Handball

Trotz Tabellenführung nicht favorisiert

Mit vereinten Kräften – hier halten Mandy Reinarz (l.) und Carina Senel Hannah Wagner vom TVB Wuppertal in Schach – möchte der HSV Solingen-Gräfrath in Berlin die Tabellenführung verteidigen. Foto: Andreas Horn
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Mit vereinten Kräften – hier halten Mandy Reinarz (l.) und Carina Senel Hannah Wagner vom TVB Wuppertal in Schach – möchte der HSV Solingen-Gräfrath in Berlin die Tabellenführung verteidigen.

Handball: Zweitligist HSV Solingen-Gräfrath reist zu den Spreefüxxen nach Berlin

Von Lutz Clauberg

Schon zum fünften Mal treffen am Samstag der HSV Solingen-Gräfrath und die Füchse Berlin – die Spreefüxxe – in der 2. Handball-Bundesliga aufeinander. Anwurf in der Sporthalle Charlottenburg ist um 19 Uhr. Mit einer nennenswerten Kulisse ist in diesem Spitzenspiel zwischen dem Fünften Berlin und dem Ersten Solingen nicht zu rechnen: Die Gastgeberinnen setzten sich bei ihrem ersten Heimauftritt in der noch jungen Saison 2021/22 vor nur 174 Zuschauern mit 30:24 gegen den TVB Wuppertal durch.

„Wenn wir liefern, muss Berlin auch liefern.“

Kerstin Reckenthäler, HSV-Trainerin

Die Spreefüxxe gehören für Kerstin Reckenthäler selbstredend zu den Titelaspiranten. „Sie haben richtig, richtig gute Spielerinnen“, sagt die HSV-Trainerin. Im Aufgebot stehen fünf Niederländerinnen sowie eine Litauerin, eine Kroatin, eine Portugiesin und eine Finnin. Als Zweiter der Spielzeit 2020/21 erreichte das Team der ehemaligen Nationalspielerin Susann Müller die Aufstiegsrunde zur Bundesliga und scheiterte nur aufgrund der Auswärts-Tor-Regelung an HL Buchholz 08-Rosengarten. Im Gegensatz zum fünf Mal erfolgreichen HSV stehen aktuell zwei zumindest in der Höhe überraschende Pflichtspiel-Niederlage zu Buche: am vierten Spieltag mit 18:24 bei den Kurpfalz Bären und im Pokal mit 22:38 gegen den Erstligisten HSG Blomberg-Lippe.

Angesichts der überragenden Entwicklung beim Zweitliga-Tabellenführer liegt die Frage nahe, ob im fünften Anlauf der erste Sieg möglich ist. Reckenthäler: „Es wird auf jeden Fall schwer.“ Es gehe darum, ihrer Mannschaft zu vermitteln, dass zwei weitere Punkte drin sind. „Wenn wir liefern, muss Berlin auch liefern.“

Wie angekündigt, lag ein Fokus in der Trainingswoche auf der Abwehrarbeit. Das Defensivverhalten beim 30:29 gegen den TV Aldekerk gefiel der Trainerin nämlich überhaupt nicht. Erst der Wechsel auf eine 5:1-Formation sorgte für einen besseren Zugriff. Der Angriff funktionierte auch nicht immer überzeugend – immerhin trafen neun Spielerinnen. Am besten – wie eigentlich immer – die Halblinke Vanessa Brandt. Sie liegt in der Torjägerliste mit 44 Treffern auf dem zweiten Platz hinter Kerstin Foth (45) von der TG Nürtingen. Beste Berlinerinnen sind die Außen Djazzmin Trabelski (32) und Anais Gouveia (16).

Am sechsten Spieltag stehen zwei weitere interessante Duelle mit in den oberen Tabellen-Gefilden platzierten Mannschaften auf dem Programm: Der hoch gehandelte Vierte FA Göppingen empfängt den Sechsten Mainz 05, der die Linkshänderin Nives Klobucar unter der Woche an den vom Verletzungspech heimgesuchten Erstligisten TSV Bayer Leverkusen abgab – der wie der HSV verlustpunktfreie Zweite VfL Waiblingen reist zum Neunten HC Leipzig.

STB-Heimspiel gegen das Schlusslicht

Gespielt wird am Wochenende auch in der 15 Teams starken Männer-Verbandsliga. Eröffnet wird Runde sechs am Freitag um 19.30 Uhr in Essen mit der Begegnung des Dritten SG Überruhr (7:3-Zähler) gegen Überraschungs-Tabellenführer TV Ratingen (8:2). Der Sechste Solinger Turnerbund (6:4), zuletzt vom ETB SW Essen mit 26:28 bezwungen, trifft am Samstag in der heimischen ADS-Sporthalle auf das Schlusslicht HSG Mülheim/Styrum (0:8). „Wir haben nur eingeschränkt trainiert, sind aber am Samstag gut aufgestellt“, sagt Trainer Robert Heinrichs. Um nach oben nicht abreißen zu lassen, soll der vierte Sieg her.

Handball

Bezirksliga: Der HSV Solingen-Gräfrath und der Ohligser TV III holen ihr Duell vom zweiten Spieltag nach. Der hohe Favorit HSV ist mit vier Zählern Erster, der OTV greift am Sonntag zum ersten Mal ins Geschehen ein.

3. Liga: Die HSG Krefeld hat als Zweiter in Staffel D andere Ambitionen als der Achte Leichlinger TV, für den es um den Klassenerhalt geht. Anpfiff in der Glockenspitzhalle am Freitag ist um 20.30 Uhr.

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