Triathlon

Trotz Frust: Käs bleibt Frohnatur

Saskia Käs weiß das Privileg, als Profi-Sportlerin im Klingenbad trainieren zu können, sehr zu schätzen. Foto: Käs
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Saskia Käs weiß das Privileg, als Profi-Sportlerin im Klingenbad trainieren zu können, sehr zu schätzen. 

Profi-Triathletin genießt Unterstützung.

Von Fabian Herzog

Als Familienmensch weiß sie auch die Vorzüge der derzeitigen Situation zu schätzen. So viel Zeit, wie seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie, hat Saskia Käs mit ihren Eltern und Schwestern ewig nicht verbracht. Im eng getakteten Terminkalender eilt die Profi-Triathletin sonst von Wettkampf zu Wettkampf oder von Trainingslager zu Trainingslager. Oft ist sie monatelang nicht zu Hause. Doch mittlerweile blickt sie auf mehr als ein Jahr ohne einen Triathlon zurück. Den letzten bestritt die Solingerin Ende Oktober 2019 im marokkanischen Marrakesch. Wahnsinn!

Doch Käs ist und bleibt eine Frohnatur. „Natürlich ist das alles frustrierend. Aber ich kann es ja nicht ändern.“ Ihr Gemüt lässt sie sich nicht trüben. Das schafft selbst Corona nicht. „Ich mache das Beste draus und blicke nach vorne“, sagt die 27-Jährige. Wobei selbst das in diesen schwierigen Zeiten nicht einfach ist. Wettkämpfe sind logischerweise noch keine in Sicht. Käs hofft darauf, sich ab März wieder ihrem „normalen“ sportlichen Alltag annähern zu können. Ihr Trainer Peter Sauerland plant ein zweimonatiges Trainingslager auf Mallorca von März bis Mai, wo sie auch bei zwei Veranstaltungen starten soll. Alles, was danach folgt, steht derzeit noch in den Sternen.

Käs will aber für alle Fälle vorbereitet sein und setzt ihr Trainingspensum in den heimischen Gefilden mit größtmöglicher Konsequenz um. Täglich kommt sie auf zweieinhalb Stunden. Meist alleine, worunter auch die Motivation leiden kann. Dann hilft die Familie mit. „Meine Mama tritt mich dann schon mal in den Hintern“, erzählt Saskia Käs lachend. Oder Schwester Yvonne begleitet sie bei einer Laufeinheit auf dem Fahrrad. Beides hilft im Kampf gegen den Schlendrian.

Auch die Stadt Solingen unterstützt die Athletin. Weil sie im Besitz einer Profi-Lizenz ist, darf Käs ihren Sport weiterhin ausüben und zum Schwimm-Training dreimal pro Woche die Klingenhalle nutzen. „Ich bin sehr dankbar dafür. Die Bedingungen sind super“, schwärmt sie.

Geplantes Trainingslager auf Teneriffa fällt kurzfristig aus

Vergangene Woche und damit zu Beginn ihres dritten Jahres als Profi hatte Käs mit ihrem Coach Peter Sauerland ein zehntägiges Trainingslager auf Teneriffa geplant. Kurzfristig entschieden sie sich dagegen und setzen stattdessen den Plan in Solingen um. „Der Aufwand hätte sich nicht gelohnt“, begründet die Triathletin die Absage.

Für den Hin- und den Rückflug hätte Käs ein negatives Testergebnis vorlegen müssen. Zudem war nicht klar, ob und wie sie auf der kanarischen Insel trotz ihres Profi-Status die Schwimmbäder hätte nutzen können. Darüber hinaus wollte die examinierte Altenpflegerin, die im Altenzentrum in Wald arbeitet, nicht das Risiko eingehen, das Virus möglicherweise mitzubringen.

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