Handball

Vorbild Mandy Reinarz warnt

Kapitänin Mandy Reinarz ist immer mit Feuer und Flamme im Einsatz für den HSV Solingen-Gräfrath. Fotos: Andreas Horn
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Kapitänin Mandy Reinarz ist immer mit Feuer und Flamme im Einsatz für den HSV Solingen-Gräfrath.

Zweitligist HSV hat an diesem Samstag Freiburg zu Gast.

Von Lutz Clauberg

Dass der HSV Solingen-Gräfrath an diesem Samstag mit dem BSV Sachsen Zwickau zumindest nach Minuspunkten aufschließen könnte, ist für Kerstin Reckenthäler allenfalls eine Randnotiz. „Die Tabelle ist mir ziemlich egal“, sagt sie mit Nachdruck vor dem äußerst interessanten Spieltag mit zwei Top-Paarungen und der eigenen Partie an diesem Samstag um 18.15 Uhr in der Klingenhalle gegen die HSG Freiburg. „Wir gehen zwar nach dem Sieg in Leipzig mit viel Selbstvertrauen in das Spiel“, sagt Reckenthäler. „Aber keinesfalls leichtfertig. Wir bereiten uns genauso intensiv wie sonst auch vor.“

Lara Karathanassis, hier gegen die Füchse Berlin in Aktion, soll gegen Freiburg womöglich geschont werden.

Mandy Reinarz tutet ins gleiche Horn. „Das wird unfassbar schwierig. Gegen Zwickau oder Berlin ist es für uns leichter, weil wir gegen die Top-Teams nichts zu verlieren haben. Freiburg wird alles daran setzen, um Punkte zu holen.“ Die Spielführerin, seit 2018 kämpferisches Vorbild, Spielgestalterin, Torjägerin und Abwehr-Ass in einer Person, hat unlängst ihren Vertrag verlängert. „Weil es mir einfach unfassbar viel Spaß mit der Mannschaft macht – und das möchte ich noch länger miterleben.“ Die Leistungsexplosion im zweiten Zweitliga-Jahr erklärt die zuvor 15 Jahre beim TVB Wuppertal aktive Rückraum-Allrounderin wie folgt: „Die Mannschaft ist total intakt. Wir haben viel Spaß miteinander, und alle geben von der ersten bis zur letzten Sekunde alles.“

„Ich habe selten eine so professionelle Spielerin gesehen.“
Kerstin Reckenthäler, HSV- Trainerin, über Mandy Reinarz

Für Kerstin Reckenthäler ist Mandy Reinarz unverzichtbar. „Sie ist die unangefochtene Kapitänin. Ich habe selten eine so professionelle Spielerin gesehen. Ihre Verlängerung ist für mich ein Zeichen dafür, dass wir vieles richtig machen.“ Das habe sich, merkt die 29 Jahre alte Mandy Reinarz an, auch herumgesprochen. „Der HSV ist in der 2. Liga etabliert und interessant für andere Spielerinnen.“

Gegen Freiburg baut Reckenthäler auf das bewährte Personal. Lara Karathanassis soll allerdings nach Möglichkeit geschont werden. „Ihr Knie ist zwar stabil, aber grün und blau.“ Die Bonnerin musste in Leipzig nach einem Zusammenprall „Knie an Knie“ in der Schlussphase ausgewechselt werden, absolvierte diese Woche nur Krafttraining und wurde physiotherapeutisch betreut.

Ob mit oder ohne Karathanassis: „Wir müssen uns auf jeden Fall auf die Freiburger Spielweise einstellen.“ Laut Reckenthäler fährt der am 24. Oktober (in Rödertal) das einzige Mal siegreiche, mitunter aber nur knapp unterlegene Abstiegskandidat, den der HSV am 1. Februar 2020 mit 35:23 deklassierte, lange Angriffe. Anders als beispielsweise Leipzig – dort machten HC und HSV reichlich Tempo. „Über 50 Minuten war das schon stark“, fasst Reckenthäler das Geschehen noch einmal zusammen. „Vor allem der Rückraum hat überzeugt.“ Mandy Reinarz, Vanessa Brandt und die an den ersten sieben Toren direkt beteiligte Melina Fabisch harmonierten prima.

Verloren hat der HSV in der Klingenhalle 2020/21 nur gegen Berlin. Gespielt wird weiter vor leeren Rängen. „Schade wegen der nicht vorhandenen Stimmung“, findet Mandy Reinarz. „Aber die Live-Übertragungen im Internet sind eine gute Alternative.“

sportdeutschland.tv

Der Spieltag

2. Bundesliga, Frauen

BSV Zwickau - Füchse Berlin

SG Kirchhof - TG Nürtingen

HSV Solingen-Gräfrath - HSG Freiburg

VfL Waiblingen - Tus Lintfort

Werder Bremen -TVB Wuppertal

SG Herrenberg - HC Leipzig alle Samstag

1. Füchse Berlin 12 353:275 23:1

2. BSV Zwickau 12 330:289 19:5

3. SG Herrenberg 11 307:285 18:4

4. HSV Gräfrath 11 323:300 15:7

5. HC Leipzig 12 339:298 15:9

6. VfL Waiblingen 10 265:253 12:8

7. Tus Lintfort 10 268:264 11:9

8. TSV Nord Harrislee 12 307:317 10:14

9. TG Nürtingen 12 314:327 10:14

10. TVB Wuppertal 11 266:295  8:14

11. Werder Bremen 12 313:343  8:16

12. SG Kirchhof 11 264:308  6:16

13. HSG Freiburg 12 285:326  3:21

14. HC Rödertal 12 300:354  2:22

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