American Football

Unkonzentriertheiten, Strafen und Fehler kosten die Erfolgschance

Auch in der stimmungsvollen Flutlichtatmosphäre gehörte Jan Schmitz zu den Footballer, die dahin gingen, wo es wehtut. Für den Spieler der Offensivlinie krachte es quasi in jedem Spielzug. Foto: Moritz Alex
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Auch in der stimmungsvollen Flutlichtatmosphäre gehörte Jan Schmitz zu den Footballer, die dahin gingen, wo es wehtut. Für den Spieler der Offensivlinie krachte es quasi in jedem Spielzug.

Solingen Paladins verlieren im letzten Zweitliga-Saisonspiel 9:38 (9:23) gegen die Langenfeld Longhorns.

Von Ben Busch

22.30 Uhr, das Walder Stadion erstrahlt im Flutlicht. Acht Minuten verbleiben den Solingen Paladins, um den 29-Punkte-Rückstand gegen die Langenfeld Longhorns aufzuholen. Kick-off: Kurz vor der eigenen Endzone fängt Moses Harris den Ball. Sein Ziel: die Langenfelder Endzone. Harris durchbricht den ersten Tackle und nimmt Fahrt auf. Den zweiten und dritten Gegner lässt er aussteigen und findet seinen Weg 95 Meter bis zum Touchdown. Auf der Tribüne hält es niemanden mehr, zu groß ist die Euphorie und Hoffnung einer bilderbuchreifen Aufholjagd. So schnell wie die Freude aufkam, verpufft sie auch schon wieder. Grund dafür sind zwei gelbe Flaggen, die im Football einen Regelverstoß markieren. Statt sechs Punkte in die aus Solinger Sicht richtige, geht es 25 Straf-Meter in die falsche Richtung. Wenig später stehen die Paladins als 9:38-Verlierer im letzten Zweitliga-Spiel der Saison fest.

Die Szene steht stellvertretend für das Spiel, das die Gäste von Beginn an dominierten. Zwar gab es immer wieder Lichtblicke in Solingens Offensive – einen schönen Touchdown durch Thilo Lindenberg und viele lange Laufspielzüge über Harris – jedoch waren es abermals Unkonzentriertheiten und Strafen, die den Paladins wichtige Meter und Punkte kosteten. Auch die Defensive konnte nicht an die gewohnt starke Leistung der Saison anknüpfen und leistete sich Fehler gegen offensivstarke und gut vorbereitete Langenfelder.

Gleich viermal gelang es den Gästen, im ersten Spielzug nach Ballbesitzwechsel eine Lücke in Solingens Verteidigung zu finden und zu punkten. Lücken, die unter anderem entstanden, weil Solingens Passverteidigung nach nur fünf Minuten ohne Robert Cummings, der verletzt ausgefallen war, auskommen musste.

Trotz der Niederlage zum Abschluss blickt Ingo Hübner, Vorsitzender der Paladins, positiv auf die Saison: „Unser Minimalziel, den Klassenerhalt, haben wir erreicht und konnten die eine oder andere Spitze setzen. Es war eine Saison, auf die wir aufbauen können und müssen.“ Den letzten Spieltag nutzte Hübner, um sich im Namen der Paladins für ein besonderes Jahr zu bedanken: bei der Stadt Solingen, allen ehrenamtlichen Helfern, den Sponsoren und den Fans. „Ohne euch wäre Football in Solingen so nicht möglich!“

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