Handball

Ukrainer spielen mit dem HSV in der Regionalliga

Das Team Ukraine des HSV Solingen-Gräfrath feierte einen gelungenen Einstand gegen Königsdorf.
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Das Team Ukraine des HSV Solingen-Gräfrath feierte einen gelungenen Einstand gegen Königsdorf.

Gräfrather bietet Flüchtlingen eine sportliche Heimat und vermelden weitere Neuigkeiten.

Von Lutz Clauberg

Der HSV Solingen-Gräfrath bietet jungen Handballern aus der Ukraine eine sportliche Heimat. Ein gutes Dutzend Spieler läuft in der Spielzeit 2022/23 als „HSV Solingen-Gräfrath Team Ukraine“ in der A-Jugend-Regionalliga auf und trifft dort unter anderem auf den Bergischen HC II.

Die meisten der Jugendlichen des Jahrgangs 2005 halten sich mit ihren Trainern seit Anfang April in Solingen auf. „Sie kommen aus einem Sportinternat in Kiew“, sagt Stefan Bögel. Er ist der Geschäftsführer der Frauenpower Spielbetriebs-GmbH, ehemaliges Vorstandsmitglied des HSV Solingen-Gräfrath und hat geschäftlich als Spielervermittler und Berater seit 1996 enge Kontakte zum ukrainischen Handball – damals insbesondere zum Verein Schachtar Donezk. „Ich habe in diesen schlimmen Zeiten Hilfe angeboten“, sagt Bögel. Die Mannschaft trainiere fast täglich und hat jüngst ein Trainingsspiel gegen den Regionalligisten TuS Königsdorf mit Unterstützung deutscher HSV-Spieler bestritten. Die Begegnung endete mit einem 34:32-Sieg für das Team Ukraine.

Reichlich Neuigkeiten gibt es auch vom Frauen-Zweitligateam. Am 10. Juni bat Trainerin Kerstin Reckenthäler zum ersten Training. Neuzugang Lisa Kunert, im Frühjahr vom Zweitliga-Mitbewerber TuS Lintfort verpflichtet, war nicht am Start. „Sie steht aus gesundheitlichen Gründen auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung“, erklärt Bögel. Sandra Münch, bis dahin als Team-Managerin stark ins Zweitliga-Team eingebunden, ist nicht mehr an Bord. Bögel: „Sie möchte wieder spielen.“ Das wird sie beim TVB Wuppertal in der 3. Liga. Trainerin dort ist Niki Münch, einst auch beim HSV in Amt und Würden. Sie ist die ältere Schwester der Zwillinge Mandy Reinarz und Sandra Münch.

„Ich habe in diesen schlimmen Zeiten Hilfe angeboten.“

Stefan Bögel, HSV-Macher

Die aus Beyeröhde geholte Torhüterin Katja Grewe wurde derweil erneut am Knie operiert. Man hofft im Gräfrather Lager, dass sie in drei Wochen wieder einsteigen kann. Pia Adams, Neuzugang vom BSV Sachsen Zwickau, war bereits zugegen. Sina Ehmann, mit FA Göppingen in der Bundesliga-Relegation an Zwickau gescheitert, ist jüngst umgezogen und wird zeitnah erwartet.

Auf Sena Gün ist derweil der türkische Verband aufmerksam geworden. Für die in der Rückrunde sehr solide Torhüterin steht eine baldige Nominierung in die türkische Nationalmannschaft in Aussicht. Nachwuchs-Ass Lucy Jörgens vertritt derweil wie berichtet den HSV bei der Junioren-WM in Slowenien. Zum Auftakt trifft sie mit der deutschen U20 am Mittwoch auf Chile.

Am Mittwoch macht sich Gary Hines auf den Weg nach Mexiko. Der beim HSV in der Bezirksliga aktive Ex-Drittligahandballer spielt mit den USA um ein Ticket für die WM 2023 in Schweden und Polen. Gegner sind Grönland, Kuba und Gastgeber Mexiko. Hines, als Ninja Warrior einem breiten Publikum bekannt, war am Wochenende beim Final Four in Köln gebucht. Er stellte die Wettkampfshow im Rahmenprogramm vor.

International wird es für den Gräfrather Zweitligisten ab dem 22. August. In Nuoro auf Sardinien steht ein mehrtägiges Vorbereitungsturnier auf dem Programm. Die Gegner lauten V&L Geleen aus den Niederlanden, der Handball Ajaccio Club von der französischen Insel Korsika sowie Lokomotiva Zagreb (Kroatien).

Zum Saisonstart am 10. September in der Klingenhalle wird der TSV Nord Harrislee erwartet. Es folgen sehr wahrscheinlich Duelle beim Neuling HC Rödertal und gegen den ESV Regensburg. Offiziell ist der Spielplan noch nicht.

Organisatorische Dinge der Frauenpower GmbH werden neuerdings (auch) in der angemieteten Geschäftsstelle am Lindgesfeld 29 angepackt. Dort hat Bögel sein Büro, montags und mittwochs jeweils zwischen 10 und 13 Uhr ist Corinna Tießen-Lau präsent. Die ehemalige HSV-Spielerin macht das ehrenamtlich. Überdies steht ein teilbarer Konferenzraum zur Verfügung, insbesondere im Keller kann reichlich Vereinsmaterial gelagert werden. Bögel: „Das hilft uns sehr.“

Talentschmiede

Der Talentschmiede-Förderverein der Handball-Jugend im HSV Solingen-Gräfrath führt ein Feriencamp durch: vom 2. bis zum 5. August, jeweils zwischen 8.30 bis 15.30 Uhr, in den Sporthallen der Alexander-Coppel-Schule an der Wupperstraße. Die Teilnahme kostet inklusive ausgewogener Verpflegung und Getränken 109 Euro pro Kind (99 Euro für Geschwisterkinder). Das Angebot richtet sich an Handball spielende Kinder und auch an die, die herangeführt werden möchten. Die Anmeldung kann online erledigt werden:

hsv-solingen-graefrath.de/talentschmiede

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