Die Woche im Sport

Vereine setzen das Gut der Verantwortung um

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juergen.koenig@solinger-tageblatt.de

Die lange Leidenszeit hat für Sportler durch die neue Entwicklung bei der Corona-Schutzverordnung ihr Ende gefunden.

Ein herrliches Gefühl war es, als ich am späten Donnerstagnachmittag über die Korkenziehertrasse trabte und auf dem Sportplatz an der Carl-Ruß-Straße optisch wie akustisch Leben vernahm. Die Fußball-Bambini der Sportvereinigung Wald 03 durften endlich wieder nach Herzenslust dem Ball hinterherjagen und taten dies sichtlich mit großer Freude. Die lange Leidenszeit, ohne ihre Kumpels und ihren geliebten Sport, hatte durch die neue Entwicklung bei der Corona-Schutzverordnung ihr Ende gefunden. Bei 03, und sicher auch auf anderen Solinger Fußball-Plätzen, hielt man sich an die vorgeschriebene Größe der Trainingsgruppen, und die Familienangehörigen begutachteten das Geschehen jenseits des Zaunes von der Trasse aus – mit Abstand untereinander und Maske. So soll es sein, um das gerade Erreichte nicht zu gefährden.

Auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürger zu setzen, ist ein Teil des großen Kampfes. Dieser enthält immer wieder den Spagat zwischen dem Respekt vor dem Virus mit seinen möglichen schlimmen Folgen und der Bedeutung des Sports in jeder Facette seiner großen Strahlkraft. Der Sportausschuss wurde in dieser Woche dieser Herausforderung gerecht. Es wurde das auf den Weg gebracht, was den Menschen gut tun kann – zum Beispiel die baldige Öffnung von Familienbad Vogelsang und Klingenbad für die Öffentlichkeit, die Sportler und ganz besonders für die eminent wichtige Ausbildung von Nichtschwimmern. Es wurden aber auch keine Schnellschüsse abgegeben, sondern durchdachte Konzepte für mehr Sport.

Überhaupt machte die Sitzung des Ausschusses klar, wie man in Solingen angesichts der Notsituation zusammengerückt ist. Politik, Verwaltung und Vereine stehen in engstem Kontakt zueinander. Sehr deutlich wurde dies beim Geschehen rund um die Paladins. Diese schafften es, nach längeren intensiven Bemühungen als Profi-Sportler anerkannt zu werden, was ihnen im Vergleich mit schon länger trainierenden Zweitliga-Konkurrenten in Sachen Wettbewerbsverzerrung enorm hilft. Das riesige Dankeschön in Person von Vorstandsmitglied Ingo Hübner ging an Vanessa Jaczek von der Stadt und Karen Leiding vom Sportbund. Gemeinsam habe man dies geschafft. Dass die Footballer jetzt behutsam ohne Kontakt ins Training einsteigen wollen, untermauert eben jene vorhandene Verantwortung.

Schon wieder ein untauglicher Versuch, den Fußball auf eine breite Basis zu stellen, mögen die Kritiker sagen. Das bislang aussichtsreichste Unterfangen, endlich eine Basis für Deutschlands Sportart Nummer eins zu schaffen, mit der man den Großstadt-Anspruch erfüllen kann – so mögen es die Befürworter sehen. Gemeint sind die Fusionsgespräche zwischen der Sportvereinigung und dem FC Britannia, die in dieser Woche an die Öffentlichkeit drangen.

Womit wir schon beim ersten als sehr erfreulich zu erachtenden Punkt wären. Die Führungen beider Traditionsvereine mit den Gründungsjahren 1903 und 1908 haben es verstanden, ihre Kontaktaufnahme erst einmal intern zu halten und sich das Mandat der Mitglieder zu holen. Dies gelang in eindrucksvoller Manier, ehe der nächste Schritt publik gemacht wurde: Ja, wir wollen fusionieren.

Es ist eine gute Absicht, und sie war es auch schon beim gegenseitigen Buhlen der Sportvereinigung und des VfB – was letztlich an der enormen Größe und nicht möglicher Hauptamtlichkeit scheiterte. Beim jetzigen Versuch sieht es rundum gut aus. Das macht Mut, denn es ist der richtige Weg.

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