Sportlicher Adventskalender

Vom Vater und einem echten WM-Helden

Will in die Landesliga: Florian Heuschkel. Foto: Heuschkel
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Will in die Landesliga: Florian Heuschkel.

Türchen Nummer 19 im Adventskalender des ST-Sports: Fußballer Florian Heuschkel.

Von Timo Lemmer

Als Florian Heuschkel noch Stürmer statt Außenverteidiger war, galt die Trikotnummer 9 als erste Wahl. Vor allem auch, weil in der Jugendzeit des heute 26-Jährigen ein gewisser Ronaldo – also das etwas korpulentere Original – groß aufspielte. Als Heuschkel, der mit drei Jahren bei Onkel Bernd Heuschkel beim VfB Solingen anfing, mit 19 Jahren zu seinem Stammverein zurückkehrte, war er nicht nur inzwischen auf die Außenbahn gerückt, mit Eray Bastas trug zudem ein gestandener Knipser „seine“ Nummer. „Da habe ich das Beste gemischt“, sagt Heuschkel: Schließlich hatte sein Vater, die Solinger Torwart-Legende Jürgen Heuschkel, jahrelang die 1 getragen – kombiniert mit der 9 des Sohnes wurde daraus fortan die 19. Das passte auch, weil Florian Heuschkel eben mit 19 zum Bavert zurückkam und seine Seniorenzeit begann.

Seitdem trägt er die Zahl, beackert die Außenbahn inzwischen defensiv wie offensiv. Beim VfB-Aufstieg in die Landesliga 2017/18 gehörte Heuschkel damit zu den prägenden Köpfen. Seine scharfen Hereingaben fanden in Nikola Aleksic reihenweise einen dankbaren Abnehmer, und insbesondere mit Offensiv-Kollege Ennio Orsillo harmonierte er prima. Dass das Trio ab kommendem Jahr beim TSV Solingen wiedervereint ist, löst bei Heuschkel riesige Begeisterung aus: „Als Niko zugesagt hat, hatten Ennio und ich Gänsehaut. Das gesamte VfB-Team war eine echt geile Mischung.“

Nach dem Aufstieg wechselte Heuschkel allerdings zum TSV, ist dort nun also in seiner dritten Saison, und hat einen großen Wunsch offen: die Landesliga. „Da muss ich unbedingt mal hin, um mit meinem Vater gleichzuziehen“, sagt er lachend. Dem TSV prophezeit er mit dem immer stärkeren Kader sowie Nachwuchs und der „überragenden Arbeit im Hintergrund“ eine rosige Zukunft – als Nummer eins der Stadt.

Die Landesliga soll also mit dem neuen Club erreicht werden: Mit einem bewährten Aufstiegstrio und der längst ins Herz geschlossenen 19. Dass der damals 20-jährige Heuschkel die Nummer dann auch noch prominent im WM-Finale 2014 vertreten sah, als Deutschlands Siegtorschütze Mario Götze mit der 19 gegen Argentinien traf, rundete die Entscheidung endgültig ab: „Klar, natürlich hat die 19 das entscheidende Tor gemacht“, meint Heuschkel grinsend.

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