Fußball

Vatanspor beschert Gül ein Traum-Comeback

Necmettin Gül (Bildmitte) ist zurück: Der Trainer, hier noch in Diensten des SV Ditib, hat Vatanspor übernommen. Foto: Andreas Horn
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Necmettin Gül (Bildmitte) ist zurück: Der Trainer, hier noch in Diensten des SV Ditib, hat Vatanspor übernommen.

Bezirksliga: Mit dem neuen Trainer gibt es einen klaren Sieg. Auch Ditib gewinnt und bleibt das Team der Stunde.

Von Timo Lemmer

Die alte Trainingsjacke aus der Abschieds-Saison 2010/11 passt noch, die Leistung des Teams erinnerte prompt mal an die besten Zeiten: Necmettin Gül durfte am Sonntagnachmittag zum Wieder-Einstand bei Vatanspor ein 4:0 (2:0) beim TSV Ronsdorf feiern. Vatanspor hatte sich unter der Woche von Daniel Cartus getrennt und Gül – der an der Zietenstraße bereits zehn Jahre als Trainer und Sportdirektor aktiv war – zurückgewonnen.

Damit haben vier von fünf Solinger Bezirksligisten mittlerweile ihren Trainer gewechselt, die Union bleibt die Ausnahme. Ein Schritt, den Ditib bereits in der Winterpause gegangen ist. Und der sich am Weyersberg total gelohnt hat. Nachdem das Heimspiel gegen Grün-Weiß Wuppertal mit 6:3 (1:1) gewonnen wurde, steht die Elf unter Zeljko Busic bei sieben Zählern aus drei Partien. Busic: „Heute war eine Zugabe. Nächste Woche kommt es drauf an.“ Dann kommt es zum Abstiegs-Derby gegen Wald 03. Den verdienten wie wunderbar anzusehenden Erfolg gegen Wuppertal feierte der Trainer mit seinem Team natürlich trotzdem ausgelassen.

In Ronsdorf machte Vatanspor von Beginn an ein tolles Spiel, wucherte aber zu sehr mit ausgelassenen Chancen.

„Erwartet keine Wunderdinge. Wir schauen von Woche zu Woche.“
Necmettin Gül, Vatanspor-Trainer

Zeljko Busic schraubt mit Ditib weiter an seiner Erfolgsserie. Der Fünfte Grün-Weiß Wuppertal war kein Hindernis.

Dennoch: In der Endabrechnung schossen Marcel Niebch, Mehmet Bayraktar und Doppelpacker Fatih Kurt einen klaren Erfolg heraus. Und das, nachdem Rückkehrer Gül betont hatte: „Erwartet keine Wunderdinge. Wir schauen von Woche zu Woche.“ Der Auftakt war jedenfalls vielversprechend im Hinblick auf Güls Ziel: „Wir wollen drin bleiben. Das hat Priorität. Und alles andere steht hinten an.“ Vatanspor sei sein Verein, deswegen habe er stets mitgelitten und jetzt auch nach halbjähriger Fußball-Abstinenz – zuletzt war Gül bei Ditib – zugesagt. „Das Problem ist aber, dass wir sehr wenig Zeit haben.“ Eine Vorbereitung hat Gül nicht, hatte vor Ronsdorf gerade mal eine Stunde mit dem Team. Auch wenn es schmerze, der Zeitpunkt der Cartus-Trennung sei trotzdem richtig, erklärte Vatanspor-Chef Süleyman Akgün: „Jetzt mussten wir reagieren. Wir brauchten neuen Wind.“

Der hat bei Ditib längst Einzug erhalten. Neben Busic ist es auch Winter-Neuzugang Marcin Müller, der für einen Qualitäts-Sprung sorgt. Gegen Grün-Weiß Wuppertal war der Rechtsaußen mit drei Toren und einer Vorlage treibende Kraft des Triumphs.

Marcin Müller glänzt bei Ditibs starkem Triumph

Das Zusammenspiel mit dem doppelt erfolgreichen Davide Lo Martire – der einen Müller-Treffer großartig uneigennützig auflegte – passt. Und auch das Defensiv-Verhalten im Kollektiv ist nun wesentlich besser, die Arbeit gegen den Ball intensiver und zielgerichteter. Etliche Ballgewinne, die das gefürchtete Tempo-Spiel befeuerten, zeugten gegen Wuppertal davon.

Auch die Moral stimmt: In den zweiten Durchgang startete Ditib im Tiefschlaf, kassierte nach 30 Sekunden das 1:2. Doch das warf das Team nicht um: „Ich hatte auch keine Bange“, sagte Busic nachher. Zu überlegen war sein Team die ganze Zeit gegen Gäste, die lediglich mit langen Bällen operierten. „Wenn man den Jungs Feuer macht, läuft es.“

BLICK IN DIE LIGA

ABSAGE Der VfB Solingen hätte am gestrigen Sonntag im Stadion „Gelber Sprung“ in Wuppertal spielen sollen. Doch der gastgebende ASV Wuppertal musste das Spiel absagen: Unbespielbarkeit. Als Nachhol-Termin ist der 5. April angesetzt. 

CARTUS Der Ex-Trainer von Vatanspor hat Chef Süleyman Akgün versprochen, sich fit zu machen. Akgün: „Wenn der Trainer will, spielt er weiter für uns.“ 

SPITZE Der Aufstiegs-Sekt steht beim FC Remscheid längst kalt. Beim 10:0 gegen Jugoslavija traf die Nummer eins der Liga, Ferhat Ülker (21 Tore), fünffach.

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