Mein Blick auf die Woche im Sport in Solingen

Tennis: In Ohligs und Widdert stimmt die Basis

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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STC und TCO fungieren als Einheit, blicken in Richtung 2. Bundesliga. Aber ist es dafür notwendig teure Spieler aus dem Ausland zu verpflichten, wenn der Haushalt der Vereine klein ist, fragt sich ST-Sportredakteur Jürgen König.

Solingen. Acht Solinger Tennis-Vereine nehmen derzeit an den im Gegensatz zur Winter-Saison sehr beliebten Medenspielen im Freien teil. Das Sportgeschehen wird durch sie gerade in diesen Wochen stark geprägt. Aber auch in den dunklen Monaten sind sie präsent, verfügt doch ein Teil davon über durch das Landesförderprogramm “Moderne Sportstätte 2022” merklich aufgewertete Hallen. Seit Jahrzehnten die Nummer eins ist der Solinger TC 02, der bei den Männern sogar schon auf etliche Jahre in der 1. und 2. Bundesliga zurückblicken kann. Die große Kluft hat inzwischen der TC Ohligs 1914 geschlossen, der nach fünf Aufstiegen in sechs Jahren schon wieder an der Tabellenspitze liegt und die stadtinterne Wachablösung vor Augen hat.

Genugtuung oder gar Häme spielt dabei gar keine Rolle, wenn man den Worten des TCO-Managers Glauben schenken darf. Toll sei es, sagt Jochen Hierl, dass Solingen so prominent vertreten ist. Der Sportsgeist dominiere und lasse keinen Spielraum für böse Rivalität. Wohl wahr, denn bei aller Konkurrenz beweisen beide Vereine, dass sie in der Lage sind, Richtung 2. Bundesliga zu blicken. Und diese stellt schon eine Ebene dar, die einer Großstadt mit Tennis-Tradition angemessen ist.

Wobei sich die Frage stellt, ob es unbedingt notwendig ist, zweifelsohne klasse Spieler aus Argentinien oder Frankreich für gute Gagen zu verpflichten. Notwendig vielleicht nicht, aber absolut angemessen. Denn in beiden Vereinen bleibt der finanzielle Haushalt für den übrigen, klar dominierenden Sport von der Spitze unberührt. Zudem haben ein Carabelli an der Kiefernstraße oder ein Marmousez an der Widderter Straße durchaus das Potenzial zur Vorbildfunktion für den Nachwuchs. Und: TCO und STC fungieren als Einheit. Eben jenen Teamgeist in die Jugend zu tragen, sei ein weiteres Anliegen für das Investment – sagt der Ohligser Vorsitzende Tim Ehlenbeck und dürfte mit dieser Einschätzung richtig liegen. Nicht aus Zufall waren die Einsätze für Ballkinder in Windeseile vergeben.

Es stimmt also an der Basis beim Führungsduo, das in der Zweitliga-Aufstiegsrunde noch aufeinander treffen könnte. Und damit für einen Feiertag des gesamten Solinger Sports sorgen würde.

TOP Gold und Bronze bei der „Deutschen“, eine vorbildliche Preisverleihung und prima Perspektiven – Fechten bleibt in der Klingenstadt eine große Nummer.

FLOP Nach dem Abstieg des FC Britannia aus der Bezirksliga scheint auch der des VfB aus der Landesliga besiegelt – es ist die bittere Seite der Fußball-Realität.

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