Tennis

Veldheer nimmt den nächsten Aufstieg ins Visier

Mick Veldheer bestreitet seine zweite Saison im Shirt des TC Ohligs 1914 – und tut dies wie im Vorjahr mit reichlich Erfolg.
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Mick Veldheer bestreitet seine zweite Saison im Shirt des TC Ohligs 1914 – und tut dies wie im Vorjahr mit reichlich Erfolg.

Während die Tennis-Herren des STC bangen, blickt man beim TC Ohligs nach oben.

Der Modus ist knallhart. Zwei Mannschaften aus der Sechser-Gruppe steigen direkt in die Niederrheinliga ab. Der am Ende Dritt- und Viertplatzierte besitzt immerhin noch die Chance, sich den Verbleib in der Regionalliga über eine Abstiegsrunde zu sichern. Mit dem Rücken zur Wand, was den Erhalt der Drittklassigkeit angeht: der STC 02. Der muss am Sonntag ab 11 Uhr beim punktgleichen TC Kaiserswerth erst mal unbedingt gewinnen, bilden die Teams aus Düsseldorf und Solingen doch die Kellerkinder.

„Die Stimmung beim Training ist super“, setzt Coach Karsten Saniter auf möglichst zwei internationale Kräfte vorne – was aber noch nicht sicher ist. Es könnte sein, dass am Sonntagabend inklusive eines siegreichen STC drei Mannschaften mit 4:6-Zählern punktgleich sind. Dann gibt das Matchverhältnis den Ausschlag, und da sieht es vielversprechend für die Widderter aus. Saniter blickt zunächst auf das Beeinflussbare: „Es ist ein echtes Endspiel, in dem wir bestehen wollen.“

Mein Ziel ist es, unter die besten 200 zu kommen.

Mick Veldheer, Tennis-Profi des TC Ohligs, zur Weltrangliste

Derweil ist der aktuelle Niederrheinligist aus der Klingenstadt in der Sommerpause. Der TC Ohligs 1914 spielt erst wieder am 15. August – und dann sogleich beim TC Bredeney III, der wie die Truppe von der Kiefernstraße drei Siege auf dem Konto hat. Spielbeginn ist entgegen der ursprünglichen Planung (9 Uhr) nunmehr um 11 Uhr, die Essener sind der diesbezüglichen Bitte des TCO nachgekommen.

Gespannt sein darf man, ob Bredeney wie auch der Gladbacher HTC II auf Unterstützung aus den jeweiligen Bundesliga-Formationen bauen dürfen. Das können die Ohligser nicht beeinflussen, wohl aber ihre eigene Aufstellung. „Wir spielen wie immer in Bestbesetzung“, sagt Manager Jochen Hierl. Und meint damit auch seinen Spitzenmann: Mick Veldheer.

Unter Zugzwang: Gero Kretschmer muss mit dem STC 02 am Sonntag gewinnen, um im Drittliga-Rennen zu bleiben.

Der Niederländer ist derzeit die Nummer 568 in der Welt, seine beste Platzierung war die 509. Im Doppel wird er auf Rang 566 geführt. „Mein Ziel ist es, in den nächsten zwei Jahren unter die besten 200 zu kommen“, sagt der 25-Jährige, der dies mit vielen und höherklassigen Turnierteilnahmen bewerkstelligen will. Es soll also von der Future- auf die Challenger-Ebene gehen, wo sich der auf dem Platz flexibel agierende Veldheer schon das Startrecht für die Qualifikation erarbeitet hat. Zur guten Verfassung beigetragen haben auch mehrere Wochen im April und Mai, als er gemeinsam mit TCO-Kumpel Sandro Kopp in der Türkei ein Trainingslager samt Turnieren bestritt.

Mit dem Österreicher Kopp bildet der am 5. April 1996 in Dirksland geborene Linkshänder stets eine Fahrgemeinschaft. Denn Mick Veldheer lebt seit 2009 in Seefeld, nachdem er mit der Familie bereits 2006 nach Bayern gezogen war. Dort wie auch in Tirol stand der Tennissport stets im Fokus und prägte gemeinsam mit der Schule (Abitur) sowie Fitness den Tagesablauf. Mittlerweile hat der Sport absolute Priorität, was dann auch dem TC Ohligs zugute kommt. „Die Gegner sind in dieser Saison schon stärker“, weiß der Führungsspieler, der im Duell mit seinem stark auftrumpfenden Landsmann Guy den Heijer, für den Oberhausener THC startend, seine erste Niederlage bezog. Am 7:2-Erfolg im Spitzenspiel änderte dies kürzlich nichts, was Veldheer klar als Argument für seine Prognose nahm: „Wir schaffen den nächsten Aufstieg.“

Auch in der 3. Liga plant Jochen Hierl mit dem Niederländer, der das Gesamtpaket lobt: „Wir reisen freitags an, trainieren und essen gemeinsam. Da fühlt man sich auf der Anlage einfach wohl.“ Geschlafen wird bei Coach Karsten Focke, so dass selbst die weiten Fahrten von Seefeld nach Solingen und zurück nicht weh tun. Man kann also fest davon ausgehen, dass die Autos mit den österreichischen Kennzeichen für Kufstein oder Innsbruck noch einige Zeit an der Anlage am Ende der Viehbachtalstraße zu sehen sein werden.

TC Ohligs

Turniere I: Ab dem kommenden Montag ist der TCO Gastgeber von zwei Leistungsklassen-Konkurrenzen. Die „TC Ohligs Open“ finden vom 12. bis 25. Juli an der Kiefernstraße statt – ausgeschrieben sind sie für die Herren 40 und 50.

Turnier II: Vom 2. bis 7. August treten die Herren 30 als Ausrichter für ihre Altersklasse in Erscheinung. Das Bezirksklassen-B-Team stellt eine Besonderheit im Solinger Tennissport dar, greifen doch viele Fußballer zum Schläger – von Uwe Rütjes über Nils Esslinger bis hin zum TSV-Vereinsmanager Yorik Heiber.

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