Fußball-Landesliga

VfB redet Tacheles und muss gewinnen

Eray Bastas gilt in Sachen Charakter als Vorbild beim sportlich gebeutelten VfB. Foto:
+
Eray Bastas gilt in Sachen Charakter als Vorbild beim sportlich gebeutelten VfB.

Es dauerte am vergangenen Sonntagabend länger, bis man einen Verantwortlichen des VfB Solingen telefonisch erreicht hatte.

Von Jürgen König

Die 0:4-Pleite gegen die SG Unterrath hatte indes weniger Sprachlosigkeit in Reihen des Landesligisten hervorgerufen, sondern vielmehr Redebedarf. Bei Geschäftsführer Manuel Habljak. Aber auch bei Erdim Soysal, der in Abwesenheit des erkrankten Rossi Tilaro die Trainerrolle alleine ausgefüllt hatte. Beide waren bedient ob der Vorstellung des Teams. „Das war ein Schlag ins Gesicht des Trainers“, sagte Habljak und hatte die fehlende Einstellung – nicht bei allen Spielern – als Hauptgrund für die nächste Niederlage und die bescheidene Situation mit drei Punkten aus acht Spielen ausgemacht.

Intensiv tauschte man sich direkt nach der verlorenen Partie aus. Auch, weil durchaus in Rede stand, dass zumindest Soysal das Handtuch werfen würde. Vier Niederlagen mit 1:12 Toren auf dem heimischen Bavert hatten auch ihn ins Grübeln gebracht. „Da fängt man natürlich an, sich selbst zu hinterfragen“, meinte der Coach, dem der Frust schon während der Partie anzumerken war, als er lautstark ein couragierteres Auftreten forderte. Erdim Soysal: „Es ist ganz eindeutig eine Willenssache, denn gute Kicker haben wir.“

Schon in der Krisensitzung, und das bestätigte sich in den Tagen danach, entschied man sich aber, den Weg gemeinsam fortzusetzen und dabei unvermindert auf junge Spieler zu setzen. Wobei man auf überzeugende Routiniers wie Kapitän Francesco La Rosa oder Allrounder Eray Bastas große Stücke hält. „Der Vorstand steht hinter uns, und das Team auch“, resümierte Tilaro, der noch nicht wieder an Bord ist. Das Trainergespann dürfe sich auch der Unterstützung durch die Mannschaft sicher sein, die die Vorgaben nun endlich auf dem Platz umsetzen müsse.

Das Kellerduell kommt: „Löwen statt Katzen“

Die nächste Aufgabe könnte brisanter nicht sein. Der SC Teutonia Kleinenbroich, ab 15 Uhr Gastgeber, hat gerade in Giesenkirchen seinen ersten Dreier eingefahren, genau dort war dies auch dem VfB gelungen. Dieser hat zum rettenden Ufer acht Zähler Rückstand, was für Sonntag nur eines bedeuten kann: auf Sieg spielen. „Wir brauchen Löwen statt Katzen und müssen gemeinsam für gute Ergebnisse kämpfen“, setzen Habljak, Soysal und Tilaro auf eine andere Mentalität. Ansonsten wird der Redebedarf zum wöchentlichen Begleiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Lisa Hornung ist die „Heldin“ des Merscheider TV in schweren Zeiten
Lisa Hornung ist die „Heldin“ des Merscheider TV in schweren Zeiten
Lisa Hornung ist die „Heldin“ des Merscheider TV in schweren Zeiten
Ehrgeizige Ziele – auf und neben dem Feld
Ehrgeizige Ziele – auf und neben dem Feld
Ehrgeizige Ziele – auf und neben dem Feld
OTV kann Zaunanlage erneuern
OTV kann Zaunanlage erneuern
Nikolauslauf: Auch Langschläfer können dabei sein
Nikolauslauf: Auch Langschläfer können dabei sein
Nikolauslauf: Auch Langschläfer können dabei sein

Kommentare