Handball

Verhaltene Hoffnung, dass es weitergeht

Kontaktsport auf Amateur-Ebene ist aktuell verboten. Unser Bild zeigt Angreifer Niklas Sichelschmidt (r., TSV) gegen Lennart Austrup vom Bergischen HC 2. Foto: Kurt Kosler
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Kontaktsport auf Amateur-Ebene ist aktuell verboten. Unser Bild zeigt Angreifer Niklas Sichelschmidt (r., TSV) gegen Lennart Austrup vom Bergischen HC 2.

Spielbetrieb ruht auch unterhalb der 3. Liga.

Von Lutz Clauberg

Zumindest diese Aussage ist eindeutig: Am Niederrhein, am Mittelrhein und in der gemeinsamen Regionalliga Nordrhein wird der Spielbetrieb bis zum 6. Januar 2021 unterbrochen. Dem hat sich der Bergische Handball-Kreis angeschlossen.

Wie es weitergeht, steht in den Sternen. „Das ist überhaupt nicht absehbar“, meint Lutz Rohmer. Der Kölner ist Vorsitzender des Vereins Handball Nordrhein. Damit sportliche Entscheidungen getroffen werden können, wolle man sich schon bald mit allen spielleitenden Stellen über mögliche Modelle unterhalten. In den Regularien ist festgeschrieben, dass die Hinrunde ausgetragen werden muss, um Auf- und Absteiger ermitteln zu können. Ansonsten würde die Saison wie nicht gespielt gewertet.

Das Präsidium des Handball-Verbandes Niederrhein (HVN) behält sich eine noch längere Pause vor: „Wenn im Dezember aufgrund der Verlängerung des ,Lockdown Light’ kein Trainingsbetrieb stattfinden kann.“ Außerdem heißt es: „Sollten die zuständigen Stellen Kontaktsport im Dezember wieder zulassen, können Vereine, die Nachholspiele oder Trainingsspiele abhalten wollen, auf den HVN zukommen.“

Lutz Ickler ist 2. Vorsitzender des Bergischen Handball-Kreises und Abteilungsleiter des Oberligisten TSV Aufderhöhe. Dass die Hallen im Dezember wieder öffnen, hält er für unrealistisch. Er kann sich indes vorstellen, dass – „maximal eine Halbserie“ – erst ab April wieder um Punkte gespielt wird. Ickler regt zwecks besserer Kommunikation ein Zoom-Meeting mit den bergischen Vereinen an.

Mirko Bernau, Trainer des Oberligisten Bergischen HC 2, mag sich an Spekulationen nicht beteiligen: „Ich gehe immer vom Status Quo aus und habe die leise Hoffnung, dass wir im Dezember wenigstens ein bisschen trainieren können.“ Wenn politische Entscheidungen getroffen worden sind, wolle er sich mit seinen Spielern (per Zoom) Ende kommender Woche kurzschließen und die weitere Vorgehensweise erörtern.

Lars Faßbender, verantwortlich für die BHC-Frauen (Oberliga), betrachtet die aktuelle Phase als eine „zermürbende Situation. Die Motivation der Sportler ist im Keller.“ Dass durch die lange Pause der teamgeist womöglich verloren geht, sieht er ebenfalls als Problem an. Und: „Man gewöhnt sich vielleicht daran, auf der Couch sitzen zu bleiben.“

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