Badminton

Viel Vorfreude nach langer Pause

Für Niclas Lohau (l.) und Niklas Niemczyk ist der Zweitliga-Start gleich mit der Reise in die Bundeshauptstadt verbunden. Foto: Moritz Alex
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Für Niclas Lohau (l.) und Niklas Niemczyk ist der Zweitliga-Start gleich mit der Reise in die Bundeshauptstadt verbunden.

Badminton-Zweitligist Blau-Weiß Solingen startet mit Auswärtsspielen in Berlin.

Von Daniel Bernards

Nachdem die meisten Mannschafts-Sportarten nach der coronabedingten Pause wieder so einigermaßen ins Rollen gekommen sind, legt am ersten Oktober-Wochenende Solingens klassenhöchste Badminton-Mannschaft wieder los. Die unteren Ligen haben vor einigen Wochen wieder begonnen – nun starten auch die Zweitliga-Spieler des STC Blau-Weiß Solingen in die Saison und beginnen diese mit zwei Auswärtspartien in der Bundeshauptstadt. Die erste Mannschaft der Blau-Weißen spielt an diesem Samstag bei der SG EBT Berlin (14 Uhr) und einen Tag später beim SV Berliner Brauereien (12 Uhr).

Die Formation um Kapitän und Spitzenspieler Niklas Niemczyk, die die vergangene abgebrochene Saison als Vierter beendete, ist leicht verändert, aber voller Tatendrang. Bei den Herren wird der Abgang von Julian Lohau durch zwei jüngere Spieler aufgefangen: Der 22-jährige Markus Hennes, immerhin in Jugendjahren Deutscher Meister im Doppel, spielte zuletzt in Oberhausen, während bei Niels Kock dessen Entwicklung in der zweiten Mannschaft des STC belohnt wurde. Das Eigengewächs, seit 2009 im Verein, sammelte zudem schon vergangene Spielzeit erste Erfahrungen auf Zweitliga-Niveau und soll jetzt als Stammkraft aufgebaut werden.

„Eine Platzierung in den Top Vier trauen wir uns erneut zu.“ 

Niklas Niemczyk, STC-Kapitän

Ansonsten agieren bei den Herren weiter Steffen Becker, Niemczyk und Doppel-Experte Niclas Lohau. Der größte Coup gelang dem Solinger Verein bei den Damen, bei denen mit Jeanine Cicognini eine internationale Spitzenspielerin an Land gezogen werden konnte. Voraussichtlich wird die Schweizerin, zweifache Olympia-Teilnehmerin (2008 und 2016 für Italien), eher sporadisch zum Einsatz kommen, wie Kapitän Niemczyk erläutert: „Auch aus beruflichen Gründen ist Jeanine erstmals als Ersatz eingeplant.“ Die 33-Jährige werde insbesondere dann aufgestellt, falls das in der vergangenen Saison sehr erfolgreich agierende Damenduo Alicia Molitor/Annalena Diks mal nicht zur Verfügung steht. Zudem bedeute die routinierte Italienerin Entlastung. Niemczyk: „Man kann nicht immer davon ausgehen, dass zwei Spielerinnen die Saison komplett durchspielen.“

Die zweite Spielzeit nach dem Wiederaufstieg wird nach Ansicht des Mannschaftsführers „lang und ausdauernd“ werden. Die Gruppe Nord wurde nach der Corona-Pause um eine Mannschaft auf jetzt elf Teams aufgestockt. Niklas Niemczyk gibt sich, auch aufgrund der drei Neuzugänge, optimistisch: „Eine Platzierung in den Top Vier trauen wir uns erneut zu.“ Die Zweitliga-Kontrahenten sähen auf dem Papier „allesamt stärker“ aus. Allerdings: „Es bleibt abzuwarten, wie häufig die ausländischen Top-Spieler der anderen Mannschaften in der aktuellen Lage überhaupt zum Einsatz kommen können.“

Womit man wieder bei dem Thema des Jahres ist, das natürlich auch die Planungen des Zweitligisten betrifft. So sei der Verein ständig im Kontakt mit der Stadt, wie der aktuelle Stand der Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen aussieht und was möglich beziehungsweise was eben nicht möglich sei. Für die Heimspiele würden derzeit unter Berücksichtigung der Vorsichtsmaßnahmen maximal 50 Zuschauer anvisiert. Allerdings könne sich das kurzfristig ändern.

Optimistisch stimmt die Mannschaft, dass das Training seit Wochen wieder in seinen geregelten Bahn verläuft. Niemczyk: „Die Hallen stehen uns alle zur Verfügung. Alle Spielerinnen und Spieler sind seit den Sommerferien normal im Training.“

Auch deshalb geht es mit einer Menge Vorfreude auf die Saison und die Spiele nach Berlin. Ziel seien zwei Siege und damit minimal vier Punkte. Mit fünf Männern und zwei Frauen treten die Blau-Weißen die Reise zum Saisonauftakt an – die beste Aufstellung soll es richten.

Heimspiele

Bis zu den ersten beiden Partien in Solingen müssen das Team von Blau-Weiß und sein Anhang noch etwas warten. Am 17. und 18. Oktober gibt es in der Sporthalle Wittkulle dann zwei Auftritte gegen gute Bekannte aus der Umgebung. Erst geht es gegen die Hagener Mannschaft BC Hohenlimburg, dann am Sonntag (jeweils 14 Uhr) gegen den BV Mülheim.

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