lewandowski: Alina Scheben führt Rangliste an

Im Training schießt sich Alina Scheben schon einmal warm, um ab Mitte März weiter in der Meisterschaft zu knipsen.Foto: Kurt Kosler
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Im Training schießt sich Alina Scheben schon einmal warm, um ab Mitte März weiter in der Meisterschaft zu knipsen.

Große Ehre für die TSV-Fußballerin, die in zwölf Spielen schon 32 Mal getroffen hat.

Von Fabian Herzog

In einer Rangliste mit Robert Lewandowski aufzutauchen und damit quasi in einem Atemzug mit dem Ausnahmestürmer des FC Bayern genannt zu werden, davon können viele Fußballerinnen und Fußballer nur träumen. Alina Scheben darf also, bei aller Bescheidenheit, die die 20-jährige Angreiferin des Bezirksligisten TSV Solingen auszeichnet, verdammt stolz sein. Denn mit ihren 32 Toren, die sie in den bisherigen zwölf Partien (am ersten Spieltag fehlte sie urlaubsbedingt) erzielt hat, führt sie im Kampf um die Torjägerkanone des Fachmagazins Kicker. Dieser hat 2019 einen bundesweiten Wettstreit ins Leben gerufen, in dem der beste Torjäger und die beste Torjägerin nahezu aller Ligen bis weit runter in den Amateurbereich gesucht werden.

So ist die Rangliste im Fachmagazin kicker erschienen. Screenshot: ad

Während Lewandowski aktuell also auch in dieser Saison in der Bundesliga die Nummer eins ist, gibt es in ganz Deutschland derzeit keine Fußballerin in der sechsthöchsten Klasse, die häufiger als Scheben getroffen hat. „Das ist natürlich eine coole Sache“, sagt die Wermelskirchenerin, die selbst zwar auch nicht damit gerechnet hatte, einmal im Kicker zu landen, aber nicht so überrascht war, wie Freunde von ihr. „Mit denen rede ich sonst nicht so viel über Fußball oder erzähle ihnen von meinen Toren“, berichtet Scheben. Als diese dann die Rangliste entdeckten, trauten sie ihren Augen nicht und schickten der Torjägerin direkt eine Nachricht. „Sogar ehemalige Lehrer von mir haben sich gemeldet“, erzählt Alina Scheben, die in Köln Französisch und Pädagogik auf Lehramt studiert und in naher Zukunft in die Domstadt ziehen will.

Trotzdem wird sie weiter für den TSV stürmen. Schließlich hat sie mit dem Spitzenreiter ein großes Ziel: den Aufstieg in die Landesliga. „Wir glauben alle ganz fest daran“, sagt die 20-Jährige, die beim SSC 95/98 angefangen und schon damals mit Lucie Kurth, Alina Westmeier und Anna Günther ein Team gebildet hat. Gemeinsam endlich den Sprung nach oben zu schaffen, das wäre die Krönung ihrer Zeit als Fußballerinnen. „Wir müssen so weitermachen wie letztes Jahr“, meint Scheben. „Dann schaffen wir das.“

Nicht auszuschließen, dass sie im Sommer dann doppelten Grund zur Freude hat. Wenn Alina Scheben ihre beeindruckende Quote beibehält, könnte die Angreiferin des TSV neben dem Aufstieg in die Landesliga auch die Torjägerkanone bejubeln. Vielleicht ja in etwa zeitgleich mit Robert Lewandowski. . .

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