Eishockey

Tolle Wohltätigkeitsaktion verfehlt ihre Wirkung nicht

Schwer bepackt und dick angezogen machten sich Michael Müller (hinten in der Mitte) und Co. auf den Weg zu den Obdachlosen. Foto: MM
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Schwer bepackt und dick angezogen machten sich Michael Müller (hinten in der Mitte) und Co. auf den Weg zu den Obdachlosen.

Michael Müllers Eishockey-Familie verteilt Lebensmittel an Obdachlose in Essen.

Es ist eine bemerkenswerte Aktion, die ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Und das in doppelter Hinsicht. Mit seinen Eishockey-begeisterten Söhnen Rune (16) und Jonte Raab (9) sowie zwei Mitgliedern eines Fanclubs der Moskitos Essen verteilte der Solinger Michael Müller Ende Januar verschiedene Lebensmittel an Obdachlose der Ruhrmetropole. „Die werden doch leider eh schon bei allem oft vergessen und müssen im Winter auf dem Boden schlafen“, sagt Müller, der an der Seite seiner Mitstreiter „viel Dankbarkeit“ zu spüren bekam. Und was ihn als Vater zusätzlich begeisterte: Seine Kinder erlebten hautnah, dass es nicht allen Menschen so gut wie ihnen selbst geht.

Erst einmal kaufte die Gruppe fleißig ein. Kakao, Obst, Brötchen, dazu wurden Kuchen und Muffins gebacken. Mit prall gefüllten Körben und den damals geringen Temperaturen angemessener Kleidung ging’s dann in die Gegenden, die andere oft eher meiden. „Wir haben viel Elend gesehen“, erzählt Michael Müller. Dank der „Eisfreunde Moskitos“, wie sich der in Sachen Wohltätigkeit sehr umtriebige Fanclub nennt, war klar, welche Bereiche angesteuert werden sollten.

Im Bahnhofsviertel, in der Fußgängerzone und einigen Parks traf die Gruppe viele Bedürftige an. Dort war die Freude enorm, schließlich ist die Not am Monatsende immer noch mal etwas größer. „Alle waren unheimlich dankbar“, sagt Müller, „das war toll.“ Alleine mit einem Kakao oder einer Scheibe Weißbrot konnte die Gruppe für ein Strahlen in den Augen der Empfänger sorgen.

Das Geld dafür war zum Teil innerhalb des Fanclubs gesammelt oder aus privater Tasche beigesteuert worden. „Jeder Euro war da gut angelegtes Geld“, findet der Solinger, den das Erlebte extrem bewegt hat. „Es war toll, den Menschen so ein bisschen helfen zu können“, sagt er. „Aber noch toller wäre es doch, wenn es gar nicht so einer Aktion bedurft hätte.“

Eishockeytalente sehen die Welt nun mit anderen Augen

Bei seinen Söhnen löste der Vormittag unterschiedliche Reaktionen hervor. „Dem Kleineren war vieles nicht so ganz geheuer“, erzählt Michael Müller. Jonte Raab, der Torhüter der U9 des EC Bergisch Land ist und mit einem Zweitspielrecht auch für die Moskitos aufläuft, hielt sich manchmal merklich zurück. Aber besonders Rune Raab, der in der U17 der Essener spielt und aus der Jugend der Raptors hervorgegangen ist, nahmen die gesammelten Eindrücke richtig mit. „Er sieht die Welt jetzt mit anderen Augen“, ist sein Vater sicher.

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