Sportlicher Adventskalender

Vom Boden aus geht es nur noch nach oben

Tomas Mrkva ist eine eher besonnene und ruhige Person. Auf dem Feld zeigt er aber doch manchmal Emotionen. Foto: Moritz Alex
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Tomas Mrkva ist eine eher besonnene und ruhige Person. Auf dem Feld zeigt er aber doch manchmal Emotionen.

Türchen Nummer 16 im ST-Sport-Adventskalender mit Handballer Tomas Mrkva

Von Thomas Rademacher

Tomas Mrkva absolviert derzeit seine dritte und letzte Saison für den Bergischen HC. Im kommenden Sommer wechselt der Torhüter zum THW Kiel. „Meine Rolle dort wird eine andere sein als hier“, sagt der Tscheche mit Blick auf Niklas Landin, der beim Deutschen Rekordmeister klare Nummer eins zwischen den Pfosten ist. „Ich musste trotzdem nicht lange darüber nachdenken, ob ich das Angebot annehme. Wenn ich es nicht gemacht hätte, würde ich es bestimmt bereuen. So eine Chance bekommt man nicht oft.“ Aktuell ist der 32-Jährige mental aber voll beim BHC, mit dem er sich in einer sportlichen Krise befindet.

„Das war bei mir immer so. Auch mein Wechsel zum BHC war früh klar, aber das Thema hatte sich erledigt, bis es dann wirklich so weit war.“ Mrkva geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er betont: „Wer in unserer aktuellen Situation den Gedanken hegen würde, dass es egal sei, weil man den Verein sowieso verlasse, hätte für mich in der Bundesliga nichts zu suchen.“ 1:13-Punkte stehen für die Löwen seit Anfang November zu Buche. Tiefpunkt war die 21:25-Niederlage bei Schlusslicht Minden. „Wenn man den Boden erreicht hat, kann es irgendwann nur wieder aufwärts gehen“, sagt der Torhüter, der mit der Situation natürlich unglücklich ist. „Wir setzen alles daran, bald wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Ich glaube, das fehlt uns derzeit am meisten.“

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Während seiner zweieinhalb Jahre im Bergischen Land hat der Torhüter Zeiten erlebt, an die er sich wohl deutlich lieber erinnern wird. Die erste Saison gehört aber nicht unbedingt dazu. „Sie war vom Corona-Abbruch überschattet. Sowas hatte noch keiner von uns je erlebt oder für möglich gehalten“, blickt er zurück. „Dadurch war die Saison kurz und die Wettbewerbspause ewig. Es folgte eine Spielzeit, die unfassbar lang war. Bis Ende Juni waren wir aktiv, und am Ende haben wir zwei Monate am Stück alle drei Tage gespielt. Das war schon heftig.“ Trotzdem denkt der Torhüter gerne an die Serie 2020/21 zurück: „Wenn ich ein Highlight rauspicken muss, ist es der Sieg in Magdeburg zum Auftakt. Der war historisch, und es folgte bis März eine sehr erfolgreiche Saison, die leider nach der Quarantäne nicht so gut weiterlief.“

Stetig aufwärts ging es bisher in Mrkvas Karriere. Vom Eishockey war er mit neun Jahren über Vater Ludvik zum Handball gekommen, wo sein Talent schnell erkannt wurde. Vier Mal in Folge wurde er mit Karvina tschechischer Meister, bevor 2010 der Wechsel in die Bundesliga nach Hamm gelang. Über Göppingen, nochmals Hamm und Balingen ging es 2019 zum BHC, wo er erstmals seine Nummer wechseln musste. „In Deutschland hatte ich immer die 16, weil die 1 damals vergeben gewesen war. Beim BHC trug Rafael Baena aber die 16, die 1 war von Christopher Rudeck belegt, so dass ich für eine Saison auf die 61 gesetzt habe“, erläutert Mrkva. „Als Rafa dann weg war, habe ich aber um den Wechsel auf die 16 gebeten. Es ist nicht so, dass ich besonders abergläubisch bin, aber sie ist mir seit 2010 doch ans Herz gewachsen.“

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