Fußball

TSV-Fußballer beweisen einmal mehr großes Herz

Jonathan Welzel (l.) und Marcel Heinen überbrachten dem Bethanien-Personal einen TSV-Korb voller Überraschungen. Foto: TSV
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Jonathan Welzel (l.) und Marcel Heinen überbrachten dem Bethanien-Personal einen TSV-Korb voller Überraschungen.

In der Krise denken Jonathan Welzel und Co. nicht an sich, sondern verstärkt an andere.

Von Fabian Herzog

An die große Glocke haben sie ihre Aktionen nicht gehangen. Obwohl sie das absolut verdient gehabt hätten. Eher heimlich, still und leise – und auch das spricht für sie – haben die TSV-Fußballer und -Fußballerinnen einmal mehr bewiesen, dass der Verein zu den außergewöhnlicheren seiner Zunft gehört und sich sozial engagiert. Erst machten sie den Angestellten der drei Solinger Krankenhäuser mit einem Dankeschön eine Freude, dann produzierten sie Corona-Masken und spendeten den Erlös an die Suppenküche der Pfarrgemeinde St. Sebastian.

Aber der Reihe nach: Nach Ausbruch der Corona-Pandemie entstand Idee Nummer eins. „Aus einer Laune heraus“, wie Mit-Initiator Jonathan Welzel erzählt. Der Ex-Spieler ist dem Verein immer noch sehr verbunden und packt mit an, wo es etwas anzupacken gibt. Bei einer Laufrunde mit Marius Emmerich aus der ersten Mannschaft erzählte dieser ihm von der Arbeit im Bethanien und dem wahnsinnigen Einsatz, der dort geleistet wird. Gemeinsam beschlossen die beiden, einen Teil der Mannschaftskasse der Bezirksligatruppe in einen Einkauf zu investieren und diesen den Angestellten als kleine Anerkennung zukommen zu lassen. Und weil der TSV eben der TSV ist, beteiligten sich daran auch die anderen Seniorenteams. Also zweite, dritte und vierte Mannschaft sowie die Frauen.

Mit einer stattlichen Summe gingen Welzel und Co. kurze Zeit später im Handelshof einkaufen, luden mehrere Wagen voll und packten allerhand Leckereien abends in insgesamt sechs große Körbe. Weil sogar noch ein bisschen Geld übrig war, kauften die TSV-Fußballer auch noch ein paar Sträuße Blumen. Dies alles überbrachten sie dem Städtischen Klinikum, der St. Lukas Klinik und dem Bethanien. „Wir haben daraufhin auf unterschiedlichen Wegen eine Menge Feedback bekommen“, erzählt Welzel.

Nicht weniger toll und erwähnenswert war das, was der Verein kurze Zeit später auf die Beine stellte. Wegen großer Nachfrage nach Mund-Nasen-Masken begab man sich in kurzfristige Eigenproduktion. Das Nähen übernahmen Spielerfrauen, -freundinnen, -mütter und -omas. „Also alle, die es konnten“, sagt Jonathan Welzel, der zusammen mit Vereinsmanager Yorik Heiber in der Geschäftsstelle für das Bedrucken verantwortlich zeichnete.

Die fertigen Masken, stolze 50 an der Zahl, wurden anschließend gegen eine Spende an Mann und Frau gebracht. Den Erlös, rund 270 Euro, übergab Welzel dann an die Suppenküche der St. Sebastianer. „Die waren mega happy“, berichtet der 31-Jährige und findet: „Was die da leisten, ist der Wahnsinn.“

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