Fußball

Weyersberg-Blitzstarter setzen sich durch

Eine von vielen Britannia-Chancen vor der Pause: Auch dieser anspruchsvolle Abschluss von Burak Akgün fand nicht ins Ziel. Foto: Andreas Horn
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Eine von vielen Britannia-Chancen vor der Pause: Auch dieser anspruchsvolle Abschluss von Burak Akgün fand nicht ins Ziel.

Fußball-Bezirksliga: DV schlägt Eller 3:0 – Britannia unterliegt 2:6 gegen Baumberg 2.

Von Timo Lemmer

Frühe Tore fielen am Sonntag auf beiden Weyersberg-Plätzen. DV nutzte die eigene Führung zum Erfolg, während parallel die Britannia nur temporär einen Rückstand aufholte.

Über dem Spieltag schwebte dabei allerorten stets der Schleier der Pandemie. Nachdem unter der Woche die Stadt Duisburg den Spielebetrieb faktisch gestoppt hatte, diskutierten an zahlreichen Plätzen die Verantwortlichen, ob eine solche Maßnahme auch in anderen Städten drohe (| Kasten).

Ditib-Vatanspor – TSV Eller 3:0 (2:0). Bei DV paarte der erste Angriff des Spiels alles, was den Aufstiegsanwärter ausmacht, wenn es gut läuft. Habib Daff brachte Tempo, Aliosman Aydin Wucht – und ehe die erste Minute rum war, führte DV dank Aydins spektakulärem Kopfball.

„Wir wollen mit der Mannschaft ja auch nicht Mitläufer sein.“
Vedat Atalay, DV-Sportdirektor

Mit Comebacker Shanthushan Srikanthan und Daff, aber auch Yuji Adachi oder dem präsenten Malik Demba gab es früh fußballerische Klasse gepaart mit Hochgeschwindigkeit. Eller war das zunächst zu viel, Aydins 2:0 per Elfmeter fiel daher nur folgerichtig.

Aydin bewies 63 Minuten seine Klasse, dann übernahm der auf der Bank schmorende Emrah Cavdar – und er bewies mit seinem 3:0, dass DV zwei klasse Knipser hat. Die Solinger sind jetzt mitten im Aufstiegsgeschehen.

Seht her, seht her: Nachdem Aliosman Aydin (r.) bisher „nur“ Assists geliefert hatte, traf der DV-Neuzugang nun doppelt. Seine Mitspieler Habib Daff (l.) und Shanthushan Srikanthan gratulierten.

„Wir wollen mit der Mannschaft ja auch nicht Mitläufer sein“, sagte Sportdirektor Vedat Atalay. Er bilanzierte den gelungenen Auftritt: „Mehmet Karakus und Aliosman Aydin haben unter der Woche Nachwuchs bekommen, da passt das Spiel. Unsere Chancenverwertung wird besser. Die Jungs haben schon unter der Woche gut trainiert.“

DV: Schleiden; Urata, Yagmur, Demirtas, Bouchih; Demba, Karakus (82. Önel), Adachi (82. Özgede), Daff, Srikanthan (63. Tahara); Aydin (63. Cavdar) Tore: 1:0 (1.) Aydin, 2:0 (27.) Aydin, 3:0 (79.) Cavdar

FC Britannia – SF Baumberg 2 2:6 (1:2). Dass die Britannia den Gast aus Monheim bereits in der dritten Spielminute zum ersten Tor einlud, tat dem Unterfangen „Wiedergutmachung nach der Derby-Schmach“ zunächst gar keinen Abbruch. Denn die Britannia kombinierte gefällig und wurde gefährlich, wenn sie mit Tempo ins vorderste Drittel vorstieß. Eine dieser Aktionen wurde schon nach neun Minuten mit dem Ausgleich belohnt, als ein Schuss von Niklas Schwab abgefälscht ins Gäste-Tor rauschte. Das brachte mächtig Aufschwung: Schwab, Burak Akgün per Drehschuss sowie Sebastian Ziehe aus der Distanz hatten tolle Chancen auf das 2:1. Es fiel nicht.

Baumberg schlug mit einem wuchtigen Freistoß zurück, den Dominik Kreienbaum herausragend wegfischte. Eine Doppelchance von Akgün und Schwab sowie stets gefährliche Ecken von links durch Tim Evertz untermauerten aber stetig die FCB-Überlegenheit seit dem Ausgleich. Schwab traf den Pfosten und die Latte, die Britannia wucherte unfassbar Chancen – und Baumberg traf mit einem Freistoß, der durchrutschte, zum 1:2. Das schien mit dem Pausenpfiff so tief zu sitzen, dass die Britannia nach dem Seitenwechsel nicht nur ihre klare Überlegenheit einbüßte, sondern einbrach und 2:6 (Tor: Marcel Goronczewski) verlor. Dass Ziehe nach 82 Minuten für ein Foul Rot sah, passte.

FCB: D. Kreienbaum; Stange, B. Kreienbaum, Ziehe, Evertz; Nötza, Tabakovic (65. Küll), Akin, Yücel (76. Wolters), Schwab; Akgün (53. Goronczewski)

Tore: 0:1 (3.), 1:1 (9.) Schwab, 1:2 (45.), 1:3 (47.), 1:4 (66.), 1:5 (76.), 1:6 (82.), 2:6 (85.) Goronczewski

Corona

Meinungen: Den Duisburger Weg hält Vedat Atalay (DV) für falsch: „Plätze zu sperren, das greift zu weit. Strenge Auflagen sind logisch.“ Yorik Heiber (TSV) sagt derweil: „Ich habe nicht den Eindruck, dass die Zahlen auf den Fußball zurückzuführen sind, aber sie sind nicht wegzureden. Wir rechnen mit einer Unterbrechung der Saison.“

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