Tennis

Tennisspieler freuen sich auf Saisonstart

Johanna Sophie Kern...
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Die Mannschaftsspiele sollen im Juni beginnen – Unklarheit herrscht beim Doppel

Von Thomas Rademacher

Thorsten Selbach spricht vielen Tennisspielern aus der Seele: „Alle sind heiß darauf, endlich wieder zu spielen“, sagt der Pressewart des Merscheider TV für seinen Verein. Die Stimmung aber ist bei den meisten Solinger Clubs ähnlich. Nicht nur war die Begeisterung über die Öffnung der Plätze vorige Woche groß, nun herrscht auch Vorfreude auf die im Juni beginnenden Mannschaftsspiele. Diese sollen zumindest bis hinauf zur Niederrheinliga unter Auflagen und auf freiwilliger Basis stattfinden. Aufstiege wird es geben, Abstiege nicht, so dass Teams, die sich gegen die Teilnahme entscheiden, nicht benachteiligt werden.

In der Klingenstadt haben 105 Mannschaften aus insgesamt acht Vereinen gemeldet. Nicht alle werden spielen, doch es wird sich um einen hohen Prozentsatz handeln. „Wir befinden uns in der Abstimmungsphase“, sagt Achim Böhm von der TSG Solingen. „Bisher haben sich nur Einzelne dagegen ausgesprochen. Ich wage die Prognose, dass unsere Mannschaften alle spielen.“ Ganz sicher gilt das für die Herren 65 in der 1. Verbandsliga, denen Böhm selbst angehört.

„Viele Kurzurlaube fallen jetzt aus. Da bleibt viel Zeit für Tennis.“
Stefan Schlömer, Solinger TB

Ähnlich stellt sich die Situation auch beim TC Ohligs dar, der mit den Herren den Sprung in die Niederrheinliga schaffen möchte. „Das ist unser erklärtes Ziel“, sagt Sportwart Christian Darmann, der auch davon ausgeht, dass die Niederländer Mick Veldheer und Bart Stevens einreisen dürfen. Auch Sandro Kopp (Österreich) soll zum Team stoßen, wenn es möglich ist.

...Moritz Poswiat (beide Solinger TC)...

So groß die Freude über die Spielerlaubnis ist, so vorsichtig sind die Clubs auch. „Doppel haben wir bei uns im Verein noch nicht zugelassen“, sagt Darmann. „Aus unserer Sicht ist der geforderte Mindestabstand dabei nicht zu halten.“ Überhaupt scheiden sich an den Doppeln die Geister. Während NRW-Staatssekretärin Andrea Milz sie erlaubt, haben die Gesundheitsämter einiger Städte einen Riegel vorgeschoben. In Solingen entscheiden sich die Vereine unterschiedlich.

Bis zum Start der Mannschaftsspiele wird Klarheit herrschen – zumal ab 30. Mai auch Kontaktsport wieder möglich sein soll. Ob die gemeinsamen Essen, die bei den Mannschaftsspielen im Tennis traditionell dazugehören, in der üblichen Form stattfinden können, hängt ebenfalls von weiteren Lockerungen ab.

und Cornell Wette (TC Ohligs) werden sich schon bald wieder messen dürfen.

Dass die Partien in irgendeiner Form stattfinden, steht indes fest. Und auch die Teams des Solinger TC werden mehrheitlich auflaufen. „Wir sind alle sehr glücklich darüber“, sagt Vorsitzende Simone Carius-Backhaus. „Ich gehe aktuell auch fest davon aus, dass unsere Spitzenteams der Damen und Herren in der Niederrheinliga antreten werden.“ Fraglich ist auch hier, ob Importspieler rechtzeitig anreisen können. „Antreten wollen sie. Denn internationale Turniere sind Mangelware.“ Die Herren visieren zudem den Aufstieg an.

Beim WMTV fällt die Reaktion zurückhaltend aus

Während Stefan Schlömer vom Solinger TB sogar von einem erhöhten Interesse an den Mannschaftsspielen berichtet („Viele Kurzurlaube fallen jetzt aus. Da bleibt viel Zeit für Tennis.“), gibt es angesichts der Corona-Pandemie natürlich auch Bedenken. „Als Sportler freue ich mich natürlich sehr, aber die Tennis-Bundesliga und Wimbledon sind abgesagt“, sagt Oliver Gans von Blau-Gelb Gräfrath. „Von außen kann man den Start unserer Ligen schon kritisch sehen.“ Der Wald-Merscheider TV wird zudem nur eingeschränkt teilnehmen. Von sechs gemeldeten Teams werden wohl nur zwei spielen. „Aufgrund der Hygienevorgaben und den besonderen Gegebenheiten, dass zum Beispiel nicht geduscht werden kann und die Geselligkeit entfällt, sind die Rahmenbedingungen stark eingeschränkt“, sagt Pressesprecher Daniel Konrad. „Darüber hinaus haben wir viele Spieler, die zur Risikogruppe gehören.“

Modus

In den Tennis-Sommerligen ist der Modus in allen Spielklassen identisch. Sechs Einzeln folgen drei Doppel, so dass die Partien nie unentschieden enden können. Karsten Saniter sieht die Option, die Doppel zu streichen. „Das würde besser zu den derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen passen“, sagt der STC-Trainer. „Es spricht ja nichts gegen ein Remis.“

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