Tennis

Widdert schaut in eine Wundertüte

Auf Simon Beaupain ruht in Reihen des STC 02 viel Hoffnung. Der Belgier soll als ausländische Kraft gesetzt sein. Foto: Christian Beier
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Auf Simon Beaupain ruht in Reihen des STC 02 viel Hoffnung. Der Belgier soll als ausländische Kraft gesetzt sein.

Der Start in die Tennis-Saison verlangt den STC-Herren viel ab.

Von Jürgen König

Am kommenden Sonntag findet die lange Tennis-Pause – im Winter wurden die Clubs komplett von Corona ausgebremst – ihr Ende. Das gilt für sämtliche Ebenen und Klassen, also auch für Solingens Aushängeschild: die Herren des STC 02, die nach ihrem direkten Wiederaufstieg nun in der 3. Liga West gefordert werden. „Das wird eine Wundertüte, es kann keine valide Prognose geben“, sagt Karsten Saniter.

Mit seiner Tennisschule SKM eng in die Abläufe an der Widderter Straße eingebunden, ist Saniter seit vielen Jahren auch für die Belange des klassenhöchsten Teams zuständig. Und wird von den Kollegen geschätzt. So war es kein Zufall, dass von ihm die Initiative maßgeblich ausging, Unmut bei den spielleitenden Stellen zum Ausdruck zu bringen. „Es ist einfach nicht wahr, dass unsere Planungen unter Corona-Maßstäben stattgefunden haben“, erklärt der STC-Coach. Die Forderung der Clubs war angesichts der eingetretenen Unwägbarkeiten, auf Absteiger zu verzichten – es bleibt aber wohl dabei, um die Gruppen zu reduzieren.

Konzept mit Banes lässt sich nicht umsetzen

Am Beispiel der Solinger lässt sich treffend aufzeigen, wie sich gut gemeinte Planungen in Luft aufgelöst haben. Der Kader war eindeutig auf die alte und neue Nummer eins, Maverick Banes, zugeschnitten. Der im Verein bestens angenommene Australier wäre eigentlich die ganze Zeit über in der Klingenstadt geblieben, kann coronabedingt aber nicht kommen. „Das ist eine erhebliche Schwächung“, setzt Saniter nunmehr auf den etablierten Belgier Simon Beaupain, nach Möglichkeit auf einen zweiten Ausländer und dann das bekannte deutsche Quintett: Gero Kretschmer, Moritz Poswiat, Ferdinand Spickhoff, Benjamin Loccisano und Nico Mertens. Pech droht als Folge der Terminverschiebungen auch bei der Personalie Romain Arneodo, der nach dem Doppelturnier von Wimbledon im Juli nicht mehr zurückkehren dürfte. Erschwerend kommt hinzu, dass Spickhoff und Co. nicht oder seltener in den unteren Mannschaften zum Einsatz kommen können.

Zum Start (13. Juni, 11 Uhr) geht es in Widdert gegen den stark eingeschätzten und leicht favorisierten Marienburger SC. Zuschauer haben freien Eintritt, benötigen keinen Test und draußen keine Maske, müssen aber jederzeit auf die Abstandsregel achten. „Auch wenn die Vorbereitungen sehr intensiv sind, ist die Vorfreude, dass es endlich losgeht, natürlich riesengroß“, weiß die STC-Vorsitzende Simone Carius um den hohen Aufwand bei Nachverfolgung und rund um die Gastronomie – auch hier endet eine lange Durststrecke.

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