Volleyball

Volleys-Trainer blickt in eine ungewisse Zukunft

Volleys-Trainer Thomas Tauscher sieht in den Breitensport-Vereinen einen der Verlierer der Pandemie. Foto: Michael Linder
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Volleys-Trainer Thomas Tauscher sieht in den Breitensport-Vereinen einen der Verlierer der Pandemie.

Der Saisonabbruch überrascht die Solinger Volleyballer nicht.

Von Sonja Bick

Was in anderen Sportarten teilweise schon länger beschlossen wurde, ist jetzt auch im Volleyball offiziell: Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat die Einstellung des Spielbetriebs in den Dritten Ligen und Regionalligen beschlossen. Und so werden auch die Regionalliga-Volleyballer der Solingen Volleys – zum zweiten Mal in Folge – ihre Saison aufgrund der Corona-Pandemie nicht beenden. Ab- und Aufsteiger wird es nicht geben. Davon wären die Volleys mit großer Wahrscheinlichkeit aber ohnehin nicht betroffen gewesen.

„Die Entscheidung kam nicht überraschend. Es ist richtig, auch aus sportlicher Sicht“, sagt Volleys-Trainer Thomas Tauscher. „Alle sind mindestens vier Monate raus. Um wieder spielen zu können, hätte man noch mindestens eine vier- bis sechswöchige Vorbereitung einplanen müssen. Und dann wären wir wahrscheinlich schon mitten im Sommer.“ Hier soll es laut DVV im Rahmen des Projekts „VEREINt zurück“ weitergehen: Outdoor soll nach Hallenregeln mit mindestens vier Spielern gegeneinander angetreten werden. „Aber es gibt noch keine konkreten Infos. Vieles ist unklar. Etwa, auf welchem Untergrund gespielt werden soll“, sagt Tauscher, der vermutet, dass eine reine „Spaßveranstaltung“ wenige Spieler begeistern und zudem in Konkurrenz zur Beach-Saison stehen würde. Hier gibt es immerhin einen Lichtblick: Sportfreianlagen dürfen seit dem 22. Februar wieder geöffnet werden – darunter fallen auch Beachsportanlagen.

Auch die Spielzeit auf westdeutscher Ebene ist beendet

Wie es unterdessen in der Halle weitergeht, weiß keiner. „Ich bin gespannt, was die nächste Zeit bringen wird. Ich bin allerdings ratlos, eine Saison zu planen“, sagt Thomas Tauscher. „Wir haben jetzt zwei Jahre in Folge sehr viel investiert, und am Ende haben wir keinen Output.“ Wie es mit der Mannschaft weitergeht, ist auch noch vollkommen offen. „Breitensport-Vereine sind meiner Meinung nach die Verlierer der Pandemie. Diese werden viele Spieler verlieren – nicht nur in Solingen“, vermutet der Trainer. Auch persönlich müsse er noch entscheiden, wie es weitergehe. „Ich muss sehen, ob ich mich darin wiederfinde. Es ist ja ein wahnsinniger Zeitaufwand.“

Auch der Westdeutsche Volleyball-Verband (WVV) hat die Spielzeit beendet – davon sind unter anderem die Verbandsliga-Frauen der Solingen Volleys betroffen. „Es war zu erwarten und niemand hat mehr damit gerechnet, dass es weitergeht“, sagt Trainer Patrick Ladermann.

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