Fußball

TSV-Frauen freuen sich über Verstärkungen

Marie Zäh wechselte schon im Sommer vom HSV Langenfeld zum TSV Solingen und ist nun auch endlich spielberechtigt.
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Marie Zäh wechselte schon im Sommer vom HSV Langenfeld zum TSV Solingen und ist nun auch endlich spielberechtigt.

Der Fußball-Landesligist nimmt das Training wieder auf und testet sechsmal.

Von Fabian Herzog

Die bisherige Ausbeute von 19 Punkten aus zwölf Spielen und Tabellenplatz vier kann sich durchaus sehen lassen. Erst recht als Aufsteiger. Dem stimmt auch René Langer, der Trainer der Landesliga-Fußballerinnen des TSV Solingen, grundsätzlich zu. Trotzdem macht er keinen Hehl daraus, alles andere als glücklich mit dem Erreichten zu sein. „Ich bin sogar sehr unzufrieden. Weil viel mehr möglich gewesen wäre und wir bei den meisten Spielen, die wir verloren haben, kein gutes Bild abgegeben haben.“

Was sie drauf haben, stellten die Solingerinnen, die an diesem Donnerstag die Vorbereitung zur restlichen Saison aufnehmen und am Sonntag (13 Uhr, Neuenkamp) gegen den klassentieferen SV Glehn das erste von sechs Testspielen absolvieren, nur phasenweise unter Beweis. Wie zwischen dem zweiten und achten Spieltag, als fünf Siege am Stück gefeiert wurden. „Da haben wir teilweise tollen Fußball gespielt“, blickt Langer zurück. Niederlagen wie die gegen die Mitkonkurrenten im vorderen Bereich aus Meerbusch und Wuppertal liegen dem Coach dagegen „immer noch schwer im Magen“.

An der Konstanz soll in der Winterpause gefeilt werden. „Wir machen viel mit dem Ball und im taktischen Bereich“, weiß Langer um die Defizite, die seiner Meinung nach wahrlich nicht im physischen Bereich liegen. Der übermäßige Einsatz von Medizinbällen oder anderen kraftraubenden Maßnahmen sei daher nicht nötig. Viel Wert wird stattdessen auf die Testspiele gelegt. Neben Glehn kommen die Gegner mit Rhenania Hochdahl (5. Februar) und SSVg. Haan (12. Februar, beide 11 Uhr, Neuenkamp) noch zweimal ebenfalls aus der Bezirksliga sowie mit dem CfR Links (22. Januar, 13 Uhr, auswärts), der SSVg. Velbert (29. Januar, 11 Uhr, Neuenkamp) und dem TSV Urdenbach (19. Februar, 17 Uhr, auswärts) sogar aus der Niederrheinliga. Am 26. Februar geht es dann mit dem prestigeträchtigen Kreisderby gegen den HSV Langenfeld im Ligabetrieb weiter.

Für Marie Zäh wird dies sicherlich eine ganz besondere Partie werden. Die Schwester von Max Zäh, dem Spieler der TSV-Männer, war schon im Sommer vom HSV zum Aufsteiger gekommen, ist wegen verspäteter Abmeldung aber jetzt erst spielberechtigt. „Sie ist eine super Spielerin“, sagt Langer über die Spielmacherin, die er früher bereits einmal in der TSV-Jugend trainiert hat. In Langenfeld sammelte die mittlerweile 19-Jährige dann auch schon Niederrheinliga-Erfahrung.

Quasi ein weiterer Neuzugang stößt dann am 1. April wieder zur Mannschaft. Torjägerin Alina Scheben kehrt vom Auslandssemester aus Frankreich zurück, wo sie für GF Laval Bourny/St. Pierre la Cour in der dortigen Spielklasse R2 aufläuft. „Ich würde das Niveau mit der Landes-, vielleicht auch mit der Niederrheinliga vergleichen“, sagt die Angreiferin. Eigentlich hätte diese schon zum Jahresende aufhören müssen, um in Deutschland im Laufe der aktuellen Saison wieder dazustoßen zu können. Dank des Einsatzes des TSV-Vorstands und einer Sondergenehmigung des FVN darf sie aber nun noch drei Monate in Frankreich spielen und anschließend den TSV verstärken.

Beinahe kein Wunder, dass René Langer sagt: „Vom Kader her hätten wir diese Saison schon aufsteigen können.“ Der Rückstand auf Platz eins beträgt aber bereits elf Punkte. Ab dem Sommer soll die Niederrheinliga dann jedoch endgültig angegriffen werden.

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