Gedenken

Trauer um Ex-Unioner Jürgen Kohle

Mit dem WSV war Jürgen Kohle in der Bundesliga: Hier verlädt er Sepp Maier zum 1:1-Zwischenstand gegen den FC Bayern. Foto: imago
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Mit dem WSV war Jürgen Kohle in der Bundesliga: Hier verlädt er Sepp Maier zum 1:1-Zwischenstand gegen den FC Bayern.

Ehemaliger Solinger Fußballer stirbt mit 78 Jahren.

Sein Name ist untrennbar mit dem Triumph im Jahr 1968 verbunden. Jürgen Kohle sorgte mit seinen drei Treffern im Finale um die Deutsche Amateur-Meisterschaft beim 5:3-Sieg nach Verlängerung gegen Wacker München dafür, dass der VfB Marathon Remscheid den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte. Jetzt ist Jürgen Kohle im Alter von 78 Jahren gestorben. Gesundheitliche Probleme plagten ihn seit längerer Zeit. Zuletzt litt er an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs.

8000 VfB-Fans waren beim Sieg gegen München in Bochum dabei. Fast 10 000 empfingen ihre Helden abends auf dem Theodor-Heuss-Platz in der Innenstadt. Und nicht wenige von ihnen dürften geknickt gewesen sein, dass der damals 25-Jährige sein letztes Spiel für den VfB bestritten hatte und nach Wuppertal wechselte.

Beim Regionalligisten startete er richtig durch. Mit dem legendären Team unter Trainer Horst Buhtz und unter anderem an der Seite von Manni Reichert sowie Günter Pröpper stieg er mit dem WSV in der Saison 1971/72 in die Bundesliga auf. Im ersten Jahr erzielte der Mittelfeldspieler dort zwölf Treffer und hatte großen Anteil am Erreichen des Uefa-Cups. Gefürchtet war Kohle wegen seiner brandgefährlichen Freistöße und seiner unglaublichen Schusskraft.

1974 wechselte er nach Solingen und lief dort inklusive des Aufstiegs in die 2. Bundesliga zwei Jahre für die Union auf. 1976 kehrte er schließlich zu seinen Wurzeln zum VfB nach Remscheid zurück, betrieb nach seiner Zeit bei den Blau-Gelben noch eine Trinkhalle in Ohligs. „Sportlich wie menschlich war er ein toller Typ“, sagt der langjährige Union-Betreuer Willi Hök. Er weiß davon zu berichten, dass Kohle mal als „einer der begnadetsten Fußballer“ tituliert wurde – von einem gewissen Franz Beckenbauer. Höheres Lob geht kaum. -pk/jg-

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