Handball

TSV will sich unbedingt sportlich halten

Kevin Tobolski kommt von Regionalligist SG Langenfeld zurück nach Aufderhöhe. Der Rückraumspieler steht für Wurfgewalt. Archivfoto: Kurt Kosler
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Kevin Tobolski kommt von Regionalligist SG Langenfeld zurück nach Aufderhöhe. Der Rückraumspieler steht für Wurfgewalt.

Nach zwei Oberliga-Klassenerhalten am grünen Tisch ist das Ziel klar.

Von Thomas Rademacher

Im März 2020 wurde die Handball-Saison durch Corona jäh beendet. Für den TSV Aufderhöhe war das so etwas wie Glück im Unglück. Acht Spieltage vor Schluss stand der Oberligist mit dem Rücken zur Wand und hätte sich wohl sportlich nicht mehr gehalten. Der Abstieg wurde aber ausgesetzt. Gleiches geschah erneut durch den frühzeitigen Abbruch der Amateur-Saison 2020/21. Wieder hielten die Aufderhöher die Klasse – trotz 1:7-Punkten zum Auftakt. „Wir sind leider nicht dazu gekommen, uns sportlich für die Oberliga zu qualifizieren. Das haben wir in der kommenden Spielzeit vor“, definiert Trainer Heino Kirchhoff das große Ziel frühzeitig.

Der 67-Jährige ist überzeugt, dass dies gelingen kann. „Wir sind stärker aufgestellt“, betont er. Zwar stehen Marvin Mollenkott, Jan Biesenroth und Björn Sichelschmidt nicht mehr zur Verfügung, doch die Aufderhöher haben sich gleich fünf Zugänge geangelt. Königstransfer ist die Rückkehr von Kevin Tobolski von der SG Langenfeld. Der 2,07 Meter große Handballer ist wahrlich ein Torgarant. Außerdem befinden sich Tim Becker (Tus Königsdorf), Alexander Venedey (TV Geistenbeck), Jakob Isermann sowie Torhüter Besian Stublla (beide Eintracht Hagen) neu im Kader.

„Es lässt sich richtig gut an in den ersten Einheiten“, lobt Kirchhoff, der zudem herausstellt, wie wohl er sich beim TSV fühlt. Die Zusammenarbeit mit Trainer-Spannmann Aki Ktenidis funktioniere hervorragend. „Der TSV ist nicht umsonst einer meiner beiden Stammvereine“, sagt der Coach, zudem mit Vergangenheit beim Ohligser TV. „Der Ruf, dass der TSV eine große Familie von Kämpfern ist, bestätigt sich in jedem Training.“

Allerdings müssen Kirchhoff und Ktenidis improvisieren. Die Heimspielstätte Börkhaus-Siebels wird noch bis Oktober saniert. „Daher müssen wir in den Heiligenstock ausweichen und können nur zwei statt drei Mal in der Woche trainieren“, sagt Kirchhoff. „Wir versuchen, das auszugleichen, gehen auch sonntags in die Halle. Zudem nutzen wir im Sportpark Landwehr aktuell einen Functional Court – das ist eine Mischung aus Kraft- und Cardiotraining.“

Mit den handballerischen Einheiten ist der Coach insgesamt sehr zufrieden. „Gerade, weil wir immer Sechs-gegen-Sechs spielen können. Der vergrößerte Kader hilft ungemein“, erläutert Kirchhoff, der optimistisch auf die Saison blickt – aber ein wenig mit dem Ausfall der Heimspielstätte hadert. „Wir werden wohl das Heimrecht tauschen und die ersten Spiele auswärts bestreiten“, sagt er. Beim TV Angermund beginnt am 18. September die Saison. Es folgen die beiden Duelle gegen die Topfavoriten Borussia Mönchengladbach und Bergischer HC II. Kirchhoff: „Damit ist der Druck von Anfang an hoch.“

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