Fußball

TSV: Ein Zukunfts-Versprechen

Max Zäh in Jubelpose: Der 19-Jährige hat – unter anderem doppelt gegen die Britannia – schon fünf Mal getroffen. Foto: Moritz Alex
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Max Zäh in Jubelpose: Der 19-Jährige hat – unter anderem doppelt gegen die Britannia – schon fünf Mal getroffen.

Fußball-Bezirksligist will sich stetig weiterentwickeln und in die Top Fünf.

Von Timo Lemmer

Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen den VfL Benrath, der als Tabellenführer bisher nur einmal unentschieden gespielt hat, legte der TSV Solingen in der Fußball-Bezirksliga eine starke Serie hin. Vier Siege und zwei Remis brachten am letzten Spieltag vor dem neuerlichen Stopp die Chance, auf Rang zwei zu springen. Dass daraus bei Aufsteiger SC Unterbach aufgrund einer Niederlage nichts wurde, rundete das Leistungsbild der Solinger regelrecht ab: Der TSV ist für Highlights und solide Serien, während der auch mal schwache Spiele gewonnen werden, zu haben – Konstanz auf oberstem Niveau hat die Elf aber noch nicht. „Die Top Fünf wollen wir aber schon realisieren“, sagt Trainer Uwe Rütjes.

Er lobt die Rahmenbedingungen, in denen er sich bewegt, und nimmt sich dafür selbst zurück. Zum einen leiste sein Spannmann Nils Esslinger „überragende Trainingsarbeit. Ich stehe da gerne öfter im Hintergrund“. Das Duo ergänzt sich ideal. Die Entwicklung der jungen Spieler treibt es jedenfalls an, und das Trainerduo hat gemeinsam „ein echtes Team geformt“.

Daneben lobt Rütjes aber eben auch das gesamte Management drumherum – namentlich vor allem Yorik Heiber. Rütjes: „Der TSV hat im Sommer den nächsten Teil des Umbruchs vollzogen, und hier muss man ein großes Lob an Yorik aussprechen. Es sind neben etablierten Kräften auch viele junge Spieler dazugekommen.“ Die spielen sich teilweise in den Fokus, und Stützen wie Esslinger, Tobias Bergen, Ennio Orsillo, Neuzugang Chris Krone, Florian Heuschkel und andere, erfahrenere Akteure geben ein stabiles Grundgerüst.

„Es können noch einmal große Umbrüche folgen.“
Yorik Heiber, Sportlicher Leiter

So spielen sich auch abseits der offensichtlich starken Offensivreihe – unter anderem mit Eric Schürg (22 Jahre, 8 Tore) und Max Zäh (19, 5 Tore, beide haben für die kommende Saison verlängert) – junge Talente in den Vordergrund. Agostino Barretta (19) oder Henning Dörr (24) kommen auf zahlreiche Minuten. Und aus dem Mittelfeld ist Hannes Bernhard (19) mit seiner Ruhe schon kaum mehr wegzudenken. „Seine Entwicklung hatte ich so erwartet, aber auch da ist noch Luft nach oben“, sagt Rütjes.

Heiber, der als Sportlicher Leiter die Entwicklung seit der Kreisliga-B-Spielzeit 2014 prägt, bilanziert die bisherige Saison ähnlich: „Wir haben definitiv drei Punkte zu wenig. Aber wir stehen insgesamt auch einfach da, wo wir mit dem Kader hingehören.“ Das ist momentan Platz vier. Er denkt schon weiter, hat mittelfristige Pläne – und dämpft die Erwartungen rund um den talentreichen Kader. Man müsse erstmal sehen, wie lange die arrivierten Stützen noch weitermachen – bei einigen stehe ein Kürzertreten zur kommenden Saison zur Diskussion. Heiber: „Es können also noch einmal große Umbrüche folgen. Nichtsdestotrotz sind wir für die Zukunft sehr ambitioniert.“

Uwe Rütjes denkt ebenfalls schon weiter, freut sich wie auch viele Akteure, die schon oder in Zukunft für den TSV auflaufen, über die boomende Infrastruktur an der Höher Heide. Sportlich sagt er: „Im Sommer 2021 steht der TSV vor dem letzten Teil des Umbruchs, und dann können andere Ziele gesetzt werden.“ Vor Yorik Heiber stehen also abermals arbeitsreiche Monate – die Grundlagen allerdings sind gelegt. Sportlich wie baulich.

Planmäßig sind seitens des Verbands weiterhin für Dezember zwei Spieltage am 6. und 13. Dezember angesetzt. Der TSV hätte in seiner 15er-Staffel zunächst allerdings ohnehin spielfrei.

Corona-Folgen

Die Maßnahmen rund um die Corona-Pandemie treffen die Vereine auch finanziell – nicht zuletzt aufgrund fehlender Zuschauer- und Cateringeinnahmen an den Spieltagen. Yorik Heiber: „Wir müssen schon hoffen, dass es der letzte Lockdown ist. Wir knapsen finanziell an den Maßnahmen, beispielsweise ist die Outdoor-Halle normalerweise eine wichtige Einnahmequelle.“ Zudem fallen Ereignisse, die elementar zum Vereinsleben beitragen, weg – es entstehe also auch immaterieller Schaden. Heiber: „Festivitäten wie Beach- oder Hüttenparty sind bei uns ein elementarer Bestandteil. Auch das Pfingstturnier.“ Das mache sich beim TSV schon deutlich bemerkbar. Aber: „Generell sind wir aber weiterhin finanziell solide aufgestellt.“

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