Handball

Torhüter-Konzept des BHC soll konstant Früchte tragen

Nino Di Carlo war einst ein impulsiver und emotionaler Torhüter. Den Spielstil drängt er seinen Schützlingen aber nicht auf. Foto: Di Carlo
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Nino Di Carlo war einst ein impulsiver und emotionaler Torhüter. Den Spielstil drängt er seinen Schützlingen aber nicht auf.

Nino Di Carlo kümmert sich um den Nachwuchs.

Von Timo Lemmer

Der Weg, den Marcel Johann nun geht, soll zur Regelmäßigkeit werden. Der junge Torhüter hat zuletzt in der A-Jugend-Bundesliga beim Bergischen HC im Tor gestanden und rückt nun in den Kader der zweiten Mannschaft auf. Zukünftig soll es gar klappen, junge Keeper aus den eigenen Reihen für den Profi-Handball fit zu machen. „Marcel Johann ist da bis jetzt der beste Fall“, sagt Antonino Di Carlo, von allen „Nino“ genannt. Der langjährige Torhüter des TSV Aufderhöhe, wo er auch noch Jugendwart ist, geht in seine dritte Saison als zuständiger Torwarttrainer für den BHC-Nachwuchsbereich.

Von der C-Jugend bis zur 2. Mannschaft ist er dabei. Man habe sich damals auf die Fahnen geschrieben, die Torhüter noch stärker zu fördern – was nun erste Früchte trage. „Mir ist es wichtig, dass die Jungs Spaß daran haben, Torhüter zu sein“, sagt Di Carlo, der darauf hofft, zukünftig immer bessere Keeper formen zu können.

Dabei gehe es nicht darum, irgendwem einen Spielstil aufzudrängen. Zumal Di Carlo selbst ein sehr impulsiver, emotionaler Torhüter war – das will er bei seinen Schützlingen vermeiden. „Es geht eben nicht nur um den Torhüter, sondern den Menschen, der dahinter steht. Man muss die Jungs erreichen, um ihr Talent zu fördern.“ Daher steht neben den BHC-Grundpfeilern der Torhüter-Ausbildung – ausgeprägte Beinarbeit und Athletik, eine gute Rundum-Physis – vor allem im Vordergrund, „psychisch stabile Torhüter zu entwickeln“.

Der Torwarttrainer sieht heiße Anwärter auf eine Profikarriere

Di Carlo hat darin seine Profession gefunden, nachdem er acht Jahre lang einen 2004er Jahrgang trainiert hatte. Seit zwei Jahren hat er die DHB-Lizenz als ausgebildeter Torwarttrainer. Vom DHB, konkret dem ehemaligen Weltklasse-Torwart Mattias Andersson, fließt beispielsweise das eigenständige Aufwärmprogramm der Torhüter ein. Mit Jugendchef Christoph Rath ist Di Carlo ebenso ständig im Austausch wie mit Markus Pütz, der die Profi-Torhüter betreut. Das statistische Konzept, mit dem beim BHC die Torhüterleistung während der Spiele erfasst wird und nach dem mögliche Wechsel vollzogen werden, ist inzwischen von der Jugend bis zu den Profis dasselbe.

Di Carlo sieht derweil heiße Eisen im Feuer, wenn es darum geht, künftige Profis auf der Torwart-Position auszubilden. Neben anderen nennt er das Duo der B-Jugend, Roman Babic und Lion Schmidt, die beide dem jüngeren Jahrgang angehören. Auch bei ihnen will Di Carlo „den individuellen Stil fördern und das Talent herauskitzeln“. Damit der verstärkte Fokus auf die Torhüter bald konstant Früchte trägt.

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