Fußball

Traumstart durch Zäh mündet im Dunkeln

Max Zäh, hier im verlorenen Heimspiel gegen Mettmann, bewies beim 1:0 seine Abschlussqualität.
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Max Zäh, hier im verlorenen Heimspiel gegen Mettmann, bewies beim 1:0 seine Abschlussqualität.

Niederrheinpokal: BV Gräfrath scheidet aus, TSV-Spiel wird bei Führung abgebrochen.

Von Jürgen König

Zumindest vorerst nicht von Erfolg gekrönt waren die beiden Auftritte der Solinger Vertreter im Niederrheinpokal. An der Höher Heide wurde es ein aufregender Abend.

TSV Solingen – DJK VfL Giesenkirchen Abbruch bei 2:1. Es ist eine Geschichte, die den Fußball immer mal wieder heimsucht: der Ausfall des Flutlichts. So geschehen auch im Erstrunden-Match der Aufderhöher, und das bei einer 2:1-Führung in der nur noch wenige Augenblicke währenden Nachspielzeit. „Wir haben bei der Stadt mit Blick auf eine mögliche Verlängerung alles Erforderliche angemeldet und auch bestätigt bekommen“, sagte Mannschaftsverantwortlicher Nils Esslinger, dessen Club allen Bemühungen zum Trotz schließlich einen Abbruch konstatieren musste. Horst Schulten vom Stadtdienst Sport und Freizeit: „Unsere erste Prüfung hat ergeben, dass TSV und wir alles richtig gemacht haben. Wir forschen noch nach der Ursache.“ Die Partie wurde inzwischen für kommenden Mittwoch, 19.30 Uhr, neu angesetzt.

Eine blendende erste Halbzeit legte der TSV hin, kaufte dem letztjährigen Landesligisten den Schneid ab – agierte folgerichtig überlegen und überstand die wenigen heiklen Situationen vor dem eigenen Tor. In die andere Richtung ging es mit Volldampf. Gleichwohl zur Freude des Sportlichen Leiters Yorik Heiber und Coach Esslinger. „Wir können endlich auch in der Breite einen starken Kader aufbieten“, freute sich Heiber nach den zwei Bezirksliga-Niederlagen schon beim Kassieren der Eintrittsgelder von 160 Zuschauern auf ein mögliches erstes Erfolgserlebnis. Und Esslinger stellte vor dem Anpfiff die Bedeutung heraus: „Der Niederrheinpokal ist etwas Besonderes, das wollen wir möglichst lange genießen.“

Zu denen, die zur Aufwertung des Kaders beitrugen, gehörte neben Christian Krone Ex-Profi Tobias Haitz, der als linker Verteidiger ein ums andere Mal die Defensive der Gäste mit weiten Diagonalpässen aushebelte. In der 18. Minute war es allerdings ein Pass von Innenverteidiger Marcel Gerasch, der auf der rechten Seite Florian Heuschkel fand, dessen Hereingabe Max Zäh sehenswert zur 1:0-Führung vollstreckte. Ähnlich fiel kurz vor dem Seitenwechsel das 2:0. Haitz und erneut Heuschkel bereiteten vor, Nektarios Romas traf per Kopf.

Bis in die zweite Halbzeit hinein durften die TSV-Verantwortlichen zufrieden sein. Elias Dittmann nahm klasse aus der Distanz Maß, scheiterte unter anderem aber wie zwei seiner Kollegen an der Latte – Esslinger haderte zudem mit „zwei, drei nicht bekommenen Elfmetern“. Mit dem Anschlusstreffer von Giesenkirchen (56.) bröckelte die Dominanz zusehends, während die Unzufriedenheit auf der Bank der Platzherren wuchs. Die hatten dann aber Sekunden vor dem Spielende dennoch die Runde zwei vor Augen, ehe das Flutlicht den bösen Streich spielte.

TSV Krefeld-Bockum – BV Gräfrath 2:1 (0:1). Trotz des Blitzstarts mit dem 1:0 durch Nabil Azouagh (7.) ist das Unternehmen Niederrheinpokal für Solingens Kreispokal-Sieger vorüber. Mit 1:2 (Gegentore in der 50. und 74. Minute) schied der BV aus. „Wir haben die nötige in der Liga gezeigte Einstellung wohl auf den 70 Kilometern Hinfahrt verloren, der Sieg für Krefeld geht in Ordnung“, resümierte Sascha Schulz, der seine Elf in der zweiten Halbzeit als „völlig abgemeldet“ erlebte. Der Trainer musste mit einigen Spielern arbeiten, die nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, was frühe Wechsel zur Folge hatte. Dies sollte aber keine Entschuldigung für das Aus beim stark aufspielenden A-Kreisligisten darstellen. „Unabhängig davon, dass es eine bittere Niederlage gegen einen Kreisligisten war, ist der Traum von einem großen Los ausgeträumt“, sagte Schulz.

Auslosung

Im Konferenzsaal der Sportschule Wedau wird an diesem Freitag ab 11 Uhr die nächste Runde des Niederrheinpokals ausgelost. Trotz der Unklarheit blickt der TSV gespannt nach Duisburg, wo Regionalligist Wuppertaler SV (8:0 bei Landesligist SV Wermelskirchen mit einem Tor des Solingers Marco Königs) noch im Rennen ist. Im Gegensatz zum Oberligisten 1. FC Monheim, der nach Elfmeter-Schießen mit 6:7 beim Landesligisten Mülheimer FC ausschied.

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