Fußball

VfB sorgt wieder für ein Ausrufezeichen

Marvin Stahlhaus präsentierte sich in bester Spiellaune. Foto: Moritz Alex
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Marvin Stahlhaus präsentierte sich in bester Spiellaune.

Landesligist macht aus dem 0:1-Pausenstand ein 3:1.

Von Jürgen König

Ungeachtet der ungewissen zukünftigen Liga-Zugehörigkeit sind beim VfB die personellen Planungen angelaufen. „Wir sind realistisch und stellen uns primär Richtung Bezirksliga auf“, sagte Manuel Habljak vor dem Heimspiel des Landesligisten gegen SW Düsseldorf. Nach dem Abpfiff durfte der Geschäftsführer aber keineswegs die zweigleisige Planung abhaken – aus einem unglücklichen 0:1 zur Pause machte die Mannschaft noch einen 3:1-Sieg. „Riesenkompliment an die Mannschaft , die alles gegeben hat“, freute sich Coach Rossi Tilaro, dessen Zukunft klar ist – in jedem Fall bildet er mit Erdim Soysal das Trainerduo, Eray Bastas stößt als „Co“ dazu.

Nach zwei hohen Niederlagen in Folge präsentierte sich der VfB deutlich verbessert. Die Gäste kamen weit über zwanzig Minuten lang kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus, deren Schläfrigkeit konnten die Platzherren in jener Phase und auch im späteren Verlauf der ersten Hälfte aber nicht in Tore umsetzen. Aus der Distanz scheiterten Daniel Rybicki und Miles Adeoye am prächtig reagierenden Düsseldorfer Keeper, Antonio Marinovic musste bei seinem Schuss mit dem Pfosten vorliebnehmen. Die größte Chance indes hatte der Abstiegskandidat aus kurzer Distanz, Geonhee Lee vergab den Hochkaräter zum Leidwesen seiner Teamkameraden. Die standen nach einer halben Stunde selbst zusehends unter Druck. Torhüter Mert Emiroglu verhinderte noch den Rückstand, der dann aber doch Fakt wurde – dem VfB war es nicht gelungen, die unübersichtliche Situation zu klären.

Die 0:1-Bürde zur Pause wog schwer, zumal Tilaro und Soysal auf mehrere Leistungsträger verzichten mussten. Allen voran der Ausfall des lange Zeit in Glanzform befindlichen Davide Mangia wegen Erkrankung tat weh. Doch das Solinger Kollektiv schlug auch ohne ihn zurück, schloss an die prima Form zu Beginn der Rückrunde an. „Nach dem 0:1 war die Zweikampfquote katastrophal, das haben wir in der Pause deutlich gemacht“, nannte Tilaro den entscheidenden Ansatzpunkt.

Keiner ließ mehr den Kopf hängen, jeder kniete sich voll rein. Und der Lohn blieb nicht aus. Marvin Stahlhaus agierte dabei überragend, holte den Elfmeter zum 1:1 raus und traf selbst zur Führung. Ein weiterer Treffer fand keine Anerkennung – bei den Gründen wurde Rossi Tilaro nicht fündig. Was aber auch keine Rolle spielte, er verteilte ein Riesenkompliment an seinen Kader ob dessen großen Einsatzes.

VfB: Emiroglu; Möller (82. Motzko), Noll (46. Cucci), Kawai, Taniguchi, Rybicki, Marinovic (66. Shal), Matsumoto, Adeoye, Stahlhaus, (84. Özgede), Lee (70. Spinella)

Tore: 0:1 (30.), 1:1 (47.) Adeoye, 2:1 (49.) Stahlhaus, 3:1 (87.) Spinella

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