Die Woche im Sport von Jürgen König

Die Unsicherheit ist im Sport allgegenwärtig

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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Die coronabedingte Unsicherheit greift im Sport spürbar um sich.

So hat kurz vor dem geplanten Saisonstart der Handballverband Mittelrhein den Auftakt um drei Woche nach hinten verlegt. Nicht auszuschließen, dass der Niederrhein mit den Solinger Clubs nachzieht. Engt die Corona-Schutzverordnung zu sehr ein? Oder müsste eigentlich noch härter durchgegriffen werden? Wie in der gesamten Gesellschaft, so argumentieren die unterschiedlichen Lager auch im Sport aus verschiedenen Ecken heraus. Liefern für ihre Haltung das entsprechende Zahlenmaterial. Fest steht – das zeigt auch der Blick auf die von uns ausführlich beschriebene Durchführung eines Heimspiels der Alligators-Baseballer oder des Leichtathletik-Sportfestes beim SLC –, dass die Vereine mit ihrer personellen Ehrenamtspower an Grenzen stoßen. Und sich folgerichtig oftmals alleine fühlen.

Selbst Jörg Föste, der unermüdliche Pulsgeber des Bergischen HC, musste in dieser Woche im Gespräch mit der ST-Sportredaktion einräumen, dass das Vereinsmotto „Die Kraft in uns“ ins Schlingern gerate – so immens sind die Anforderungen an das kleine Führungsteam des Handball-Bundesligisten. Als Profisportler wird in Sachen Corona ein knallharter Kurs gefahren, der einer Isolation des Teams und seines Umfeldes gleichkommt. Training und Testspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit, regelmäßige Corona-Tests, höchste Hygiene-Anforderungen sind Alltag. Und eine entsprechende Verhaltensweise im privaten Bereich, was einem Profi sicherlich leichter fällt als der großen Masse. Hier können die Rahmenbedingungen rund ums Training oder Spiel noch so festgezurrt sein, es wird ad absurdum geführt, wenn man sich auf der Fahrt zum Training oder Spiel mal eben ohne Schutz in den Arm nimmt.

Dieses Problem haben Föste & Co. weniger, aber sie sind hochgradig davon abhängig, endlich wieder Handball spielen zu können. Der Gang dorthin führt ohne „Leitplanken“ und fördert das zutage, was die BHC-Führung stets ganz oben auf der „Agenda des Vermeidens“ stehen hat: Beliebigkeit. So sahen sich die Löwen in dieser Woche auf einmal mit dem Vorstoß der prominenten Nordlichter THW Kiel und SG Flensburg konfrontiert, die einen Erstliga-Saisonstart erst im neuen Jahr forderten – ganz im Gegensatz zum Liga-Beschluss mit dem in starkem Maße auf zahlende Zuschauer angewiesenen Duo aus Schleswig-Holstein. Auch das ist ein Hinweis auf Unsicherheit.

TOP BHC stößt im neuen Leistungszentrum auf grandiose Bedingungen.

FLOP Start im Handball der Jugend verläuft sehr unruhig.

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