Fußball

VfB jubelt in der 90. Minute – und hadert dennoch

Geonhee Lee (l.) steuerte einen Treffer bei, Innenverteidiger Jumpei Kawai und Nebenleuten erging es nicht so gut. Foto: Moritz Alex
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Geonhee Lee (l.) steuerte einen Treffer bei, Innenverteidiger Jumpei Kawai und Nebenleuten erging es nicht so gut.

Fußball-Landesliga: Solinger liefern ein verrückter Spiel in Wülfrath.

Solingen Der VfB Solingen stockt in der Landesliga weiterhin sein Punktekonto auf. Das 4:4 (1:1) kam einer Achterbahnfahrt gleich. „Wir sind immer wieder zurückgekommen, das ist das Gute“, freute sich Trainer Rossi Tilaro über den späten Ausgleich, haderte aber auch: „Beim Stande von 2:2 müssen wir einen Handelfmeter kriegen. Wer weiß, wie dann alles gelaufen wäre?“

Die Baverter gerieten nach offenem Beginn zusehends unter Wülfrather Druck, der sich für die Platzherren mit dem 1:0 auszahlen sollte. Dass der VfB aus einem anderen Holz geschnitzt ist als in der desolaten Hinrunde, wurde in der Folgezeit deutlich. Blieben die ersten Chancen noch ungenutzt, so klingelte es kurz darauf im Kasten des 1. FC. Nach einer Ecke traf Geonhee Lee zum vierten Mal seit seinem Dienstantritt in der Winterpause. Mit Anlauf und Kopf wuchtete der Südkoreaner den Ball ins Netz. Marvin Stahlhaus hatte sogar den Führungstreffer auf dem Fuß, aber auch ohne zweites Tor gingen die Solinger selbstbewusst in die Kabine.

Richtig Fahrt nahm die Partie im zweiten Durchgang auf. Erneut konnten die Gäste den Vorteil des Favoriten wettmachen, als der zur Pause gekommene Altin Shala einen Freistoß gekonnt versenkte. Es folgten die umstrittene Szene im Wülfrather Strafraum und individuelle Fehler sowie Zweikampfschwäche des Teams von Tilaro und Erdim Soysal. Wülfrath fand in die Erfolgsspur, ließ den dritten und vierten Treffer folgen. Die Köpfe beim VfB indes blieben oben, der eingewechselte Davide Mangia verkürzte per Handelfmeter auf 3:4. Und eine gute Viertelstunde war da noch zu spielen.

In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse, als die Gastgeber die Entscheidung verpassten und es dann auf der anderen Seite noch mal brenzlig wurde. Und tatsächlich: Giovanni Spinella, gerade zehn Minuten auf dem Platz, erzielte nach Mangias Vorarbeit das finale 4:4! Jubel und ein bisschen Frust schlossen sich an.

VfB: Emiroglu; Möller (80. Spinella), Noll, Kawei, Taniguchi (66. Motzko), Rybicki, Marinovic (71. Cucci), Matsumoto (46. Shala), Stahlhaus, Adeoye (63. Mangia), Lee

Tore: 1:0 (21.), 1:1 (37.) Lee, 2:1 (47.), 2:2 (52.) Shala, 3:2 (60.), 4:2 (65.), 4:3 (72.) Mangia, 4:4 (90.) Spinella

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