Mein Blick auf die Woche im Sport

Trauerspiel am Weyersberg – zu Lasten von DV

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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DV bangt um nicht weniger als seine sportliche Heimat. Nur etwas mehr als eine Hälfte des an der Klingenhalle gelegenen Spielfeldes ist seit Wochen benutzbar, was für Engpässe im Training von Senioren und Nachwuchs sorgt.

Die Stimmung war überschäumend, als DV Solingen am 12. Juni den Aufstieg in die Fußball-Landesliga perfekt machte. Vor offiziell 1526 Zuschauern. Am Weyersberg, wo man kurz zuvor bereits 1250 Besucher gegen den Lokalrivalen Sportvereinigung Wald 03 begrüßen durfte. Solche Kulissen hatte es in der Kicker-Gilde der Klingenstadt schon lange nicht mehr gegeben. Von dem seinerzeit fast grenzenlosen Jubel ist bei Ditib-Vatanspor, das den Zusammenschluss der beiden türkischen Vereine als gelungen erachten darf, nicht mehr viel übrig geblieben. Und das liegt beileibe nicht an den bisherigen Ergebnissen, die mit dem 0:9 in Remscheid, dem 0:0 in Reusrath und 5:4 bei Frintrop für eine Riesenpalette sorgen.

Nein, die Gründe für den Frust gehen tiefer – DV bangt um nicht weniger als seine sportliche Heimat. Nur etwas mehr als eine Hälfte des an der Klingenhalle gelegenen Spielfeldes ist seit Wochen benutzbar, was für Engpässe im Training von Senioren und Nachwuchs sorgt. Und einen Spielbetrieb auf vertrauter Anlage unmöglich macht. So hat der Sechstliga-Neuling zwei Mal das Heimrecht getauscht, Einnahmen über Eintrittsgelder nicht generieren können. All das wäre nicht so schlimm, wenn DV das Ende des Engpasses kennen würde. Dem ist aber nicht so, die Kampfmittel-Sondierungsbohrungen ohne Gefährdungslage machen offenbar auf unbestimmte Zeit die komplette Nutzung des Feldes unmöglich.

Das Pokalspiel hat DV an der früheren Vatanspor-Heimat Zietenstraße ausgetragen – unter schwierigen Bedingungen. Es stellt für die Verantwortlichen keine echte Option dar, folglich hat man bereits die Fühler nach dem benachbarten Weyersberg-Platz ausgestreckt. Den durfte man auch schon nutzen, im Moment wird dort aber neuer Kunstrasen verlegt. Wie auf dem anderen Platz gehen die Arbeiten augenscheinlich übrigens nicht gerade im Eiltempo über die Bühne. Hinsichtlich einer möglichen Nutzung will DV das Gespräch mit der Sportverwaltung und dem SV Solingen als Hauptnutzer des Platzes hin zum Baseball-Park suchen. Dass dieser Gesprächsbereitschaft signalisiert, ist eine gute Sache. Kurzum: Eine Lösung mit Logik ist erforderlich.

DV vermisst wie schon bei den Top-Spielen vor großer Kulisse die konkrete Unterstützung durch die Stadt. Dass die ST-Anfrage von Anfang der Woche bezüglich der Weyersberg-Lage bis Freitagabend durch die Pressestelle unbeantwortet blieb, passt da ins Bild.

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