Eisschwimmen

TSV-Duo erwärmt bei Eisschwimm-WM das Herz des Trainers

Tolle Ausbeute: Saskia Käs (l.) und Ilona Vogt-Humberg nahmen sieben Medaillen von der Eisschwimm-WM mit. Foto: VH
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Tolle Ausbeute: Saskia Käs (l.) und Ilona Vogt-Humberg nahmen sieben Medaillen von der Eisschwimm-WM mit.

Saskia Käs und Ilona Vogt-Humberg sichern sich in ihren Altersklassen insgesamt sieben Medaillen

Von Fabian Herzog

Wie gerne hätte er seine Schützlinge zu einem Wettkampf in seinem Mutterland begleitet. Wegen eines Trauerfalls in der Familie konnte Peter Sauerland aber nur aus der Ferne mitverfolgen, wie sich Saskia Käs und Ilona Vogt-Humberg bei der Weltmeisterschaft im Eisschwimmen im polnischen Glogow so schlugen. Doch was dem Trainer des Sauerland-Teams an Neuigkeiten übermittelt wurden, begeisterte ihn, erwärmte förmlich sein Herz. Käs und Vogt-Humberg räumten in ihren Altersklassen einen Titel und insgesamt sieben Medaillen ab. Und ließen ihren Coach schwärmen: „Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.“

Der verrückte Wettstreit hielt für die Teilnehmer wahrlich gewöhnungsbedürftige Bedingungen bereit. Geschwommen wurde in einem in der Oder befestigten 25-Meter-Becken. In drei Grad kaltem Wasser. Nichts für Frostbeulen und damit eigentlich auch nichts für Profi-Triathletin Käs, die sich von Vogt-Humberg, ihrer Teamkollegin beim TSV Aufderhöhe, aber hatte überzeugen lassen. Diese war 2019 schon bei der Deutschen Meisterschaft im Eisschwimmen dabei und mit zwei Titeln in ihrer Altersklasse sehr erfolgreich gewesen.

Das zusätzlich Besondere dieser Wettkämpfe: Es dürfen keine Neopren-, sondern lediglich normale Badeanzüge getragen werden. All das führte für Käs zu einem kleinen Kulturschock. Gerade erst war sie auf Lanzarote, um sich bei frühlingshaften Bedingungen auf die Triathlonsaison vorzubereiten. Und jetzt das. „Als ich zum ersten Mal im Wasser war, dachte ich echt: Oh mein Gott“, berichtet die 28-Jährige von ihrer Eisschwimmpremiere. Auf den ersten 25 Metern hatte Käs mit der Kälte auch echt zu kämpfen. „Ich konnte nicht atmen und habe die Luft deswegen einfach angehalten.“

Doch mit jeder Sekunde gewöhnte sie sich an die Gegebenheiten und schwamm in ihrer Altersklasse 25-29 mehrfach aufs Podest. Käs gewann dreimal Silber (50 Meter Delfin, 100 Meter Lagen, 100 Meter Brust) und einmal Bronze (50 Meter Brust). Vogt-Humberg (Ak 50-54) sicherte sich zwei Silbermedaillen (50 Meter Brust und 50 Meter Delfin) und über 100 Meter sogar den WM-Titel. „Ich bin super glücklich“, sagte die 50-jährige Solingerin.

Und ihr Trainer? Der war verdammt stolz und hatte fast ein bisschen Mitleid: „Mir ist schon kalt, wenn ich nur über das Eisschwimmen spreche“, meinte Peter Sauerland lächelnd. Er durfte sich auch über eine weitere klasse Leistung in seinem Team freuen. Mit Oliver Faber hat sich ein TSV-Triathlet in der Ak 50 überraschend für die Weltmeisterschaft Ende Oktober in Utah/USA qualifiziert. Ausführliche Berichterstattung folgt.

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