Eisschwimmen

Vogt-Humberg setzt erneut Glücksgefühle frei

Medaillenjägerin: Ilona Vogt-Humberg mit ihrer Ausbeute der Eisschwimm-Weltmeisterschaft 2023.
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Medaillenjägerin: Ilona Vogt-Humberg mit ihrer Ausbeute der Eisschwimm-Weltmeisterschaft 2023.

Aufderhöherin sichert sich drei weitere WM-Medaillen.

Von Fabian Herzog

Wieder einmal kehrte sie mit einer außergewöhnlichen Erfahrung im Gepäck zurück nach Solingen. Wieder einmal hatte sich Ilona Vogt-Humberg einer besonderen Herausforderung gestellt und an der diesjährigen Eisschwimm-Weltmeisterschaft im französischen Samoens teilgenommen. Und wieder einmal ging sie dabei nicht leer aus: Die Aufderhöherin sicherte sich einmal Silber und zweimal Bronze.

Bereits zweimal zuvor war die Triathletin des TSV, die auch zum Team von Trainer Peter Sauerland gehört, bei Eisschwimm-Veranstaltungen ins extrem kalte Wasser gesprungen. 2019 hatte Vogt-Humberg bei der Deutschen Meisterschaft im bayerischen Veitsbronn in ihrer Altersklasse Medaillen geholt, letztes Jahr dann bei der WM im polnischen Glogow mit einmal Gold und zweimal Silber nachgelegt. „Das ist ein Erlebnis für den Körper“, erzählt die 52-Jährige von ihrer ungewöhnlichen Leidenschaft. „Wenn man aus dem Wasser kommt, setzt das Glücksgefühle frei.“

In Samoens begeisterte Vogt-Humberg zudem das Ambiente. „Die Location mit Blick auf die schneebedeckten Berge war ein Traum.“ Ausgetragen wurde der Wettbewerb in einem See in den französischen Alpen, 50 Kilometer entfernt vom Mont Blanc. Dort fanden sich 500 Sportlerinnen und Sportler aus 40 Nationen ein, die sich zum Teil schon von vorherigen Veranstaltungen her kannten. „Alle sind auf die gleiche Art verrückt“, sagt die Aufderhöherin lächelnd. „Dadurch macht das besonders viel Spaß.“

Zwei Grad Außen- und drei bis vier Grad Wassertemperatur verlangten dem Teilnehmerfeld alles ab. Vogt-Humberg kam mit den Bedingungen bestens zurecht und schwamm in der Altersklasse 50-54 über 50 Meter Brust (0:46,50 Min.) auf Platz zwei, über 50 Meter Freistil (0:37,84 Min.) und Delfin (0:43,27 Min.) auf Platz drei sowie über 100 Meter Brust (1:45 Min.) auf Platz vier. „Damit bin ich super zufrieden“, bilanziert sie.

Vorausgegangen war diesen Erfolgen eine intensive Vorbereitung. Wie Ende letzten Jahres durch ein Trainingslager mit dem Sauerland-Team auf Teneriffa. „Dafür bin ich Peter sehr dankbar“, richtet Vogt-Humberg Grüße an ihren Trainer. Zurück im Bergischen wurde vor allem im Hitdorfer See trainiert. Schließlich sei es unheimlich wichtig, den Körper daran zu gewöhnen, im eiskalten Wasser Höchstleistungen zu bringen.

Dies ist Ilona Vogt-Humberg mit Bravour gelungen. Und es wird sicherlich nicht ihre letzte außergewöhnliche Erfahrung gewesen sein.

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