Handball

Vanessa Brandt meldet sich zurück

Mit Vanessa Brandt ist wieder zu rechnen. Sieben Tore gelangen ihr im Pokal.
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Mit Vanessa Brandt ist wieder zu rechnen. Sieben Tore gelangen ihr im Pokal.

Pokal-Aus des Zweitligisten HSV gegen den Erstligisten HSG Bensheim-Auerbach.

Von Lutz Clauberg

Dass der HSV Solingen-Gräfrath in der Meisterschaft ein wenig hinter den Erwartungen – auch den eigenen – hinterher hinkt, kann zweifelsohne an einer Spielerin festgemacht werden: Vanessa Brandt. Die 23 Jahre alte Rückraumspielerin wurde im Mai zur besten Zweitliga-Spielerin gewählt. Aber Brandt verpasste verletzt die heiße Phase der Vorbereitung, griff erst am dritten Spieltag wieder ein und lief ihrer Form hinterher. Und somit auch der HSV.

Beim 25:31 (12:18) im Pokal meldete sich die Top-Torjägerin eindrucksvoll zurück. Sieben Treffer erzielte sie gegen die „Flames“ und gestaltete das Duell gegen die Bensheimer Nachwuchshoffnung Lucie-Marie Kretzschmar (22) ausgeglichen. Auch die Tochter des ehemaligen Nationalspielers und Füchse-Sportvorstandes Stefan Kretzschmar kam auf sieben Tore. „Ich bin wieder deutlich besser ins Spiel gekommen“, fand Vanessa Brandt ihre Leistung durchaus zufriedenstellend. „Hier und da geht es noch besser, aber das war ein deutlicher Schritt nach vorne. Auch vom Kopf her bin ich wieder voll da.“

Für eine Pokal-Überraschung reichte Brandts couragierter Auftritt indes nicht. „Wir haben uns zwei doofe Phasen geleistet“, analysierte Trainerin Kerstin Reckenthäler die zweite Pflichtspiel-Niederlage. So war es in der Tat. Der HSV hatte sich nämlich nach einem klaren 5:10–Rückstand wieder prima rangekämpft. Dank drei spektakulärer Tore in Folge von Jule Polsz geriet der Favorit ein wenig ins Wanken. Auf Vanessa Brandts Anschluss zum 12:15 (28. Minute) folgte aber ein souveräner 3:0-Lauf zur deutlichen Pausenführung. „Die sind schon ein solider Bundesligist“, meinte Brandt zum Zwischenspurt der Gäste, die auch athletisch etwas mehr zu bieten hatten und darüber hinaus am Kreis (Dionne Visser) sowie auf Rechtsaußen (Lotta Heider) zwei Top-Kräfte in ihren Reihen hatten.

Zufrieden mit der Gesamtleistung war HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm derweil nicht: „Wir haben es unnötig spannend gemacht und nicht konstant genug unsere Leistung abgerufen.“ Der in der Abwehr sehr engagierte HSV kam nämlich, ähnlich wie im ersten Abschnitt, plötzlich doch noch einmal auf Schlagdistanz. Nele Weyh sorgte für Stimmung in der mit rund 300 Zuschauern gut besuchten Klingenhalle, als sie das 22:25 von Linksaußen erzielte. Wenig später war die große Chance da, die Gäste noch mehr zu kitzeln, aber Lara Karathanassis' Distanzwurf verfehlte das leere Tor. Die Wirkung war fatal: Bensheim nutzte fortan wieder jede HSV-Schwäche aus und fuhr mit einem beeindruckenden 5:0-Lauf die Ernte ganz schnell ein.

„Wir hatten einiges Wurfpech und haben vor allem in der zweiten Halbzeit super gekämpft“, sah Vanessa Brandt viele positive Ansätze. „Darauf lässt sich aufbauen.“ Kerstin Reckenthäler blies in gleiche Horn, sah aber die hohe Anzahl an Fehlwürfen durchaus kritisch. In der Tat leistete sich der HSV zu viele Fahrkarten. Von Außen vor allem, aber auch die sehr engagierte Pia Adams agierte in dieser Hinsicht deutlich unter Schnitt. „Trotzdem können wir auf diese Leistung aufbauen“, meinte ihre Trainerin.

HSV: Krückemeier, Grewe, Gün (nicht eingesetzt); Brandt (7), Adams (4), Polsz (4, 1), Senel (3), Weyh (3), Karathanassis (2), Reinarz (1), Kamp (1), Müller, Jörgens, Fabisch

HSV Solingen-Gräfrath

Jede Menge Duelle 2. Liga gegen 1. Liga waren angesagt in der zweiten Pokalrunde. Überraschungen gab es keine. Böse unter die Räder kam der nächste Gegner des Zweitliga-Fünften HSV Solingen-Gräfrath: Die auf Rang elf platzierte TG Nürtingen verlor 24:38 (10:19) gegen den TuS Metzingen. Beim Meisterschaftsspiel am Samstag um 19.30 Uhr in der Theodor-Eisenlohr-Sporthalle wird Franziska Penz bestimmt wieder auflaufen können. Die Linksaußen fehlte gegen Bensheim/Auerbach krankheitsbedingt.

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